Podiumsdiskussion in der Centralstation zum Stadionumbau

Am Montagabend (15.9.) fand in der der Centralstation eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema Stadionumbau statt. Hier eine Zusammenfassung der Aussagen der Redner von Sv98.de:


Jochen Partsch (Oberbürgermeister Wissenschaftsstadt Darmstadt)

Der Aufstieg ist auch für die Stadt Darmstadt eine wunderbare Geschichte. Dadurch hat die Präsenz in den Medien deutlich zugenommen, was sich positiv auf die Stadt auswirkt. Aufgrund der Euphorie, die durch den Aufstieg der Lilien herrscht, ist die Akzeptanz für den Stadionumbau größer. Der Umbau entspricht dem Anspruch des modernen Fußballs. Ebenso wie der Verein sind die Fans in die Planungen involviert.

Bis Dezember wird ein Businessplan herausgearbeitet, in dem die Kosten und die Finanzierung vorgelegt sein werden. Anfang 2015 erfolgt die Ausschreibung für das Stadion und die dazugehörige Infrastruktur, sodass im Sommer 2015 mit dem Umbau begonnen werden könnte. Unser ehrgeiziges Ziel lautet, die Saison 2016/17 im umgebauten Merck-Stadion am Böllenfalltor zu beginnen. Das Stadion wird ein reines, klassisches Fußballstadion mit vier Tribünen und ca. 18.000 Zuschauerplätzen. Alles Weitere ist offen.

Der Stadionumbau ist eine Notwendigkeit, und ich kann versprechen, wir werden kein Harakiri machen. Als Stadt wollen wir endlich Nägel mit Köpfen machen und nicht weiter rumwurschteln. Das Geld, das wir jedes Jahr in Renovierung und Sanierung des "Bölle" stecken, investieren wir jetzt in den Umbau. Das heißt: Keine weitere kulturelle Einrichtung wird darunter leiden.

Rüdiger Fritsch (Präsident SV 98)

Insgesamt sind wir auf einem tollen Weg, der durch die Teamarbeit von Fans, Sponsoren und der Stadt Darmstadt zustande gekommen ist. Der Stadion-Umbau ist die notwendige Basis für die Etablierung des Volkssports Nr. 1 in DA. Wir schauen bei den Konzepten auf Vereine unserer Kragenweite, die erfolgreich sind – nicht auf die wenigen Projekte, die nicht funktioniert haben.

Derzeit profitieren Vereine, mit denen wir in direktem Wettbewerb stehen, allein enorm bei den Zuschauereinnahmen, die auf die Saison gesehen einen finanziellen Vorteil im siebenstelligen Bereich ausmachen. Daran erkennt man, dass andere Vereine andere Möglichkeiten besitzen und die Fußballregion Darmstadt das neue Stadion benötigt, um längerfristig eine Perspektive zu haben. Es geht nicht um irgendwelchen Luxus. Es geht lediglich um eine zeitgemäße Sportstätte – nach ca. 40 Jahren des Stillstandes.

Kai Beckmann (Mitglied der Geschäftsleitung der Merck KGaA)

Es war uns wichtig, die Bezeichnung "Böllenfalltor" im Stadionnamen zu behalten. Zudem sind wir in ein Bauprojekt eingestiegen und geben nicht nur am Ende des fertigen Baus unseren Namen her. Beides sind klare Bekenntnisse zum Standort Darmstadt.

Wir können uns vorstellen, im neuen Stadion Großveranstaltungen abzuhalten. Zum Beispiel könnte die Merck-Philharmonie auftreten oder dort der Firmenlauf stattfinden. 2018 wird Merck sein 350. Firmen-Jubiläum feiern, was sicherlich auch Gelegenheiten bieten wird.

Als erstes sichtbares Signal werden wir uns um eine neue Anzeigetafel kümmern.


Arnd Zinnhardt (Finanzvorstand und Arbeitsdirektor der Software AG)

Bei unserem Einstieg als Hauptsponsor haben die handelnden Personen eine große Rolle gespielt. Zudem war die emotionale Verbundenheit mit dem Standort Darmstadt ausschlaggebend.

Der Verein benötigt ein neues Stadion, um mittelfristig gut aufgestellt zu sein.

Wir können uns vorstellen, bestimmte Veranstaltungen, die in den Rahmen eines Fußballstadions passen, im neuen Stadion zu veranstalten. Aktuell weichen wir für größere Veranstaltungen, wie z.B. Sales-Kick offs, noch nach Frankfurt aus. Das könnte sich durch den Umbau des Stadions ändern.


Jürgen Koch (Vertreter "Fanbündnis Bölle – Tradition hat Zukunft")

Die Fanszene ist vor sechs Jahren zusammengerückt und hat mitgeholfen, den Verein vor der Insolvenz zu bewahren. Vielen Dank nochmal an Merck, dass der traditionelle Name im Stadionnamen integriert bleibt. Wir wissen, dass der Stadionumbau kein Wunschkonzert ist. Dennoch haben wir einige Anregungen, die in den Augen der Fans übernommen werden sollen. Die Dugena-Uhr, das Marathontor und die Flutlichtmasten sollen im neuen Stadion erhalten bleiben. Außerdem soll das neue Stadion mit möglichst vielen Stehplätzen bestückt sein, damit es sich weiterhin viele Leute leisten können, ins Stadion zu gehen. (SV 98)
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