Mehr Sicherheit durch Praxistraining

Am vergangenen Samstag, den 19.08.2017 waren rund um das Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Seeheim aufregende Szenen zu beobachten. Eine junge Frau lag nach einem Verkehrsunfall blutend auf dem Boden. Daneben die aufgeregt schreiende Mutter. Als der Rettungswagen nach wenigen Minuten eintraf wurde das verletzte Mädchen versorgt und abtransportiert.
Was wie eine Szene aus einem realen Unfall wirkte war zum Glück nur eine Praxisübung für die Auszubildenden zum Notfall-Sanitäter. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Seeheim wurde von der Johanniter-Unfall-Hilfe für die Auszubildenden des DRK, des ASB und der Johanniter ein Tag mit Praxistraining ausgerichtet. Bereits zum vierten Mal in Folge fand das Ganze statt. Teilnehmer waren die Auszubildende vom ersten bis zum dritten Lehrjahr aus allen Organisationen.

Die insgesamt 19 Auszubildenden, die eine Lehrzeit von drei Jahren absolvieren, standen vor unterschiedlichen Aufgaben.
So waren beispielsweise ein Verkehrsunfall und ein Unfall, bei dem der Patient mit der Rettungsschere aus einem Wagen befreit werden musste, zu vorsorgen. Rettung aus dem ersten Stock mit Abtransport über eine Drehleiter stand ebenfalls auf dem Programm. Die Klinik in Seeheim-Jugenheim war involviert mit der Verlegung eines Patienten.
Damit das Ganze möglichst realitätsnah wirkt wurden sogenannten RUD-ler (Realistische Unfalldarsteller) unter der Leitung von Katharina Heßler eingesetzt. Dank ihrer Unfall-Schminke dürften diese so manchem Passanten befremdlich vorgekommen sein.

Die Übungen wurden von den Praxisausbildern der Johanniter, Thomas Blanché und Tim Sittig, in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Seeheim ausgetüftelt. Praxisanleiterin Simin Schirkhorschidi, ebenfalls von den Johannitern, war vor Ort und half die organisatorischen Dinge am Laufen zu halten.
„Dank der guten Verbindung der Johanniter zu der Freiwilligen Feuerwehr Seeheim war es uns erst möglich, den Praxistag ausrichten zu können“, sagt Tim Sittig. „Einen besonderen Dank in diesem Zusammenhang an die Gebrüder Katzer“, ergänzt Thomas Blanché.

Das Besondere für die Auszubildenden: die Rettungsfahrzeuge waren nicht wie üblich mit einem ausgebildeten Praxisanleiter besetzt, sondern die angehenden Helfer mussten die Situation alleine bewältigen. Hier konnten die Auszubildenden den wichtigen Bereich Kommunikation proben, konnten sich darin üben, einen kühlen Kopf zu bewahren und den Überblick nicht zu verlieren. Zusammen gefasst war es ein gelungener Tag mit vielen lehrreichen Erfahrungen, der auch in diesem Jahr wieder für die Helfer von morgen in unserer Region durchgeführt wurde.
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