BusinessMoms aus Mainz ziehen Aufmerksamkeit der hessischen Politik auf sich

  GUSTAVSBURG. „Vernetzung ist ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg“, davon ist Gabriele Fladung überzeugt. Und das war auch ihr Leitmotiv am Tag der offenen Tür im Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum (TIGZ) in Gustavsburg. Die Geschäftsführerin der seit 1998 existierenden Wirtschaftsförderungseinrichtung weiß, wovon sie spricht. Die Überlebensrate der im TIGZ angesiedelten Gründungsunternehmen liegt nach Aussage von Fladung bei 92 Prozent. Deutschlandweit seien es nur 50 Prozent, die die ersten fünf Jahre der Gründung überleben. Das TIGZ bietet Jungunternehmern ein erstes Zuhause. Kostenlose Beratung und Vernetzung mit anderen Firmen sind inklusive. Es seien sogar schon Unternehmen auf dem Flur gegründet worden, beschreibt Fladung ihre oft unkonventionelle, aber sehr erfolgreiche Arbeitsweise.
Der Erfolg der Unternehmen im TIGZ sei eben auch ein Erfolg der Vernetzung – hausintern, innerhalb der Region und grenzüberschreitend. Folgerichtig präsentierte die Geschäftsführerin zum Tag der offenen Tür des Gründungszentrums nicht nur Jungunternehmer aus dem Kreis Groß-Gerau, sondern auch deren Netzwerke. Besonders begrüßte sie den Verein „Businessmoms“ aus Mainz. „Wir sind ein Inspirationsnetzwerk für berufstätige Mütter und Wiedereinstiegsmütter“, stellten Daniela Bublitz und Silke Philipps-Deters ihren Verein vor. Frauen, insbesondere wenn sie Kinder bekommen, brauchen passgerechte Vernetzungsformen, betonten die beiden Mütter zweier Kinder. Die Gruppe trifft sich regelmäßig, um Erfahrungen auszutauschen.
Großes Interesse erweckten die „Businessmoms“ auch bei Tarek Al-Wazir, Spitzenkandidat der hessischen Grünen sowie bei der hessischen CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz. Die Politiker ließen sich durch die Büros des TIGZs führen. Seinen persönlichen Wunsch verewigte Al-Wazir auf einer Pinnwand der Frauengruppe: Er hofft, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bald zu einer Selbstverständlichkeit für Mütter, Väter und Kinder wird. Der Landtagswahlkampf sei seinem Familienleben allerdings nicht zuträglich, räumte er ein.
„Büroräume, Beratung und Vernetzung unter einem Dach - das ist der Garant für die 15jährige Erfolgsgeschichte des TIGZ Gustavsburg“ so Gabriele Fladung. Und auf dieser Basis wird das TIGZ weiterarbeiten zur Sicherung neuer, kreativer Gründungen im Interesse einer lebendigen und innovativen Wirtschaft.

Mehr zu den BusinessMoms Mainz unter http://www.businessmoms.de/

Das Technologie-, Innovations-, und Gründungszentrum in Ginsheim-Gustavsburg wurde 1998 ins Leben gerufen. Das ehemalige Verwaltungsgebäude der MAN bietet auf einer Fläche von 4 000 Quadratmetern Existenzgründern den passenden Raum für ihre Unternehmensentwicklung. Nicht nur Büros und Besprechungsräume, sondern auch Ateliers, Probenräume und Ausstellungsflächen stehen bereit. Der denkmalgeschützte Backsteinbau beherbergt regelmäßig 40 bis 50 Unternehmen als Mieter. Das Besondere: Auch Kleinstunternehmen mit ein bis zwei Mitarbeitern finden hier angemessene Räume. Gründungsberatung, Wirtschaftsförderung und die Vernetzung mit anderen Unternehmen sind weitere Hilfen, die das TIGZ bietet. Gesellschafter und Unterstützer des TIGZ sind die Stadt Ginsheim-Gustavsburg, die Volksbanken Rüsselsheim und Mainspitze sowie die Kreissparkasse Groß-Gerau.
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