„Herr, zu wem sollen wir gehen?“ Büttelborner Katholiken unterwegs auf dem Eucharistischen Kongress in Köln

Imposantes Gebäude: Der Kölner Dom.
 
Büttelborner Pilger in der Kölner Kirche Groß St. Martin.
Was auf dem ersten Blick recht nüchtern nach einer Fachtagung klang, war ein großes Glaubensfest. Unter dem Leitwort: “Herr, zu wem sollen wir gehen?“, aus dem Johannesevangelium trafen sich vom 05. bis 09. Juni 2013 tausende Katholiken aus Deutschland in Köln. Veranstalter war die Deutsche Bischofskonferenz, Gastgeber das Erzbistum Köln. In der Domstadt gab es die verschiedensten Angebote und Veranstaltungen, z.B. Gottesdienste, Gespräche und theologischen Vorträge, ein vielfältiges Kulturprogramm, Konzerte, Diskussionsrunden, ein Jugendfestival und caritative Projekte. Es gab Gelegenheiten zu Austausch, Gebet, Glaubensvertiefung und Begegnungen. Über 40.000 Gläubige aller Altersgruppen nahmen an den fast 800 Einzelveranstaltungen teil und zeigten wieder einmal wie bunt und vielfältig die Katholische Kirche ist.
Auch eine kleine Gruppe aus der Katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus von der Flüe Büttelborn nutzte am Samstag (08. Juni) die Gelegenheit und nahm an einigen Veranstaltungen teil. Bereits morgens um 7.00 Uhr starteten die Büttelborner Pilger mit dem Pfarrbus in Richtung Köln. Zuerst besuchten die sie eine Katechese mit dem Berliner Erzbischof, Rainer Maria Woelki, in der Kirche Groß St. Martin, die unweit von Dom und Rhein liegt.
In seinem Vortrag stellte der Berliner Kardinal die Communio (Gemeinschaft) mit Jesus Christus und untereinander in den Mittelpunkt. Kardinal Woelki bezeichnete die Eucharistie als „Geschenk des Herrn“. In Anknüpfung an das Leitwort des Kongresses: „Herr, zu wem sollen wir gehen“, ergänzte er: „ Zu dem, der uns entgegen kommt.“ Aus der Eucharistie könne man „Kraft schöpfen im Alltag, ein Leben lang“. Im Anschluss an die Katechese feierten mehrere hundert Gläubige gemeinsam mit Kardinal Woelki einen Gottesdienst.
Auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom wurde nachmittags ein interessantes und abwechslungsreiches Bühnenprogramm geboten. Musik, Diskussionen und Informationen wechselten sich ab. Die Büttelborner Pilger nahmen am frühen Abend noch an der eucharistischen Anbetung und der Vesper in Groß St. Martin teil. Auch dabei war die Kirche wieder bis auf den letzten Platz gefüllt.
Der Tag endete auf dem Roncalliplatz vor dem Dom. Während dort auf der Bühne unter dem Thema: "Brot - Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit" eine hochkarätig besetzte Runde über Verantwortung im Umgang mit unserer Nahrung diskutierte, wurde an den Tischen Brot, Öl verschiedene Salze und Wasser als Symbol der Gemeinschaft gereicht. Gestärkt an Leib und Seele, und froh diesen langen Tag auf sich genommen zu haben, traten die Pilger aus Büttelborn dann wieder die Heimreise an.
Stichwort: Eucharistie
Das Wort Eucharistie stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Danksagung". Die Feier der Eucharistie erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung. Dabei teilte er den Jüngern Brot und Wein aus und sprach die Worte „Das ist mein Leib. Das ist mein Blut" sowie „Tut dies zu meinem Gedächtnis". Bereits die frühen Christen begingen diese Mahlfeier in Erinnerung an diesen Auftrag. Nach katholischer Auffassung ist Jesus Christus in den Zeichen von Brot und Wein real gegenwärtig. Im Teilen des einen Brotes wird die Einheit der Gläubigen verkündet, und in der Kommunion empfangen sie den Leib und das Blut des Herrn wie einst die Apostel aus der Hand Jesu Christi. Als Sakrament gehört die Eucharistie wie auch Taufe und Firmung zu den so genannten Einführungssakramenten. Kinder katholischer Konfession können die Eucharistie in der Regel mit neun bis zehn Jahren nach ihrer Erstkommunionfeier empfangen.
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