Der Bundespräsident, die Wasserflöhe und ganz viel Emotionen!

Stolz auf den "Goldenen Stern des Sports": Carina Kühne von den Wasserflöhen! Jörg Lindemann von der Volksbank und Bundespräsident Joachim Gauck freuen sich sichtlich mit ihr. (Foto: DOSB/BVR 2017)
 
Preisverleihung „Sterne des Sports” in Gold 2016, DZ BANK, 23.01.2017 - v.l.n.r. Alfons Hörmann (Präsident Deutscher Olympischer Sportbund), Jörg Lindemann (Vorstand Volksbank), Joachim Gauck (Bundespräsident), Carina Kühne (VSG Darmstadt 1949 e.V.), Daniela Schadt (Lebensgefährtin von Joachim Gauck), Marko Bertges (VSG) und Uwe Fröhlich (Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). (Foto: DOSB/BVR 2017)

Darmstädter Verein gewinnt Großen Stern des Sports beim Wettbewerb der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

Die Wasserflöhe aus Darmstadt haben es geschafft: Bei der Verleihung der "Goldenen Sterne des Sports" in Berlin wurde der VSG Darmstadt mit dem zweiten Platz ausgezeichnet – und erhielt vom Bundespräsidenten Joachim Gauck höchstpersönlich, sowie vom DOSB-Präsident Alfons Hörmann und Uwe Fröhlich, dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), einen goldenen Stern.

Der „Oscar“ des Breitensports

Die „Sterne des Sports“ haben sich seit ihrer Premiere im Jahr 2004 zu Deutschlands wichtigstem Breitensportwettbewerb entwickelt. Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen. Vielmehr werden Vereine und Initiativen geehrt, die sich innerhalb des Breitensports in herausragender Weise gesellschaftlich oder sozial engagieren. Projekte aus Bereichen wie Gesundheit, Jugendarbeit, Integration oder Gleichstellung werden mit der Auszeichnung von den Volksbanken Raiffeisenbanken und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gewürdigt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei geht es nicht um „höher, schneller, weiter“, sondern um Werte wie Fairness, Toleranz, Verantwortung oder Klimaschutz. Im Mittelpunkt stehen die wichtigen gesellschaftlichen Verdienste der Sportvereine und ihrer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Entscheidend sind Kreativität, Innovation und nicht zuletzt der Erfolg der Vereinsangebote.

Wasserflöhe, die abtauchen

In der integrativen Tauchgruppe „Die Wasserflöhe" beim Verein für Sport und Gesundheit 1949 Darmstadt können geistig behinderte Menschen tauchen lernen. Dabei werden sie von ehrenamtlichen Sporttaucherinnen und -tauchern unterstützt. Schon seit 15 Jahren tauchen die „Wasserflöhe“ alle 14 Tage samstags zusammen unter. „Wir wollen den Spaß am Tauchen auch behinderten Menschen vermitteln und damit der Öffentlichkeit zeigen, dass Tauchen auch mit Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung möglich ist“, sagt Marko Bertges, der die integrative Tauchgruppe ins Leben gerufen hat. „Beim Tauchen gibt es viele positive psychische und körperliche Effekte.“

Die Spannung bei der Preisverleihung war in jedem Winkel im Saal der DZ-Bank am Brandenburger Tor zu spüren. Die Wasserflöhe hatten ihre Fans dabei und auch die Volksbank Darmstadt-Südhessen war in Berlin vertreten. War es doch die Volksbank, die die Weichen für diesen Erfolg gestellt hat. Denn bei der Bank hatten sich die Wasserflöhe in der ersten Runde des Wettbewerbs beworben. Und das Angebot war so überzeugend, dass der Verein spielend die erste Hürde gemeistert hat und gleich den Großen Stern in Bronze gewonnen hatte. Dabei konkurrierten die Wasserflöhe mit 19 anderen Vereinen im Geschäftsgebiet der Volksbank Darmstadt - Südhessen. Auch der nächste Schritt, der Sieg auf Landesebene, gelang den Wasserflöhen mit dem Gewinn der Großen Sterns in Silber. Neben einem Preisgeld von 2.500 Euro löste der Verein damit auch gleichzeitig das Ticket nach Berlin für das Bundesfinale. „Wir sind sehr stolz, dass ein Verein aus unserem Geschäftsgebiet so erfolgreich war. Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die sich für andere engagieren und ein Stück Verantwortung für das Ganze übernehmen. Diese so wichtige Arbeit für mehr gesellschaftliches und soziales Miteinander unterstützen wir sehr gerne“, so Vorstandsmitglied Jörg Lindemann, der auch in Berlin mitfieberte.

Tauchen im tiefen Meer

„Wir sind einfach superglücklich. Es ist ein tolles Gefühl, nach 15 Jahren Arbeit so eine Wertschätzung zu erfahren", freute sich Projektleiter Marko Bertges. Der zweite Platz bei den Sternen des Sports ist mit einem Preisgeld von 7.500 Euro verbunden. Ein Teil des Geldes soll in die Fortbildung der Tauchlehrer investiert werden. Zudem möchte der Verein seinen Mitgliedern einen Tauchgang außerhalb des Schwimmbads ermöglichen. Taucherin Carina Kühne durfte das als erster Mensch mit Down-Syndrom schon einmal erleben. Auch sie war in Berlin dabei und schwärmt von dem einmaligen Erlebnis und der Begegnung mit dem Bundespräsidenten.

Mehr Informationen und Impressionen von der Preisübergabe in Berlin unter www.volksbanking.de/sterne


Machen Sie mit bei den Sternen des Sports 2017!
Teilnehmen können alle Vereine aus der Region, die sich mit gezielten Maßnahmen langfristig aktiv, sozial und gesellschaftlich engagieren. Bewerbungsunterlagen gibt es ab März 2017 im Internet unter www.volksbanking.de/sterne. Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2017.

Sehenswerte Impressionen von der Preisverleihung in Berlin:
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