Donja Stubica hat die Nase vorn - 24 Stunden-Lauf: 128.662 Euro eingesammelt

Das Gewinnerteam aus Donja Stubica mit den zweit- und drittplatzierten „Die Allerscheenste“ und Allianz Global bei der Siegerehrung. (Foto: msh)
 
Die WerbebaugesellschaftmbH baute auch in diesem Jahr wieder die Cocktailbar auf. Lothar Mark mit Marcel Maul, Tanja Jakoby, Christian Goldmann und Sven Jakoby. (Foto: msh)
 
MB Sound und Lichttechnik sorgte für reibungslose Hintergrundarbeit. Lothar Mark, David Möller und Matthias Bachmann. (Foto: msh)
Rodgau/Dudenhofen. Zufriedene Gesichter bei den Veranstaltern, dem Verein Gemeinsam mit Behinderten Rodgau, am Ende des 34. 24 Stunden-Laufes. Die Gäste aus Donja Stubica haben souverän mit 907 Runden gewonnen vor „Die Allerscheenste“ mit 886 Runden und Allianz Global Investors mit 805 Runden. Alle 32 Mannschaften und die 6 Einzelläufer sind gesund ins Ziel gekommen. Der schnellste Einzelläufer, Clemens Herbert, hat 162,4 km in der Zeit zurückgelegt, die schnellste Einzelläuferin, Sandra Dewald, kam auf 103,2 km. Der Rodgauer Rotary Club hatte versprochen, dass alle Spenden der Bevölkerung, die auf ihr Dream Team gesetzt werden für die Behindertenarbeit verdoppelt werden. Alleine dadurch kamen 25.000 Euro zusammen. Die höchste Einzelspende brachte einmal mehr die Stiftung Initiative Werte Stipendium, Frankfurt, die 16.500 Euro aus dem Füllhorn schüttete und das Spendenergebnis an diesem Wochenende auf sage und schreibe 128.662 Euro hievte. Was will man mehr?

Doch der Reihe nach: Roland Jäger, Präsident des Earl Grey Golf Clubs, Rodgau, die ebenfalls seit vielen Jahren die Behindertenarbeit fördern, brachte nicht nur 8.750 Euro mit, sondern schickte mit seinem Startschuss auch die mehr als 300 Läufer in den 24 stündigen Wettkampf. Begleitet wurde er von Stefan Tilk, dem Geschäftsführer von Fitness First, der, sichtlich beeindruckt von der Großveranstaltung, versprach selbst mit einer eigenen Mitarbeitermannschaft und einem Kundenteam im nächsten Jahr dabei zu sein. Überhaupt kündigten sich zahlreiche Mannschaften für das 35. Rennen im nächsten Jahr an. Fitness First ließ sich nicht lumpen und gab jedem Sportler und jedem Betreuer ein Kleidungsstück für das ehrenamtliche Engagement mit auf den Weg. Man konnte zwischen Polo-Shirts, Hemden und Sporthosen auswählen.

