Erfolgreiche Prüfungsabende der Judo Abteilung / Erstmalige Durchführung einer Vereinsmeisterschaft

  Nach den beiden „Mammutprüfungen“ mit weit über 20 Judoka jeweils im Dezember 2015 und 2016 ist die Anzahl der Teilnehmer bei der diesjährigen „Jahresabschluss-prüfung“ wieder auf „Normalmaß“ zurückgegangen. Zudem musste die Prüfung wegen eines zeitgleich stattgefundenen Tanzabschlussballs auf zwei Abende (15. und 22. Dezember 2017) aufgeteilt werden. Die erste Prüfungen wurde von Frank Bösenberg (1. Dan) und Lothar Anft (1. Dan) abgenommen. Bei der zweiten prüften Jochen Müller und Lothar Anft.
Nach den Prüfungsregeln des Deutschen Judo-Bundes müssen zum Erwerb eines „Kyu“ eine Vielzahl von eindeutig ausgeführten Angriffs- und Abwehrübungen gezeigt werden. Werfen und Fallen, Halten und Befreien sowie Hebeln und Würgen gehören dabei zum Grundrepertoire, zudem werden alle Anweisungen von den Prüfern in den entsprechenden japanischen Begriffen gegeben. Wichtig ist zudem - gerade für die „höheren“ Kyu-Träger -, dass auch die Übungen und Techniken der bereits absolvierten Prüfungen noch bekannt sind bzw. auch ausgeführt werden können. Hinzu kommt, dass ab dem 3. Kyu sowohl Kata (eine festgelegte Abfolge von Techniken) als auch Selbstverteidigungstechniken gezeigt werden müssen. Im Übrigen muss immer erst der jeweils nächsthöheren „Kyu-Grad“ (Gürtel) erreicht werden, ein „Überspringen“ ist dabei nicht möglich.
Um all diese Anforderungen bewältigen zu können, sind im Vorfeld eine Vielzahl von konzentrierten und disziplinierten Trainingsstunden notwendig. Diese finden für alle Judoka jeweils mittwochs und freitags in der Sporthalle der Geiersbergschule statt.
Folgende Prüflinge konnten die geforderten Techniken ordnungsgemäß vorzeigen und sich über den Erhalt des angestrebten Gürtels (den sie gleich im nächsten Training anlegen dürfen) freuen:

8. Kyu (weiß-gelber Gurt): Anton Petersheim, Fabian Forschler, Luis Walter
7. Kyu (gelber Gurt): Moritz Schnellen
6. Kyu (gelb-oranger Gurt): Katharina Büchert, Moritz Grund
4. Kyu (orange-grüner Gurt): Anton Pohl
3. Kyu (grüner Gurt): Lennart Grund, Luis Türke

Des Weiteren wurde am 22. Dezember 2017 zum ersten Mal eine Vereinsmeisterschaft der Judo-Abteilung ausgetragen. Hier stand neben dem sportlichen Erfolg natürlcih der Spaß an erster Stelle. Um einen möglichst fairen sportlichen Wettkampf zu gewährleisten, wurde von allen 17 Teilnehmern zu Beginn das aktuelle Gewicht festgestellt. Dann begannen die beiden leichtesten Judoka mit dem ersten Kampf. Der jeweilige Sieger eines Kampfes musste dann gegen den nächstschwereren Judoka antreten (ugs. „Japanischer Shiai“). Der jeweilige Kyu-Grad spielte bei diesem Modus keine Rolle. Gekämpft wurde nach den Regeln des Deutschen Judo Bundes, wonach entweder eine volle Wertung (Ippon) oder eine Aufgabe des Gegners zum (vorzeitigen) Sieg, und somit Beendigung, des Kampfes führt. Ansonsten gewinnt derjenige Judoka, der nach 4 Minuten Kampfzeit mehr Wertungspunkte erzielt hat.
Gleich zu Beginn des Wettkampfs ereignete sich Erstaunliches: Der „zweitleichteste“ Teilnehmer, Anton Petersheim, konnte nach seinem Sieg im ersten Kampf vier weitere „schwerere“ Gegner besiegen und so insgesamt fünf Wettkämpfe für sich entscheiden. Diese Leistung konnte keiner der nachfolgenden Teilnehmer mehr überbieten und so sicherte sich der junge Judoka, der erst seit einigen Monaten am Training teilnimmt, unter dem Beifall der anwesenden Zuschauer überraschend den Pokal des „Judo-Vereinsmeisters 2017“. Mit vier Siegen erreichte Fabian Katzer (1. Kyu) den zweiten Patz. Als eine von vier weiblichen Teilnehmerinnen sicherte sich die stark kämpfende Katharina Büchert mit insgesamt drei Erfolgen den dritte Platz. Alle übrigen Teilnehmer erhielten eine Medaille. Trotz einer kleineren Verletzung von Lennart Grund hatte die erstmalig ausgetragene Veranstaltung allen Beteiligten viel Spaß bereitet und dürfte in den nächsten Jahren auch ihre Fortsetzung finden.

Bericht: Hendrik Türke
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