Rund ums Auto_Augen auf beim Reifenkauf

Augen auf beim Reifenkauf
Autos mit Runflat-Ausstattung benötigen auch im Winter ganz spezielle Pneus

(djd/pt). Von "O bis O", von Oktober bis Ostern, so lautet die Faustregel für den Einsatz von Winterreifen. Dank ihrer speziellen Gummi-Mischung bieten die Pneus bessere und sichere Fahreigenschaften auch bei niedrigen Temperaturen. Viele Autofahrer beabsichtigten daher, in den kommenden Wochen wieder umzurüsten. Doch Vorsicht: Reifen ist nicht gleich Reifen - vor allem, wenn das eigene Fahrzeug mit so genannten Runflats ausgerüstet ist.

Dabei handelt es sich um spezielle Modelle mit Notlaufeigenschaften, die das Mitführen eines Ersatzrades überflüssig machen. Die Vorteile liegen auf der Hand: mehr Fahrsicherheit im Pannenfall, Platz- und Gewichtsersparnis sowie ein verringerter Kraftstoffverbrauch. Die besseren Eigenschaften der Reifen sind naturgemäß mit höheren Kosten in der Anschaffung verbunden. Hier möchten viele Autofahrer den Sparstift ansetzen und zumindest im Winter auf konventionelle Modelle zurückgreifen.

Auch im Winter auf Runflates sicher unterwegs

Doch damit spart der Autofahrer am falschen Ende, warnt Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV, Bonn): "Bei diesen Fahrzeugmodellen ist davon auszugehen, dass das Fahrwerk ausschließlich auf die Verwendung von Runflat-Reifen ausgelegt ist und die Montage normaler Serienreifen zum Teil deutlich veränderte Fahreigenschaften verursacht. Dies gilt für Winterreifen ebenso wie für Sommerreifen."

Wer darauf besteht, dass in der Werkstatt dennoch auf kostengünstigere, "normale" Winterbereifung umgestiegen wird, muss damit rechnen, dass der Montagebetrieb einen Haftungsausschluss vorlegt: Der Kunde bestätigt damit per Unterschrift, dass die Umrüstung auf eigenes Risiko vorgenommen wird. "Spätestens dann sollten jedem, der gerne auf modernen Reifen unterwegs ist, die Augen aufgehen. Bei den Winterreifen auf das falsche Modell zu setzen, ist mehr als fahrlässig", betont Hans-Jürgen Drechsler.

Qualifizierte Betriebe finden

Sowohl Runflat-Reifen als auch sogenannte Ultra-High-Performance-Reifen (UHP-Reifen) - zu erkennen sind sie an den Buchstaben V, W, Y oder Z an der Reifenflanke - können im übrigen nicht in jeder Werkstatt aufgezogen werden. Nötig sind dafür Spezialmaschinen und zertifizierte Fachkräfte, die eigens dafür geschult sind. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, findet unter www.sichere-reifenmontage.de in der Rubrik "wdk-zertifizierte Händler" eine Übersicht von spezialisierten Reifenmontage-Betrieben in der Nähe.

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Klare Regeln zur Montage

Auf Initiative des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) hat der Wirtschaftsverband der Kautschukindustrie (wdk) unter Mitwirkung der Reifen- und Fahrzeughersteller sowie verschiedener Fachinstitute die Rahmenbedingungen für die korrekte Montage und Demontage von UHP- und Runflat-Reifen festgelegt. Damit soll sichergestellt werden, dass die Pneus nur von gut qualifizierten Monteuren auf geeigneten Maschinen montiert werden. Zertifizierte Betriebe sind an einem entsprechenden Logo sofort zu erkennen.

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Für die Montage sogenannter Runflat-Reifen sind Fachwissen und spezielle Maschinen nötig.
Foto: djd/www.bundesverband-reifenhandel.de

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Bald beginnt wieder die Winterreifen-Saison. Autofahrer sollten sich in Fachbetrieben dazu beraten lassen, welche Pneus für ihr Fahrzeug geeignet sind.
Foto: djd/www.bundesverband-reifenhandel.de

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Sicher unterwegs bei jedem Winter: Rechtzeitig vor den ersten kühlen Tagen sollten Autofahrer auf Winterreifen umsteigen.
Foto: djd/www.bundesverband-reifenhandel.de
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