Hier daheim. Überall zuhause.

Geschäftsbericht 2012: GGEW AG zieht positive Bilanz

„Hier daheim. Überall zuhause“ – so titelt der am 30. August 2013 vorgestellte Geschäftsbericht 2012 des südhessischen Energieversorgers GGEW AG. Das Unternehmen zieht darin eine positive Bilanz des 126. Jahres der Firmengeschichte und stellt das breite Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe dar. Dr. Peter Müller, Vorstand GGEW AG, sieht das Unternehmen weiterhin auf gutem Kurs und betont das robuste Wachstum im Jahr 2012. Der Titel des Geschäftsberichts spiegelt die Märkte der GGEW AG wider: Das Unternehmen ist als Netzbetreiber und durch Kunden, Mitarbeiter sowie soziales Engagement stark „daheim“ verwurzelt, hat aber mit über 70 Prozent einen hohen Anteil bundesweiter Kunden, und ist daher „überall zuhause“. „Die Hauptgründe hierfür sind faire Preise, die starke Serviceorientierung und die hohe Zuverlässigkeit unseres Unternehmens“, erklärt Dr. Müller.

Wirtschaftlicher Verlauf
Die Ertragslage der Unternehmensgruppe wird maßgeblich durch die GGEW AG geprägt. Der Umsatz der GGEW AG lag 2012 – nahezu auf Vorjahreshöhe – bei 173,6 Millionen Euro (2011: 178,6) und sie erreichte einen Jahresüberschuss von 3,4 Millionen Euro (2011: 2,9) sowie einen Bilanzgewinn von 2,8 Millionen Euro (2011: 4,6). Der GGEW-Konzern verzeichnet einen leichten Umsatzanstieg auf 201,2 Millionen Euro (2011: 200,3), der auf einem stetigen Wachstum, insbesondere in den Geschäftsfeldern Erneuerbare Energien sowie Netz- und Breitbandversorgung fußt. Außerdem kann der GGEW-Konzern einen bereinigten Konzernjahresüberschuss von 2,9 Millionen Euro (2011: 3,0) vermelden. Das Ergebnis führt, neben der zuverlässigen Dividende für die aus Städten und Gemeinden bestehenden Anteilseigner, erneut zu einer Stärkung des Eigenkapitals. Die Mengenabgabe im Strombereich der GGEW AG verringerte sich hauptsächlich aufgrund der Rückgänge bei den Gewerbe- und Sonderkunden auf 772,9 Millionen kWh (2011: 887,1). Die gesamte Gasabgabe der GGEW AG an Letztverbraucher erhöhte sich auf 835,2 Millionen kWh (2011: 672,6). Diese Zunahme ist auf den mengenbedingten Anstieg in allen Kundengruppen, insbesondere bei den Sondervertragskunden, zurückzuführen.

Starkes Eigenkapital
Für künftige Investitionen kann die GGEW AG weiterhin auf eine stabile Finanz- und Ertragslage zurückgreifen. Wie aus dem Geschäftsbericht zudem hervorgeht, beläuft sich das Konzern-Eigenkapital auf 57,6 Millionen Euro (2011: 56,9). Damit beträgt die Eigenkapitalquote des Unternehmens 47,6 Prozent, sie ist im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Darüber hinaus stehen zur Finanzierung zusätzlicher Engagements Mittel aus dem Bürgerbeteiligungsmodell zur Verfügung. Dieses bietet Kunden der GGEW AG die Möglichkeit, sich über ein fest verzinstes Darlehen sicher und zu attraktiven Konditionen an künftigen Regenerativ-Projekten des Unternehmens zu beteiligen.

Konzessionsgewinne stärken Zukunftsfähigkeit
Im vorliegenden Konzern-Geschäftsbericht zeigt sich erneut, dass sich die interkommunale Kooperation in Form einer Aktiengesellschaft auch als Erfolgsmodell für den liberalisierten Energiemarkt erweist. Die GGEW AG schafft es dabei, sowohl den Anforderungen des härter werdenden Wettbewerbs, als auch der Versorgungssicherheit für die Bürger der Region gerecht zu werden. Begleitet wird dieser Prozess in der regulierten Sparte Netze vom Gewinn weiterer Konzessionen, wie Ende 2012 bei der Vergabe des Heppenheimer Strom- und Gasnetzes an die GGEW AG. Mit den Verträgen erteilt die Stadt Heppenheim der GGEW AG die Gaskonzession für Heppenheim plus Ortsteile seit Januar 2013 für 20 Jahre. Beim Strom gilt die Konzession für Ober-Laudenbach für den gleichen Zeitraum. Für Heppenheim-Mitte und die anderen Stadtteile gilt die Stromkonzession – aufgrund des Altvertrages – ab Januar 2014 für 19 Jahre. Die Konzessionsgewinne stärken die Zukunftsfähigkeit des südhessischen Energiedienstleisters. Gleichzeitig ergeben sich für die Gemeinden wertvolle Synergie-Effekte und die Möglichkeit mitzuentscheiden.

