Vom Stress zum Burnout

Groß-Umstadt: Stress- und Burnoutpraxis | Stress ist aus Sicht der Evolution ein lebenswichtiger Vorgang und ein wirksamer Verteidigungs- und Überlebensmechanismus. Unsere urzeitlichen Vorfahren konnten sich aus bedrohlichen Situationen oftmals nur durch blitzschnelle Reaktionen retten. Das bedeutet in der Regel Flucht oder Kampf. Der Körper bereitet Herzschlag, Atmung und Muskelanspannung auf die Mobilisierung aller Kräfte vor. Sämtliche Funktionen, die nicht zum Überleben notwendig sind, werden abgestellt. Zwar sind die „modernen Bedrohungen“ unseres Alltags nicht mehr so gefährlich wie früher, allerdings reagieren wir auch heute noch mit den gleichen Abwehrmechanismen, die wir nun als Stress bezeichnen, wobei jeder dies anders im Körper erlebt und spürt. 
Man unterscheidet zwischen negativem Stress und positivem Stress, der abhängig von unserer Bewertung gesundheitsschädlich oder gesundheitsfördernd ist. So ist z.B. das Achterbahnfahren ein starker Stressfaktor, bei dem viele Stresshormone ausgeschüttet werden. Achterbahnfahren kann für uns ein positiver (Eustress), aber auch ein negativer Stress (Distress) sein. Wenn wir diesen Nervenkitzel als positiv, aufregend und stimulierend bewerten, wenn wir voller Vorfreude auf den Nervenkitzel in die Achterbahn steigen, dann ist dies positiver Stress (Eustress) für uns und unseren Organismus. Würden wir Achterbahnfahren als belastend und gefährlich bewerten und würde man uns zwingen, permanent und unfreiwillig Achterbahn zu fahren, dann wäre dies Distress für uns.
Bei positivem Stress sind meist auch Glückshormone mit ihm Spiel. So ist das Verliebtsein ein extremer Stress. Das Herz schlägt bis zum Hals, der Blutdruck steigt, der Puls rast, usw. Gleichzeitig werden aber auch viele Glückshormone ausgeschüttet und deshalb ist das Verliebtsein ein Eustress.
Wir schätzen eine Situation oder Anforderung als belastend, gefährlich oder unkontrollierbar ein. Auf diese Anforderung reagiert unser Körper mit der Ausschüttung verschiedenster Stresshormone. Geben wir unserem Körper keine Entwarnung, indem wir die als belastend und "stressig" erlebte Situation ändern oder verlassen, dann werden die Stresshormone nicht abgebaut und die körperliche Anspannung bleibt erhalten. Der Körper befindet sich in einem Dauerstress und einem chronischen Anspannungs- und Aktivierungszustand. Verständlich, dass eine länger andauernde Stressbelastung unserem Körper nicht guttut und der Motor zu stottern anfängt. Das ist, als würde man mit einem Auto ständig am Limit fahren und sich nicht darum kümmern, dass Reifen und Ölstand noch o.k. sind. Das kann nicht gutgehen. Leistung - und erst Recht dauerhafte Höchstleistung - führt auf Dauer zu Verschleiß und einer Reihe von Stress Symptomen und Stressreaktionen unseres Körpers.
Hier nur einige der häufigsten körperlichen, geistigen und psychischen Symptome, die bei länger andauerndem Stress auftreten und zum totalen Zusammenbruch, dem Burnout, führen können. (Beachten Sie bitte: es sind natürlich auch andere Ursachen möglich): Herz- und Kreislaufbeschwerden wie Bluthochdruck, Schwindel, Herzrasen, Atembeschwerden; Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen; Störungen des Magen- Darmtraktes wie etwa Durchfall, Verstopfung, Magendruck, Reizmagen; Schlafstörungen - wie Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Ausschlafstörungen, chronische Müdigkeit, Antriebslosigkeit, geistig nicht mehr abschalten können; sich fremdbestimmt fühlen, sich hilflos fühlen, sich überfordert fühlen, sich in der Falle fühlen, sich wie in einem Hamsterrad fühlen; schlecht gelaunt, gereizt bis hin zu aggressiv sein; unzufrieden sein, lustlos sein; ängstlich sein - man befürchtet vielleicht, den beruflichen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein, entlassen zu werden; Ärger und Wut über sich selbst, über die nachlassende psychische und seelische Belastbarkeit; deprimiert sein, da man an sich und seinen Fähigkeiten zweifelt und nicht weiß, wie man eine Besserung der Beschwerden erreichen könnte.
Wenn es Ihnen schlecht geht, dann leiden nicht nur Sie, sondern auch die Menschen, mit denen Sie Tag für Tag zusammen sind. Es ist also zu Ihrem besten Wohle und dem Ihrer Mitmenschen, wenn Sie lernen, Ihre Stressbelastung zu reduzieren und damit dem Burnout, vorzubeugen
Oft ist die erste – und scheinbar pauschal für jeden Menschen geltende – Assoziation zum Thema Stress oder im schlimmsten Fall Burnout, die Notwendigkeit einer radikalen Veränderung oder sofortigen Lebensumstellung. Eine Lösung zum Verlassen der Burnoutfalle muss aber individuell mit jedem Menschen erarbeitet und umgesetzt werden. Es kann kein für die Allgemeinheit anwendbares Lösungskonzept geben – dies widerspricht jeder erfahrbaren menschlichen Individualität! Als ausgebildeter Stress- und Burnout-Coach werfe ich deshalb einen ganzheitlichen Blick auf Ihre persönliche Situation und lege damit den Grundstein für eine gemeinsame Analyse, deren formuliertes Ziel der erfolgreiche Weg zum stressreduzierten und burnoutfreien Leben ist.
Es muss nicht immer eine radikale Veränderungen Ihres Lebens sein! Achten Sie auf Ihre ersten Warnsignale, nehmen Sie diese ernst und schließen Sie für sich professionelle Hilfe nicht aus.
Stress- und Burnout-Coaching Heike Bartelmann-Bähr, Weinbergstr. 17, 74823 Klein Umstadt
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