Bund fördert Pilotprojekt im HSE Stromverteilnetz Regionaler Ausgleich von Stromproduktion und –verbrauch

DARMSTADT (blu) – In einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Pilotprojekt will die HSE zusammen mit Partnern das regionale Stromverteilnetz an die gestiegenen Anforderungen der Energiewende anpassen und dadurch auch überregionale Stromtrassen entlasten. „Wir wollen in unserem Verteilnetz einen Ausgleich von Stromverbrauch und Stromproduktion hinbekommen, um die Energieversorgung bereits auf Verteilnetzebene zu stabilisieren“, sagt HSE-Vorstand Andreas Niedermaier. Dieser Ausgleich findet bislang überwiegend im überregionalen Höchstspannungsnetz statt.
Das Projekt „Flex4Energy“ hat das Ziel, eine Plattform zu entwickeln, auf der Flexibilitätsoptionen zur Lieferung oder zum Bezug von Energie sowie Speicherkapazitäten für die Verteilnetzebene gehandelt werden können. Die Plattform würde es zum Beispiel ermöglichen, dass die HSE bei erhöhtem Bedarf Strom von angrenzenden Verteilnetzbetreibern einkauft oder Stromüberschüsse abgibt. Zudem könnten über die Plattform Speicher optimal genutzt werden. „Flex4Energy“ läuft über drei Jahre. Neben der HSE sind der Batteriehersteller ads-tec (Nürtingen), das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Freiburg), das Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (Kaiserslautern), die Hochschule Darmstadt sowie der Verein StoREgio (Ludwigshafen) beteiligt. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen vier Millionen Euro. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben mit rund drei Millionen Euro
Im Zuge der Energiewende wird zunehmend nicht-konstant erzeugte Energie aus regenerativen Quellen wie Wind und Sonne in die Stromnetze eingespeist. Ungleichgewichte zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch führen zu Schwankungen von Spannung und Frequenz. Die großen Konzerne und Betreiber der Stromautobahnen gleichen diese Schwankungen bislang auf der Ebene der überregionalen Transportnetze aus. Weil der überwiegende Anteil erneuerbarer Energien aber auf der regionalen Verteilnetzebene eingespeist wird, können regionale Ausgleichsmechanismen den Regelbedarf im Transportnetz verringern und diese Trassen entlasten.
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