Netzbetreiber GGEW AG
Wichtig beim Ausbau Erneuerbarer Energien ist ein leistungsfähiges Energienetz. Die zusätzliche und nur schwer berechenbare Energieaufnahme aus regenerativen Quellen bedeutet, dass im Netz zusätzliche Kapazitäten vorgehalten werden müssen. „Hier wird unser Netz allen Erwartungen mehr als gerecht – auch in Zukunft garantieren wir maximale Versorgungssicherheit“, betont Dr. Müller. Gute Netzpflege bedeutet, dass es fast keine Netzausfälle gibt. Mit unter einer halben Minute durchschnittlicher Stromausfallzeit pro Jahr liegt die GGEW AG erheblich niedriger als die ohnehin schon guten 15 Minuten des Bundesdurchschnitts. Ähnlich ist es im Gasbereich: Hier stehen rund 35 Sekunden bei der GGEW AG dem Bundesdurchschnitt von 90 Sekunden gegenüber.

Ausbau Erneuerbarer Energien
Ein zentrales Thema war und ist für die GGEW AG der Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere Investitionen im Bereich Windkraft. Neu hinzu kam der Windpark in Molau, Sachsen-Anhalt, der von der GGEW AG in Eigenregie betrieben wird. Mit einer prognostizierten Brutto-Stromproduktion von rund 9,6 Millionen kWh versorgt er um die 2.900 Haushalte mit grünem Strom. Darüber hinaus ist die GGEW AG an WINDPOOL beteiligt, die bundesweit Windparks betreibt und eine Leistung von 100 Megawatt zum Ziel hat. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen von Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern, von denen die GGEW AG – Stand August 2013 – der größte Gesellschafter ist. Auf der Suche nach profitablen Standorten für Windkraftanlagen ist der südhessische Energieversorger 2012 auch im näheren Umkreis der Bergstraße fündig geworden – im Roßdorfer Gemeindewald, wenige Kilometer östlich von Darmstadt soll ein Windpark entstehen. Des Weiteren ist die GGEW AG an der Energiegenossenschaft Starkenburg beteiligt und betreibt zahlreiche Photovoltaikanlagen in der Region. Dr. Müller erklärt das Engagement des Unternehmens im Bereich Erneuerbare Energien: „Die Energiewende verstehen wir als Auftrag für gesellschaftlich und ökologisch verantwortungsvolles Handeln.“

Konzessionsabgabe und Dividende
Die Aktionäre der GGEW AG erhielten 2012 Konzessionsabgaben in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Als Dividende für das Geschäftsjahr 2012 werden 2,8 Millionen Euro ausgeschüttet, so dass sich Leistungen an die Aktionäre von insgesamt 5,1 Millionen Euro ergeben. Damit unterstreicht die GGEW AG einmal mehr die verlässliche Dividendenkontinuität für ihre Aktionäre. Da das Unternehmen in kommunaler Hand ist, kommt das Geld letztendlich den Bürgerinnen und Bürgern der Region zugute.

Ausblick 2013: Investitionen
Die GGEW AG wird in den Ausbau ihres Erzeugungsportfolios aus Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren – gemäß mittelfristigem Acht- bis Zehn-Jahresprogramm – insgesamt rund 100 Millionen Euro investieren. Darüber hinaus liegt das geplante Investitionsvolumen der GGEW AG für 2013 in ihre Versorgungsanlagen bei 7,7 Millionen Euro (ohne erneuerbare Erzeugungsanlagen). Davon entfallen rund 2,4 Millionen Euro auf die Strom- und Gasnetze sowie 1,7 Millionen Euro auf die Wassernetze zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit. Weiterhin ist beabsichtigt, rund 1 Million Euro in den Ausbau der Glasfasernetze zu investieren.
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