Zugewinnausgleich - Was ist der Zugewinnausgleich und wie wird dieser berechnet?

Ab dem Zeitpunkt, ab dem der Scheidungsantrag dem anderen Ehegatten zugestellt worden ist, kann ein Ehegatte vom anderen Ehegatten den Ausgleich des Zugewinns verlangen. Bei diesem Zugewinnausgleich handelt es sich um die Aufteilung des in der Ehezeit erworbenen Vermögens.

Dies geschieht in der Regel wie folgt:

Es werden bei jedem Ehegatten gesondert das Vermögen, das er zu Beginn der Ehe hatte, mit dem Vermögen verglichen, das am Ende der Ehe vorhanden war. Ergibt eine Gegenüberstellung dieser beiden Werte, dass das Endvermögen höher ist als das Anfangsvermögen, so liegt bei diesem Ehegatten ein Zugewinn vor. Diese Berechnung wiederholt man dann beim anderen Ehegatten.

Fällt nun beispielsweise beim Ehemann der Zugewinn höher aus als bei der Ehefrau, so muss er die Hälfte des Mehrbetrages an die Ehefrau auszahlen, so dass jeder am Ende der Ehe in gleicher Höhe an dem Vermögen teil hat, das während der Ehezeit gebildet wurde.

Dieser Vorgang wird als Zugewinnausgleich bezeichnet.

Welche Rolle geschenktes oder geerbtes Vermögen spielt oder in inwieweit Schulden zu berücksichtigen sind etc. muss stets der Betrachtung des Einzelfalls vorbehalten bleiben.

Rechtsanwalt Kruno Zorko
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