Sehr gute Ergebnisse bei der Hessischen Judo Kata-Meisterschaft

Judoka des TV 1878 holen erneut den Meistertitel und einen hervorragenden 3. Platz

Bei den diesjährigen Hessischen Kata-Meisterschaften, die am 12.03.2016 in Maintal stattfanden, traten die Groß-Umstädter Judoka Sarina Hemer und Jochen Müller als Titelverteidiger in diesem Wettbewerb mit der Kime no kata (Form der Entscheidung und des wahren Kampfes) an. Mit Frank Bösenberg und Philipp Münchow stellte der TV 1878 Groß-Umstadt ein weiteres Paar. Die beiden "Neulinge" starteten im Wettbewerb der Katame no kata (die Form des Bodenkampfes). Insgesamt waren bei diesen Meisterschaften 25 Kata-Paare anwesend.

Frank Bösenberg und Philipp Münchow erkämpften sich bei ihrem ersten Start bei Meisterschaften eine sehr guten 3. Platz in der Katame no kata. In einer starken Konkurrenz und mit knappem Ergebnis (lediglich 15 Punkten auf Silber und knapp 30 Punkte auf Gold) zeigten sie eine durchweg gute und solide Leistung auf die sie sehr stolz sein können.
Für Sarina Hemer und Jochen Müller hieß es den letzjährig erworbenen Titel erfolgreich zu verteidigen, was beiden auch mit einem 62-Punkte-Vorsprung gelang und sie sich für ein weiteres Jahr den Titel des Landesmeisters in der Kime no kata sicherten.

Die Kime no Kata (Form der Entscheidung) ist eine Kata mit dem Schwerpunkt Selbstverteidigung, basierend auf einer Kata aus dem 16. Jahrhundert, mit der sich die Samurai auf den wahren Kampf vorbereitet und trainiert haben. In der Kime no Kata geht es um die entschiedene Verteidigung gegen Schlag- und Tritttechniken sowie die Abwehr von Messer und Schwert, sowohl im Stand als auch im Boden, die den Angreifer vollständig außer Gefecht setzen sollen. Dies wird mit Schlägen und Tritten auf Vitalpunkte, Würgetechniken und Gelenkhebel erzielt. Zur Zeiten der Samurai hätte dies schwerste Verletzungen, Immobilisierung und sogar auch Tod des Gegners bedeutet.

Die Katame no kata (Form des Bodenkampfes) ist eine Kata, die sich ausschließlich mit den Techniken des Bodenkampfes beschäftigt. Zu diesen Zählen Haltegriffe um den Gegner zu immobilisieren, Würgetechniken, die den Gegener zur Aufgabe zwingen sollen und Gelenkhebel, die ebenfalls die Aufgabe des Gegners als Ziel haben. Diese Kata wird in Deutschland zum Erreichen des 2. Dan verlangt. [jm]
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