Rezensiert: Bill Bryson "Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge"

Ganz so kurz ist sie nicht, die kurze Geschichte der alltäglichen Dinge. Auf immerhin sechs CDs muss sie von Rufus Beck erzählt werden. Ganze sieben Stunden lang! Ausdauer ist also sehr gefragt beim Rezipienten. Dafür wird der Spaß, den man beim Lesen eines Buchs von Bill Bryson hat, direkt auf das Ohr gebeamt.

Zur Story: Ein Spaziergang durch das Haus führt zur Geschichte der Menschheit. Bryson wandelt von Zimmer zu Zimmer und stößt dabei auf die Historie des Essens, des Schlafens und der Hygiene. Natürlich darf Sex nicht fehlen; Wanzen, Skorbut und Grabräuberei finden ebenfalls ein Podium.

Bryson liefert nicht weniger als einen Abriss der Geschichte der Menschheit, seit diese sesshaft (und wieder mobil) wurde. Der kosmopolitische Journalist (und Journalistensprössling) aus Iowa präsentiert sich witzig und mit Liebe für das kuriose Detail - so wie man ihn spätestens nach seinem äußerst amüsanten Buch "Streiflichter aus Amerika: Die USA für Anfänger und Fortgeschrittene" kennen muss.

Rufus Beck setzt die literarische Vorlage souverän um und zeigt, dass er auch Hörbücher für Erwachsene einsprechen und nicht nur Harry Potter vertonen kann. Wie eingangs bemerkt hat die kurze Geschichte aus dem Jahr 2010 ein kleines Längenproblem. Langweilig wird dem Zuhörer aber nie.


Bill Bryson "Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge"
gekürzte Lesung, Laufzeit ca. 420 min
Preis: 24,99 Euro
erschienen am: 15. August 2011
erschienen in: Der Hörverlag 2011
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