Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft beim Odenwaldklub Heubach

100 Jahre Odenwaldklub Heubach

Aus der Arbeit des Jubiläumsvereines, der sein Jubiläumsfest am 07. August mit einem Erlebniswandertag in Heubach an der Wiesentalhalle feiert.

Nachdem die "Erbgroßherzogshütte 1913 erbaut" vom baulichen Zustand her nicht mehr erhaltenswert war und im Zuge der Flurbereinigung 1960 auch ein anderer Standort gewählt werden musste, beschließt der Vorstand des OWK Heubach am Raibacher Weg eine neue Schutzhütte zu errichten.
1965 wird die Kissinger-Wünzer-Hütte von tatkräftigen Mitgliedern des Odenwaldklubs Heubach oberhalb von Heubach errichtet und am 01. Mai 1965 mit einem Grillfest eingeweiht. Zum 100 jährigen Vereinsjubiläum wurde die Hütte nun neu eingedeckt, renoviert und erhielt ein neues geschnitztes Namensschild an der Giebelseite über dem Eingang. Um die Pflege dieser Hütte und dieses besonders schönen Aussichtspunktes kümmern sich Heinz Fischer, Eduard Karn und Georg Bischoff.

Mit Unterstützung der Baumschule Schorr und dem Hessenforst ist die "Jubiläums-" Traubeneiche neben der Hütte gepflanzt worden und an der Frühwanderung am 02. Juni wurde eine Hinweistafel mit der Aufschrift "100 Jahre Odenwaldklub Heubach 1911 - 2011" vom Vorsitzenden und den Mitgliedern des OWK Vorstandes enthüllt. Mit "Freibier" von der Schmucker Brauerei wurde dieser Anlass gebührend mit den anwesenden Wanderfreunden aus nah und fern gefeiert.

Viele Wanderer sind der Meinung, dass in Pressemitteilungen sich der Fehlerteufel bei dem Wort "Wünzer" eingeschlichen hat. Dies ist aber nicht der Fall und darum möchte der Odenwaldklub Heubach diese Namensgebung Kissinger und Wünzer hier einmal erläutern.

Professor Rudolf Kissinger geb. am 30.05.1866 in Darmstadt.

1906 beginnt er bereits mit den ersten Schülerwanderungen in Darmstadt und leitete von 1914 - 1931 die Eleonorenschule als Direktor. Am 25.05.1913 veröffentlichte er die erste Dorflinde (Klubzeitschrift des Odenwaldklub) und leitete die Redaktion bis zu seinem Tode am 11.02.1944. Bei diesem Bombenangriff wurde auch das gesamte Archiv- und Materiallager des Odenwaldklubs vernichtet.

Oberamtsrichter Rudolf Wünzer am 17.12.1862 geboren

1903 übernimmt Rudolf Wünzer den Vorsitz im Ausschuß für Wegebezeichnung im Odenwaldklub bis zu seinem Tode am 20.01.1929. Der Wald-Michelbacher Oberamtsrichter war vielen im Odenwald bekannt: mit seiner unvermeidlichen Pfeife im Mund, oft im Wettermantel mit seinem legendären Dackel unterwegs. So verstand er es auch, sich das Vertrauen der Bevölkerung zu erwerben. Einen Teil seines reichhaltigen Erlebnisschatzes hat Wünzer 1924 in seinen “Wandererinnerungen“ niedergeschrieben: "Fürwahr, unser Odenwald ist reich an landschaftlichen Schönheiten ganz eigener Art, denen sich kein fühlendes Herz verschließen kann."

Beide Namensgeber haben für ihren Einsatz in der Jugendarbeit, die Wegemarkierung und die Dorflinde diese Anerkennung von der Ortsgruppe Heubach erhalten.

Der Gesamt-Odenwaldklub markiert zur Zeit über 14 000 km Rad- und Wanderwege im Vereinsgebiet. Auch die Ortsgruppe Heubach ist darin eingebunden und hat nach Heinrich Seitz (von 1978 – 1987) wieder einen engagierten Wegemarkierer gefunden, Heinz Fischer. Ihn unterstützen Eduard Karn und Georg Bischoff.

Neben den Unterhaltungsmaßnahmen an der Kissinger-Wünzer-Hütte kümmert sich der Verein auch noch um die OWK Rast- und Brunnenanlage am Jägersberg. Auch werden die vom Odenwaldklub Heubach errichteten 27 Ruhebänke in der Gemarkung gepflegt und instand gehalten. Liebe Leser sie sehen der Odenwaldklub Heubach hat ein vielfältiges Angebot. Sollten Sie Spaß und Freude daran haben den OWK Heubach aktiv oder auch nur durch einen Beitritt in den Verein ideell zu unterstützen, dann melden Sie sich doch ganz einfach bei einem der Vorstandsmitglieder oder beim 1. Vorsitzenden Mathias Bahlecke Tel.-Nr.: 06078/911790 oder per Mail an OWK@Bahlecke.de
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.