Was ist ein ambulantes Kinderhospiz?

Klar habe ich schon davon gehört, dass es sogenannte „Hospize“ gibt. Ich dachte immer, es ist ein Sterbehaus, wo todkranke zum Sterben hingehen, anstatt im Krankenhaus zu liegen. Bestimmt haben Sie schon in Ihrem Bekanntenkreis mitbekommen, wenn ein Kind schlimm erkrankte war. In dem Moment ticken die Uhren der betroffenen Familien völlig anders. Doch meist ist die Erkrankung nach einiger Zeit ausgeheilt und alles läuft wieder normal. Was ist aber, wenn es sich bei der Erkrankung um etwas sehr Ernstes handelt? Es muss nicht immer Krebs sein, nein, auch genetisch bedingte Erkrankungen stehen auf gleicher Höhe. Hier gäbe es einige zu nennen, wofür es zwar Medikamente gibt, die das Leben etwas verlängern, aber nicht auf Dauer heilen. Jetzt heißt es für die Familien, der Ablauf muss neu koordiniert und organisiert werden. Das ist gerade für Geschwisterkinder sehr schwer, denn ab Diagnosestellung werden sie auf unbestimmte Zeit in den Hintergrund katapultiert. Durch den Verein Freestyle Horse Agility e.V. und den bevorstehenden Weltrekord kam für mich erstmals der Kontakt zum Kinderhospiz. Ich traf mich mit Frau Bernhild Schneider vom Malteser Kinderhospiz und erfuhr so Einiges über die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer und deren Ausbildung. Die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer sind vielfältig und kaum in Wort und Schrift zu packen, aber ich versuche es. Sie beraten in den Familien, betreuen die ganze Familie der erkrankten Kinder, bieten Hilfestellungen, um einen Weg durch den Bürokratendschungel zu finden, Hilfe bei Anträgen der Krankenkassen und das Wichtigste: die Helfer sind da, wenn man sie braucht! Auch die Trauerbegleitung gehört zu den Aufgaben der Hospizler. Ich kann nur sagen: „Respekt“ allen ehrenamtlichen Hospizhelfern. Toll, dass es Euch gibt! Kontakt zum Malteser Hospiz unter: www.die-malteser.de.
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