Ungewohnte Harmonie bei den Turngesellen - Alle Wahlen und Beschlüsse erfolgten ohne Gegenstimmen

v.l.n.r. Johannes Schüler Jugendvorstand, Wolfgang Fisch Bauausschuss, Julien Grimm Jugendvorstand, Stefano Uslenghi Schatzmeister, Lothar Mark 2. Vorsitzender, Heide Klabers 1. Vorsitzende, Petra Sahm Neuendorff Team Ehrenamt, Angelika Stark 2. Vorsitzende, Maria Bonifer Jubilare, Philipp Jansen Jugendvorstand. (Foto: TGS_KRAM)
Rodgau. Es gab Mitgliederversammlungen, da war schon einmal mehr los bei den Turngesellen. Heide Klabers und ihr Vorstandteam hatten eingeladen, um über das Jahr 2014 zu berichten. Zehn Punkte auf der Tagesordnung wollten behandelt werden. Rund 90 Mitglieder hatten sich eingefunden um gleich zu Beginn der Toten zu gedenken. Danach ging es zügig los. Immerhin hatte die Vorsitzende im 120. Jahr der TGS mit guter Laune von einem rauschenden Familienfest und zwei großartigen Rockveranstaltungen rund um den 1. Mai zu berichten. Der Dank ging an die zahlreichen Helfer und an alle Abteilungen. Schatzmeister Stefano Uslenghi packte noch mehr Lob drauf. Aus jedem Euro Beitrag gelingt es 3 Euro Wertschöpfung im Umsatz zu erzielen. Die Gründe führte die Vorsitzende auf. Das komplette Angebot rund um die Gesundheit führte im vergangenen Jahr zu einem enormen Aufschwung. Zwar stieg die Zahl der Mitglieder nach Ein- und Austritten erneut auf rund 1900 an, doch gesellen sich mehr als 250 REHA Sportler hinzu. Das war nur eine Säule mit starkem Wachstum. Gleich drei Schönheitswettbewerbe konnte die TGS gewinnen. Gemeinsam mit Cafe Lichtblick den EVO Preis und den Publikumspreis und den vom lsbh ausgelobten Heinz Lindner Preis für den besten Verein in der höchsten Kategorie. Im Rechenschaftsbericht stellte Heide Klabers dar, wie sich die TGS in den vergangenen zwei Jahren neu erfunden hat indem sie ausgetretene Trampelpfade verlassen hat. Die Ehrungen wurden sowohl für die Jubilare als auch für die Sportler neu, nach den Vorschlägen des Jugendvorstandes, gestaltet. Die Homepage wurde neu konzipiert. Das Kreisleistungszentrum für Tischtennisspieler wurde nach Rodgau geholt. Die Kurwoche kommt nach der regen Nachfrage ins ständige Angebot, die interne Organisation in der Geschäftsstelle wurde mit allen Arbeitsabläufen optimiert, eine neue IT-Landschaft eingeführt, eine neue Telefonanlage installiert. Weitere ehrenamtliche Mitarbeiter konnten geworben werden. Das vorhandene Archiv erhält derzeit eine Sauerstoffzufuhr, die Kontakte mit den Behörden und Ämter wurden aktiviert um die Bauthemen abzuarbeiten und Fördergelter zu intensivieren. Größter Förderer ist die Stadt Rodgau mit der Basisförderung und den Investitionskostenzuschüssen. Daneben wurden alle bestehenden Veranstaltungen sehr erfolgreich bestritten und mit dem 1. Mai sowohl im letzten als auch in diesem Jahr noch einmal getoppt. Als nächstes steht das große Erdbeerfest der Turnabteilungen am 20. Juni im Ostring an. Das Motto, das Heide Klabers mit ihrem Vereinsrat den Turngesellen für das Jubiläumsjahr verpasste, lautet: „Gemeinsam sind wir stärker“. Sie erwähnte zahlreiche Kooperationen, aber vor allem den großen Erfolg von Zwei Klang Rodgau, der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem TSV Dudenhofen mit den beiden Blasorchestern.
