Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen, Teil 3

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Kommentar zum Beitrag „Wo war die Kontrolle?“ im aktuellen SPD-Newsletter des Ortsvereins SPD Seeheim-Jugenheim, Ausgabe August 2012


Knapp 400 Leser – auf „Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen, Teil 1“ – da waren einige wohl ganz schön nervös.

Meine gelegentlichen Beiträge hier in diesem Medium ergeben einen Sinn. Sie dokumentieren zu verschiedenen Themen den Sach- und Meinungsstand. Im Zeitablauf, nicht lückenlos, aber in einem Zusammenhang. Und ich freue mich (bisweilen beschämt es mich), dass so viele Menschen hier lesen.

Mich amüsiert, dass Sie, Herr Wolfgang Weber, sich auch weiterhin nicht entblöden, von mir abzuschreiben. Offenbar getrieben, aber mit dem üblichen Zeitverzug und dem Stilmittel des vermeintlich arglosen Fragens sind Sie bemüht hier das Image des aufrechten Aufräumers aufzubauen. Der Versuch scheitert und ist billig. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger durchschauen das. Die SPD ist ein essentieller Teil des Seeheim-Jugenheimer Morastes.

Dabei wissen Sie doch sehr genau, was die Wahrheit ist.

Sie und die nachfolgend aufgeführten Personen „liegen falsch“, wenn Sie behaupten, von allem nichts gewusst zu haben.

KLARTEXT.

Bürgermeister Kühn weiß um die gegenständlichen Missstände seit dem 31.01.2010. Natürlich ist der Gang über die Presse seine Art von Befreiungsschlag. „Seht her, ich habe das Heft des Handelns in der Hand, und greife hart durch.“ Unlauter und selbstredend unfair gegenüber so manchen MitarbeiterInnen der Gemeinde, die zu Bauernopfern gemacht werden.

Das Bauamt in Person von Frau Sund und Herrn Klaus Weber („ach, hör mir auf, ich will´s gar nicht hören“) weiß von diesen Vorwürfen ebenfalls seit vielen Monaten. Die haben stets bewusst weggeschaut, und damit einer Schadensausweitung billigend zugesehen. Wissen Sie was? Ich warte auf den Tag, an dem dieser Fachbereich Mehrwert für die Gemeinde und seine Bürgerinnen und Bürger kreiert. Fehlbesetzungen.

Aus dem aktuellen Gemeindevorstand weiß mindestens Herr Ganzert von diesen Vorwürfen. Im Detail und über viele Monate hinweg. Und natürlich sind die in der Presse erwähnten Indizien wie das „Copy-/ Paste-Werk“ aus eBay ihm detailliert bekannt gewesen. Stattdessen Dackelblick, Wichtigtuerei und dummes Zeug-Gerede. Unsäglich. Vielfach belegbar, auch in anderen Zusammenhängen.

Würde ich nun die bereits erwähnten und wissenden Parteienvertreter hier allesamt aufführen, ich käme aus dem Schreiben nicht mehr raus. Herr Weber, Sie, Ihr Parteifreund Grimm der immer nur stammelte, „das glaub´ ich alles nicht“. Herr Nawrath, unser Burgen- und Schlösserfreund in der ihm eigenen Wahrheit und Bewusstseinswelt. Wie gesagt, ich könnte fortsetzen. Es ist alles so verschroben.

Ich stelle Komplettversagen der genannten Personen fest. Sie haben diese Machenschaften durch ihre Untätigkeit („Wo war die Kontrolle? – Richtig, Herr Weber, aber was war und ist denn Ihre Rolle in diesem Schmierentheater?) mit ermöglicht, und Schaden über die Gemeinde und den Steuerzahler herein gebracht. Sehenden, feigen, vielleicht faulen Auges.

Betont werden muss in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass es auf dem Bauhof anständige, ehrbare Mitarbeiter gab und gibt, die in diesem System lange genug gelitten haben. Was sollen „die Kleinen“ denn machen, wenn „die Großen“ wegschauen?

Und was doch schlimm für Ihre sozialdemokratische Seele sein muss, Herr Weber, und das meine ich tatsächlich ohne Häme: Sie haben mit der Tolerierung dieser Machenschaften, den Schwachen und Benachteiligten in unserem Landkreis Schaden zugefügt. Wir reden hier von Hartz IV-Empfängern und Minderqualifizierten bei Azur. Erbärmlich.

Eine aufrichtige Entschuldigung, die man dann bewerten müsste, wäre das Mindeste. Rücktritt, Versetzung … soweit möchte ich nicht gehen, es steht mir auch nicht zu. Ich und auch viele andere Mitbürgerinnen und Mitbürger haben es jedenfalls satt, die Geschicke dieser Gemeinde von solchen Leuten beeinflusst und geleitet zu sehen.

Ich selbst erachte es hier in dieser Angelegenheit seit Kenntnisgabe an Herrn Kühn nicht mehr als meine Aufgabe, hier zu weiterer Aufklärung beizutragen. Mehr als ich getan habe, geht nicht.

KLARTEXT. In dieser Angelegenheit zum letzten Mal.

Und schon gar nicht um den Preis anonymer Drohanrufe und beschädigter Autos.
Es gibt schließlich noch weitere Skandale in dieser Gemeinde.

Schließlich und endlich ist der verhökerte Elektroschrott auf dem Bauhof auch nur die Spitze des dortigen Eisbergs.
5 Kommentare
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Stefan A. Koch aus Jugenheim | 25.08.2012 | 08:25  
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Stefan A. Koch aus Jugenheim | 11.09.2012 | 05:40  
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Stefan A. Koch aus Jugenheim | 15.09.2012 | 05:23  
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Stefan A. Koch aus Jugenheim | 27.09.2012 | 06:08  
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Stefan A. Koch aus Jugenheim | 14.10.2012 | 16:06  
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