Der Druide aus dem Odenwald und die singenden Steine von Annelsbach

Höchst im Odenwald: Steinexylophon | Wer ist dieser Mensch, der sich seit Jahrzehnten mit der magischen Kraft der Steine beschäftigt?
Auf seiner Visitenkarte liest man die mysteriösen Bezeichnungen „baubiologischer Gesundheitsberater, Energiearbeiter, Andersdenker und Berater für das Unbekannte.

Sein Name ist Heiko Wenner und Kenner bezeichnen ihn auch als den „Druiden aus dem Odenwald“. Ich war neugierig und wollte wissen, was sich hinter diesem geheimnisvollen Mann verbirgt und besuchte ihn in seinem Wohnort Annelsbach, einem zauberhaft in einem Tal eingebetteten Ortsteil von Höchst im Odenwald.

Ich klingelte und nach nur kurzer Wartezeit öffnet ein freundlicher Mann mittleren Alters die Haustür und bittet mich herein. Mir kommt es so vor, als ob wir uns schon sehr lange kennen würden und in mir entsteht ein Gefühl des Wohlbehagens, des Willkommenseins und einer großen Vertrautheit zu diesem Menschen, von dem ich bis dato nur von Dritten etwas hörte.
Er führt mich in das Wohnzimmer, das er als seinen Ort der Kraft bezeichnet, dort, wo er die Energie für sein Tun schöpft. Durch mehrere große Fenster genieße ich den wunderschönen Blick über den Odenwald.
“Ich brauche diesen Weitblick und die Kraft der Natur und alles finde ich hier an diesem schönen Ort”. Dies zeigt er mir mit einem strahlenden und ehrlichen Ausdruck der Dankbarkeit.
“Ich komme hier mit den Menschen gut zurecht. Meine Frau und ich wurden hier sofort aufgenommen und das ist sehr wichtig für uns. Ich bin ungefähr 50 km von hier in Biebesheim am Rhein aufgewachsen. Meine Großeltern hatten einen Bauernhof, wo ich als Kind oft meine Zeit verbrachte. Ich liebe die Natur, die Menschen, Tiere und Pflanzen und schöpfe meine Kraft daraus. Als ich Kind war, kamen die Tiere (Pferde, Kühe, Hunde oder Katzen) oft zu mir und drehten sich so lange um mich herum, bis ich meine kleinen Hände an der Stelle hatte, wo ihnen etwas schmerzte.
Mein Vater musste schwer arbeiten und wenn er abends nach Hause kam, dann fragte er mich oft, ob ich meine Hände auf seinen Rücken legen könne, das täte ihm gut. Damals war ich vielleicht 5 oder 6 Jahre alt. Für mich war das nichts Besonderes aber im Laufe der Zeit kamen immer mehr Menschen auch mit ernsthaften Krankheiten zu mir und fragten mich, ob ich ihnen helfen könnte”.
“Na ja, mit meinen Impulsen haben sie sich schließlich selbst geholfen. Ich sehe mich lediglich als Impulsgeber und Energielenker”, meint der bescheidene Mann mit einem liebevollen Lächeln im Gesicht.
Ich nannte ihm nun meinen eigentlichen Grund des Besuchs und so führte er mich in dem märchenhaft angelegten Garten an eine Stelle, wo viele Steine in Form von Stehlen auf Rundhölzern aneinandergereiht lagen. Die Steine schimmerten im Sonnenlicht smaragdgrün und sie schienen etwas Besonderes und Geheimnisvolles in sich zu verbergen.
Er nahm einen Gummihammer und schlug sanft auf den ersten Stein. Ich war sehr überrascht, ja wie verzaubert, als ich dem wunderschönen Klang, der dieser Stein hervorbrachte nachlauschte. So etwas hatte ich zuvor noch nie gesehen oder gar gehört. Ich versuchte es selbst, eine Melodie auf dem Steinexylophon zu spielen. Die Steine sind nach Tonlage gelegt. Ein Orgelspieler hat mir dabei geholfen und es fehlen mir jetzt nur noch 2 tiefe Töne und dann ist die Tonleiter komplett, erzählte er mir ganz stolz. Die Einheimischen bezeichnen dieses Werk als die „Singenden Steine von Annelsbach“ und sind nach wie vor selbst sehr erstaunt, dass es so etwas Schönes und Klangvolles in ihrer Gemeinde gibt.
Ursprünglich wollte ich die Steine als Stehlen im Garten verbauen aber wie durch ein Wunder fiel mir ein Stein beim Abladen auf ein Eisenstück was auf der Erde lag. Ich spürte die Schwingung und hörte den Klang des Steines. Ich holte mir einen kleinen Hammer und schlug ganz sanft auf die Stehlen. Bemerkenswert war, dass nicht jeder Stein einen Ton hervorbrachte. Ich legte die Steine nach ihrer Tonart aneinandergereiht auf zwei Rundhölzer. Die Idee des Steinexylophons war geboren.
Ich war sehr berührt und fühlte mich so unbeschreiblich gut, dass ich gar nicht mehr gehen wollte.
Eine Fortsetzung über das Geheimnis der Steinkreise folgt in der nächsten Ausgabe.
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