Sparen beim Fahren: Bis zu 20 Prozent sind drin. Tipps und Tricks für eine wirtschaftliche Fahrweise

Permanent kletternde Kraftstoffpreise stellen nicht nur ein Ärgernis und eine Belastung für die Haushaltskasse dar. Ein sparsamer Umgang mit wertvollem Kraftstoff kommt zugleich der Umwelt zugute. Denn mit dem Verbrauch steigt gleichzeitig die Emission des klimaschädlichen CO2 beim Fahren.

Zwar hat ein heutiger Diesel-Pkw im Vergleich zu einem technisch gleichwertigen Benziner ohnehin einen mehr als 30 Prozent geringeren Kraftstoffverbrauch und emittiert dabei bis zu 25 Prozent weniger CO2. Doch mit einigen einfachen Tricks lässt sich der Verbrauch zusätzlich um bis zu 20 Prozent senken - gerade für Pendler und Vielfahrer kommt da schnell eine nennenswerte Summe zusammen.

"Wer wirtschaftlich fahren will, sollte möglichst vorausschauend unterwegs sein. Also nur so stark wie nötig beschleunigen und rechtzeitig vor einer roten Ampel vom Gas gehen", sagt Bosch-Experte Dr. Markus Heyn. Weiterhin empfiehlt er, möglichst entspannt mit niedrigen Drehzahlen unterwegs zu sein. "Gerade moderne Dieselmotoren mit ihrer Durchzugsstärke erlauben es, mit Drehzahlen unter 2.000 Umdrehungen pro Minute zügig voranzukommen. Daher stets frühzeitig hochschalten, bis ein niedriges Drehzahlniveau erreicht ist. Wer beim Beschleunigen nur zu zwei Dritteln Gas gibt, spart noch mehr Kraftstoff."

Auch moderne Technik kann beim Sparprogramm fürs Auto helfen: So sollte man, wenn möglich, beim leichten Verzögern auf ebenen Strecken oder bergab den Fuß vom Gaspedal nehmen. Die Schubabschaltung moderner Motoren wirkt sofort und spart, im Gegensatz zum Auskuppeln, Kraftstoff ein. Immer mehr Fahrzeuge werden auch mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestattet, die den Motor im Stillstand, beispielsweise vor einer roten Ampel oder an einer geschlossenen Bahnschranke, selbsttätig abschaltet. Wenn diese Ausstattung noch nicht im eigenen Auto vorhanden ist, lohnt es sich, bei längeren Wartezeiten selbst den Zündschlüssel zu bedienen. "Bei modernen Motoren ist bereits eine Abschaltzeit von weniger als zehn Sekunden spritsparend", so Dr. Heyn weiter.

Nützlich ist es auch, alle zwei bis drei Wochen den Reifendruck zu kontrollieren. Der Druck sollte stets etwas über der Werksangabe eingestellt sein, da ein geringer Druck zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch führt. Auch alle elektrischen Helfer, die in moderne Fahrzeuge verbaut sind, haben Einfluss auf den Durchschnittsverbrauch: "Daher sollte man diese Komfortsysteme sehr bewusst einsetzen und zum Beispiel die Klimaanlage auch einmal ausschalten, wenn es die Außentemperaturen zulassen", empfiehlt Dr. Markus Heyn. (djd/pt)
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