Ausstellung: „Wenn der Stift spazieren geht“

Wann? 30.10.2016

Wo? Säulenhalle, Markt 1, 64823 Groß-Umstadt DE
Groß-Umstadt: Säulenhalle | Künstler der Nieder-Ramstädter Diakonie stellen aus

Eine feste Größe im städtischen Kulturprogramm sind die Kunstausstellungen in der Säulenhalle des Renaissance-Rathauses. Nun ist es gelungen, wieder einmal Werke von Menschen zu zeigen, die zu Stift oder Pinsel greifen, obwohl sie weder Kunstgeschichte studiert noch sich mit Kunsttheorie befasst haben, die vielleicht nicht einmal verbal kommunizieren können und in einer ganz eigenen Welt leben.

Zur Ausstellungseröffnung mit Rahmenprogramm am Samstag, den 8. Oktober 2016 um 11 Uhr ist die Bevölkerung sehr herzlich eingeladen. Die Begrüßung werden Frau Stadträtin Renate Filip, Kulturreferentin Angelika Borchert und die Vorständin der NDR, Frau Brigitte Walz-Knebel, übernehmen, für das musikalische Rahmenprogramm hat Ulric Wurschy zugesagt. Bis einschließlich 30. Oktober sind die Bilder jeweils freitags von 18-21 Uhr, samstags und sonntags von 10-18 Uhr zu sehen. Am Freitag, den 28.10. ist eine Lesung aus dem Buch „Aussortiert“ vorgesehen, auch dazu sind schon jetzt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Der Eintritt ist jeweils frei.

Die Ausstellung „Wenn der Stift spazieren geht“ zeigt Bilder von Menschen mit Behinderung. Auch sie offenbaren ihre Weltsicht, womit sie anregen, begeistern, mitunter irritieren oder gar verstören. Die Künstlerinnen und Künstler leben oder arbeiten in Einrichtungen der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD), in Erbach, Mühltal, Mörfelden, Friedrichsdorf, Groß-Bieberau, Dieburg und Reinheim. Sie kommen in Gruppen zusammen, um zu malen.

Denn die NRD fördert ihre künstlerischen Aktivitäten. Einige Künstler benötigen aufgrund ihrer Einschränkungen sehr viel Unterstützung, andere hingegen agieren absolut selbstständig. Für sie alle gilt: die Kunst bietet Entfaltung und ist ein Weg, sich auszudrücken. Im künstlerischen Schaffen kommt ihr Recht auf Selbstbestimmung zum Wirken.

Die NRD ist ein diakonischer Träger der Behinderten-, Jugend- und Altenhilfe mit über 100-jähriger Geschichte. Mit rund 2.200 Mitarbeitern an gut 50 Standorten in Südhessen und Rheinhessen ist die NRD dort aktiv, wo Unterstützung benötigt wird. Zum Beispiel mit ihren Wohnangeboten, mit Arbeitsplätzen in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) sowie in Integrationsbetrieben, aber auch mit der Entlastung von Familien und mit Beratungsangeboten.
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