Auch zu den Fusionsgesprächen mit TGMSV gab es reichlich zu berichten. Die Vorstände tauschen sich in regelmäßigen Abständen aus mit dem Ziel zu fusionieren. Bekanntlich steckt der Teufel im Detail, deshalb haben die Abteilungen das letzte halbe Jahr genutzt, um sich auszutauschen. Karneval folgt als letzte Abteilung in den nächsten Wochen. Die Mitglieder konnten bereits einen guten Vorgeschmack bekommen. Alle Abteilungsleiter waren positiv beflügelt. Markus Roßkopf, der Chef der Jugendfußballer brachte es auf den Punkt. Wir werden nicht alle Mannschaften behalten können und manch einer wird sich ein neues Feindbild suchen müssen, aber wir sind sehr guter Dinge dass wir zusammenkommen, weil wir es auch wollen. Für die im Wettkampf stehenden Sportabteilungen war das Credo eindeutig: Lieber heute als morgen. Die Gründe sind die gleichen wie vor fünf Jahren. Eric Reichenbach bekam reichlich Beifall als er die Mitglieder bat „diesmal richtig abzustimmen“. Die Gründe waren immer gleich: Die demographische Entwicklung. Auch die Raumnot war ein beherrschendes Thema. Wir können die Ressourcen besser nutzen wenn wir zusammen sind sagte Marco Stark, der bereits mit den Leichtathleten im Maingau Energie Stadion trainiert. Die Bedingungen sind ausgezeichnet. Damit haben wir auch eine Chance, den Trainermangel zu reduzieren. Dem schlossen sich Heinz Zankl für Wandern, Martin Schanz für Wettkampfturnen, Simone Koser für Kinderturnen, Gisela Ballüer für Seniorensport, Geli Stark für Freizeitsport, Thomas Theobald für Fußball und Brigitte Zankl für Musik an. „Wir waren schon einmal soweit“ sagte Heinz Zankl für seine Wanderer. „Seitdem hat jede der zwei Abteilungen altersbedingt Mitglieder verloren“.
Kein Wunder dass danach der Vorstand einstimmig aufgefordert wurde, die Gespräche mit TGMSV weiter voranzutreiben bis hin zur erneuten Fusionsabstimmung. Die ist, wenn die Arbeit erledigt ist und alle Ampeln auf Grün stehen, für das nächste Frühjahr vorgesehen.
Der zweite Antrag, der für eine Beitragserhöhung vorlag, wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Das war aber auch dem Lamento von Schatzmeister Stefano Uslenghi zu verdanken, der in seinem Bericht deutlich machte, was die Turngesellen täglich erarbeiten. Auf 630.000 Euro Einnahmen kam er im letzten Jahr. Das sind 2.000 Euro pro Tag. Trotzdem verfehlte er wegen der Abgaben an die Künstlersozialkassen sein Klassenziel, mit einem Überschuss abzuschließen. Das ärgerte ihn und auch einige Mitglieder. Für das laufende Jahr wird durch Investitionen der Kassenbestand weiter reduziert. Das kann er auch vertragen. Immerhin schieben die TGSler neben dem großen Grundvermögen mehr als eine viertel Million vor sich her.
Zuvor konnte die zweite Vorsitzende Angelika Stark schöne Erfolge für den Sportbereich vermelden. Allen voran der REHA sport RODGAU, der für die Turngesellen eine eingetragene Marke ist. Der Erfolg gründet sich auf eine Vielzahl von Kooperationen mit Rehainstitutionen, Krankenhäusern und Ärzten sowie allen großen Krankenkassen. Sie lobte ihre Übungsleiter/innen, denn sie sind der Schlüssel zum Erfolg eines Vereins. Aber auch alle anderen Zielgruppen werden bedient. Eltern und Kind Turnen, Kinder in den Kindergartenkooperationen mit allen Kindergärten in Jügesheim, Schulpflichtige an den Grundschulen, auch mit den weiterführenden Schulen bestehen Kooperationen. Erwachsene werden angesprochen mit diversen Programmen, die sich auf über 120 verschieden Kurse an 7 Tagen in der Woche verteilen.
Der Jugendvorstand schickte Philipp Jansen in die Bütt. Er erhielt viel Beifall für die diversen Aktivitäten die sie im letzten Jahr initiiert haben. Sportlerehrung im Open Stage, Visionsteam mit vielen Anregungen, Impulse geben im Verein und You Tube Workshop.
Lothar Mark als Chef der Öffentlichkeit und für Sponsoring zeigte sich zufrieden über die rege Pressearbeit aller Abteilungen. Die eigenen Printmedien kommen auch gut an. Der Jugendvorstand entwickelt neue Programme für You Tube und eine eigene Webseite. Die Liegenschaften, sprich Halle kommen Zug um Zug in genehmigungsfähigen Zustand. Das kostet aber auch Geld, das muss verdient werden. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Deshalb ist es eine Wohltat, dass die Sponsoren sich im letzten Jahr nicht haben lumpen lassen und gut 40.000 Euro gespendet haben.
Bei so viel Harmonie hatte Achim Fischer als Wahlleiter leichtes Spiel. Er brachte alle Kandidaten ohne Gegenstimme ins Ziel. Zumal auch alle Abteilungsleiter wieder kandidierten und allesamt einstimmig bestätigt wurden. Der neue und alte geschäftsführende Vorstand besteht aus: Heide Klabers 1. Vorsitzende, Angelika Stark und Lothar Mark 2. Vorsitzende, Stefano Uslenghi Schatzmeister. Dem erweiterten Vorstand gehören weiterhin an: Wolfgang Fisch, Maria Bonifer, Karl-Heinz Matzen, Petra Sahm- Neuendorf, Peter Stenzel, im Jugendvorstand finden sich wieder die aktiven Philipp Jansen, Johannes Schüler, Julien Grimm . Achim Fischer wurde als Nachfolger von Jürgen Follmann in das Amt des Revisors gewählt. (TGS_KRAM)
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