Draisinenfahrt war ein Erlebnis für die Tänzer

Einen unerwarteten Zwischenstopp mussten die Tänzer auf ihrer Draisinenfahrt einlegen
Nach Mörlenbach im Odenwald führte der diesjährige Ausflug der Tanzsport-Abteilung der Turnerschaft Klein-Krotzenburg (TKK). Mit dem Bus gelangten die Teilnehmer bis zum dortigen Draisinen-Bahnhof. Insgesamt 15 Gefährte warteten dort auf die Gäste. In jedem hatten bis zu acht Personen Platz. Vier Draisinen hatten die Tanzsportler gebucht. Alle übrigen waren ebenfalls im Voraus bestellt.

Bei den Solardraisinen handelt es sich um Hybrid-Schienenfahrzeuge. Deswegen benötigt man wenig Kraft, um den Tretgenerator zu bedienen. Die gespeicherte Solarenergie unterstützt den Antrieb. 15 Stundenkilometer beträgt die Höchstgeschwindigkeit. Jede Draisine benötigt einen Chauffeur, der für die Fahrt verantwortlich ist. Nach der Einweisung der Fahrer über die Technik und die Verkehrsregelungen beim Kreuzen von Straßen und Wegen ging es auf die knapp zehn Kilometer lange Strecke. Mit einem Sicherheitsabstand von etwa 50 Metern bewegte sich die Draisinen-Karawane auf der bergauf führenden Schienenstrecke in Richtung des Ziels Wald-Michelbach. Die beruhigende Geschwindigkeit ließ genug Zeit, die Aussicht zu genießen. Drei Viadukte waren zu überqueren und zwei Tunnels zu durchfahren.

Die gute Stimmung wurde jäh gestört, als die zweite Draisine auf halber Strecke plötzlich stoppte und begann sich zurückzubewegen. Alle Versuche, das Problem zu beheben, scheiterten. Auch die Anweisungen der Betreiber über das Not-Telefon brachten nichts. Der Unimog als Abschleppfahrzeug musste aus Wald-Michelbach anrollen. Die Zwischenzeit nutzten die Insassen der anderen Draisinen, die ja ebenfalls stehenbleiben mussten, um nachzusehen, was passiert war. Von der nicht eingeplanten Wartezeit ließ sich aber niemand die gute Stimmung verderben. Mit der Abschleppstange am Unimog gelangte das streikende Fahrzeug schließlich sicher in den Zielbahnhof. Dort stellten die Techniker fest, dass der Akku leer war.

Nach einer Rast im Eis-Café fuhr der Bus die Tänzer zu einem Berggasthof, wo sie sich stärken konnten. Gut gelaunt machte sich die Truppe danach auf den Heimweg.
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