Meine Vertreibung aus dem hessischen Schuldienst und das Berufsverbot daselbst

    Südhessen: Schulen | Vielleicht kann sich der eine oder der andere Leser daran erinnern, dass ich über mehrere Jahre im Hessischen Schuldienst war. Aufgrund des Lehrermangels versuchte das Land Hessen sogar, auf unseriöse Weise Lehrer aus anderen Bundesländern abzuwerben. Auch mich hat man angelockt, nachdem ich jahrelang in der Chemischen Industrie tätig gewesen war. Doch der Schuldienst bekam mir nicht gut. Das lag nicht an den Schülern. Selbst mit schwierigen Offenbacher Hauptschulklassen, die kein verbeamteter Lehrer unterrichten wollte, kam ich zurecht. Mehr noch: Sie machten in ihrer ruppigen Art gegen meine Kündigung Protest. Sie wollten weiterhin von mir unterrichtet werden. Dies brachte mir eine Abmahnung durch das Schulamt ein. Ich hätte die Schüler aufgehetzt, war die Begründung. Zwei Beraterinnen der Agentur für Arbeit kamen unabhängig voneinander zu dem Schluss: Die wollen Sie nicht.
Doch welcher Politiker steckte dahinter?
Es wurde mir zugeflüstert, die CDU-Landtagsabgeordnete des Odenwaldkreises stecke dahinter.Daher schrieb ich an Frau Judith Lannert (MdL) den nachfolgenden Brief mit der Bitte um Stellungnahme und dafür Sorge zu tragen, damit mir das entgangene Gehalt nebst Zinsen nachgezahlt sowie Schadenersatz und Schmerzensgeld geleistet werden.
Auf mein Schreiben erhielt ich keine Antwort. Ich setzte der Landtagsabgeordneten eine Frist und erhielt nur die Eingangbestätigung. Als die Frist verstrichen war, setzte ich eine Nachfrist. Nach einigen Tagen kam der Brief mit dem Vermerk zurück, der Empfänger sei unter der angegebenen Adresse nicht zu ermitteln. Das wunderte mich sehr, handelte es sich doch um das CDU-Büro in der hauptstraße in Erbach.
Was halten Sie, die Leser von "Mein Südhessen", davon ?


Frau
Judith Lannert, MdL      Höchst, den 19. April 2017
Hauptstraße 59
64711 Erbach im Odenwald



Meine Vertreibung aus dem hessischen Schuldienst
Hier: Gehaltsnachzahlung, Schadenersatz und Schmerzensgeld

Sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete Judith Lannert,

sicherlich haben Sie von Mobbing meiner Person aus dem hessischen Schuldienst durch die Schuladministration gehört. Es fing im Schuljahr 2005/2006 an der Ernst-Göbel-Schule in Höchst im Odenwald an. Obwohl mich der damalige Schulleiter, Herr Georg Hoffmann, bekniete, dass ich in seinen Schuldienst eintrete, mir eine Lateinklasse übertrug und mich mit Vertretungsstunden überhäufte, was meinem Arbeitsvertrag widersprach, zitierte er mich nach einiger Zeit ständig zu sich. Stets warf er mir vor, es habe wieder massive Beschwer-den über mich gegeben. Auf meine Nachfrage, worum es denn gehe, konnte er keine Angaben machen. Die Namen der Beschwerdeführer durfte er angeblich nicht nennen. Schon hier muss man sich fragen, was für ein Pädagoge der Herr Schulleiter war: Man kann sich doch nur dann verbessern, wenn man weiß, was schlecht war und wie es besser zu sein hätte. Aber es ist ja bekannt, wie manche auf ihre Posten kommen.
In der Folgezeit spielte sich Merkwürdiges an dieser Schule ab:
Der Schüler Dennis Dubinitzky warf mir eine volle Flasche an den Hinterkopf. Obwohl dies viele Schüler gesehen hatten und bezeugen wollten, reagierte der Herr Schulleiter trotz mehrerer Nachfragen meinerseits nicht darauf. Später begründete er seine Untätigkeit mit dem Fehlen einer schriftlichen Schilderung des Tathergangs.
Ich fragte Schüler und Eltern nach Beschwerdegründen; sie verneinten dies. Ich wurde von Eltern angerufen, um mir mitzuteilen, dass ihre Kinder von mir begeistert seien und sie nichts mit etwaigen Beschwerden zu tun hätten. Eine Mutter, eine alleinerziehende Juristin, die für ihr Beschwerdewesen bekannt war, rief mich heulend, dass sie nie etwas gegen mich oder meinen Unterricht gesagt hätte, auch wenn ihr dies andere Eltern vorwerfen würden...
Von einem Mitglied der Schulleitung wurde mir unter vorgehaltener Hand mitgeteilt, dass ei-ne einflussreiche Politikerin aus dem Odenwaldkreis dahinter stehe und gegen mich Druck mache.
Mit dem Schuljahr 2007/2008 kam ich an die Edith-Stein-Schule nach Offenbach am Main. Als Gymnasiallehrer wurde ich dort fast ausschließlich im Haupt- und Realschulbereich eingesetzt, speziell in schwierigen Klassen. Ich bekam jede Menge Stunden übertragen, wurde aber nur für 25,5 Stunden entlohnt, und die Stundenvergütung für meinen Besuch des Latein-Weiterbildungskurses würde mir vorenthalten. Auch hier gab es merkwürdige Auswüchse. Die Personalratsvorsitzende hetzte ihre Hauptschüler dahingehend auf, dass sie nicht von einem Gymnasiallehrer unterrichtet werden wollen. Die GEW-Vorsitzende dieser Schule erklärte ihren Schülern, sie bräuchten bei mir nichts zu lernen, denn sie würde meine Zeugnisnoten durch die jeweiligen Vorjahresnoten austauschen. Einige glaubten ihr dies. In meiner Chemie-Stunde wollten drei Schüler unbedingt Skat spielen. Ich verbat mir dies. Daraufhin stand einer von ihnen, ein hochgewachsener Russlanddeutscher namens Dimitri Schulz, auf und sagte, er gehe sich jetzt beim Schulleiter, Herrn Dr. Stürzer, beschweren, wobei er den Saal verließ. Nach einiger Zeit kehrte er zurück und erklärte, der Schulleiter habe ihnen das Skatspielen erlaubt. Daraufhin entgegnete ich ihm auf Russisch. Dies saß. Der Schulleiter behauptete natürlich das Gegenteil.
Vor den Weihnachtsferien 2007/2008 wurde ich durch die Schulleitung zur eigenen Kündigung genötigt. Beweis: Anlage 1
Dies tat ich aber nicht. In den Weihnachtsferien erhielt ich dann die Kündigung, die von wahrheitswidrigen Gemeinplätzen nur so strotzte. Weil die Schüler wegen der Kündigung meiner Person oft lautstark protestierten, insbesondere einige Hauptschulklassen, erhielt ich noch vor dem Arbeitsgericht die mündliche Abmahnung, ich hätte die Schüler aufgehetzt. Dabei war ich doch gar nicht mehr an der Schule gewesen. Der Richter am Arbeitsgericht Offenbach erkannte sofort die Gemeinplätze in der Kündigungsbegründung. Auch fragte er nach, warum das Schulamt den Vorwurf der Überlastung erhebe, während mir gleichzeitig Mehrarbeit aufgebrummt und die Stundenvergütung wegen des Lateinkurses verweigert werde.Beweis: Anlage 2
Ich gewann diesen Prozess vor dem Arbeitsgericht Offenbach. Sogleich ersann das Staatliche Schulamt einen neuen Kündigungsgrund: Ich hätte die Justiziarin, Frau Alexandra Flach, beleidigt. Tatsache war, dass ich mich über ihre falsche Gehaltsabrechnung beschwerte und dies auch den Kolleginnen und Kollegen des Latein-Weiterbildungskurses mitteilte. Hier stellte das Arbeitsgericht Offenbach fest, dass ich um die korrekte Entlohnung gebracht worden war. Beweis: Anlage 3
Doch das Staatliche Schulamt ging in Berufung. Vor dem Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main wurde ich ohne Rücksicht auf die Vorinstanz zu einem Vergleich genötigt. Beweis: Anlage 4
Möglicherweise heißt das Landesarbeitsgericht deshalb Landesarbeitsgericht, weil es die Interessen des Landes Hessen vertritt.
Mir wurde ein Zeugnis der Note 2 durch das Staatliche Schulamt ausgestellt.àBeweis: Anlage 5
Gleichzeitig wurde ich in die „Informationsliste der Zentralstelle Personalmanagement (ZPM)“ aufgenommen, die „ungeeignete“ Lehrkräfte auflistet und einem Berufsverbot gleich-kommt. Beweis: Anlage 6
Eine ausgeschriebene Lehrerstelle darf nicht an einen in dieser Liste genannte Person ver-geben werden, wie das ZPM auf Anfrage mitteilte.
Mein Fall wurde von der Frankfurter Rundschau thematisiert. Beweis: Anlage 7
Eingedenk der Reaktionen er Schüler zu meinen Gunsten stellte ich Strafantrag gegen die Spitze des Staatlichen Schulamtes für die Stadt und den Landkreis Offenbach am Main. Das Verfahren wurde eingestellt, weil den Beschuldigten nur ein geringer Grad von Schuld träfe. Beweis: Anlage 8
Aus Juristenkreisen wurde mir mitgeteilt, dies bedeute, dass die Beschuldigten in höherem Auftrag handelten und sie so nur eine geringe Schuld trifft.
Zwischenzeitlich wurde mir zugetragen, dass Sie, Frau Landtagsabgeordnete Judith Lannert, hinter all diesem Mobbing meiner Person stünden. An der Aufrichtigkeit des Informanten ist nicht zu zweifeln. „Was wollen Sie denn, dahinter steckt doch die CDU-Landtagsabgeordnete des Odenwaldkreises...“
Wie dem auch sei, ich verlange von Ihnen, Frau Landtagsabgeordnete Judith Lannert, dafür zu sorgen, dass mir das entgangene Gehalt nebst Zinsen nachgezahlt und die mir damit zugefügten Schäden und Schmerzen entgolten werden.
Entsprechende Forderungen habe ich dem Staatlichen Schulamt bereits mitgeteilt. Beweis: Anlage 9

Zu Fragen Ihrerseits stehe ich Ihnen unter der Rufnummer: ++49 (0) 16091077434 gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Helmut Klezl
(Opfer weiblicher Gewalt)


9 Anlagen
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