Die Sonne lachte und die Stimmung war geradezu ausgelassen. Dazu trug auch bei, dass sich bereits seit 11 Uhr 150 Kinder der Kindergärten Schillerstraße Weiskirchen, Kindertagesstätte Nordring und St. Nikolaus, beide Jügesheim, und Kita Rückersgraben aus Dudenhofen warm machten, um den Kinderlauf zu meistern. Das heitere Programm ging auf einem eigens dafür eingerichteten Vergnügungs- und Animationsparcours bis um 18 Uhr weiter. Kaum war das Programm für die Kleinsten beendet, begann es zu regnen. Das war so nicht gewollt, obwohl die trockene Aschenbahn die Feuchtigkeit gerne aufnahm. Gleichwohl sorgte der einsetzende Nieselregen für einen spürbar schwächeren Besuch. Das erfreute wiederum die Gäste, denn die schon traditionellen langen Schlangen blieben aus. Den Bands, 3sotypen, Dreamgun, Banjoory und MoB! auf der Bühne macht das jedoch nichts aus. Sie spielten der Reihe nach was das Zeug hielt ihr Programm herunter und kamen erst nach Mitternacht zur Ruhe. Sehr zur Freude der Gäste. Am nächsten Vormittag wurden die Anlieger zu den Klängen der Druff Kapell geweckt. Zum Finale spielten Circle of Friends. Zu diesem Zeitpunkt begannen sich die Veranstalter mit dem Wetter zu versöhnen, denn das Spendenaufkommen war ansehnlich. Um Mitternacht klingelten knapp 50.000 Euro in der Kasse. 100.000 sollten es werden sagte Stadionsprecher Matthias Ott mit seinem Assistenten Marvin Kühne, die nicht müde wurden, die Gäste zum Spenden zu animieren. „ 100 plus Mehrwertsteuer“ war das ausgegebene Ziel. Dass die Veranstalter dann dort auch landeten ist zwei Faktoren zu verdanken. Zum einen verdoppelte der Rotary Club Rodgau, die auf ihre Mannschaft gespendeten Beträge zu Gunsten der Behindertenarbeit und erreichten sage und schreibe 25.000 Euro. Zum anderen schenkte die Stiftung Initiative Werte Stipendium die größte Einzelspende mit 16.500 Euro, beides brachte Dynamik in die letzte Runde. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Spitzengruppe der drei Führenden herauskristallisiert, die souverän das Rennen nach Hause liefen. Voller Freude durfte der Vorsitzende des Vereins, Christian Goldmann, den vielen Engagierten herzlich danken. Das waren viele helfende Hände. Bereits seit 20 Jahren sorgt die Georg-Büchner-Schule unter Leitung von Günter Schmack für die Infrastruktur. Die Grundschulklassen 8 und 9 bauen die Zeltstadt und die Festbühne auf, bereiten die Versorgungsstationen vor und leisten so ihren sozialen Beitrag, in dem sie sich für die Gesellschaft engagieren. Das hat sich die GBS auf die Fahnen geschrieben und kann es wunderbar umsetzen, wie Schuldirektor Winfried Döhring betont. Die Kabelbrücken kamen vom THW Seligenstadt, die Blessuren wurden vom DRK OV Rodgau behandelt. Die Cocktailbar wurde aufgebaut von der WerbebaugesellschaftmbH und auch mit großem Erfolg betrieben. Hasbro verkaufte Spielzeug und spendete rund 5.000 Euro, Kaubonbons wurden von Hitschler gespendet, Eventwerk stellte Hüpfburg und Equipment für die Kinderspiele. Eckes Granini versorgte die Läufer mit „Hohes C“. Friesland Campina spendete die Landliebe Milch und Joghurt. Fitness First kleidete die Läufer ein mit Hemden und Hosen. BB Reinigungsdienste brachte rund um die Uhr die Sanitärgebäude in Ordnung, das „Örtliche“ war wie Fraport mit Geldunterstützung zur Stelle, Rossbacher versorgte die Läufer mit Wasser, Bauder mit XXXL „Riwwelkuche“, Brötchen und Brot für das Läuferzelt, Selgros übernahm die Versorgung der Läufer, MB Sound und Lichttechnik sorgte für reibungslose Hintergrundarbeit, sehr zur Freude der vielen Bands.

Dennoch sind gleich zwei Punkte bemerkenswert, die fast untergegangen währen:
- Zum ersten Mal in der Geschichte geht die Trophäe des Siegers an eine ausländische Renngemeinschaft, nämlich nach Donja Stubica in Kroatien.
- Zum ersten Mal in der Geschichte haben sich zwei Teams öffentlich zu der Migrationsarbeit bekannt und zwei Asylanten aus ihren Unterkünften in ihre Teams integriert. In Bauders Stolpertruppe lief Tojik Hailu aus Äthiopien mit, der sensationell über die Bahn „flog“.
- Das Rotary Dream Team hatte gleich drei internationale Läufer in ihrem Team: Safiulla Saltani aus Afghanistan, Yussuf Ala Mahmad aus dem Irak und Kourosh Bahari aus dem Iran.

Am 10. Und 11. September 2016 gibt es den Jubiläumslauf. „35. 24H-Lauf“ darf bereits notiert werden. (kram)
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