In der Nacht auf Zanderfang

Der Zander ist los. Nachtangeln auf Zander wird immer beliebter. (Foto: jackmac34/ pixabay.com)
Der Sommer ist auch dieses Jahr heiß und wärmt die zahlreichen Gewässer bis über 20°C auf. Zum Vorteil für viele Badegäste, aber zum Nachteil für den Angelsport. Denn der Sommer wird auch als „Sommerloch“ bezeichnet. Viele Fische, unter anderem auch der Zander, sind im Sommer selten am Tag aktiv. In der Nacht gehen einige Räuber auf Jagd, wobei der Zander eine große Herausforderung im Sommer darstellt. Das Nachtangeln öffnet für Angler einige Türen beim Zanderfang.

Ein unberechenbarer Räuber

Der Zander (Sander lucioperca), auch Hechtbarsch und Fogosch genannt, ist weit verbreitet. Er kommt in Norden und Osten Europas, sowie in Russland vor. Der Zander bevorzugt tiefe Gewässer mit mindestens drei Meter Tiefe und hartem, sandigem Boden. Er ist in salzarmen Teilen der Ostsee, in Flüssen und Seen anzutreffen. Als nachtaktiver Jäger, frisst der Zander kleine Beutefische und Fische der eigenen Art. Als Jungtier frisst dieser Räuber tierisches Plankton und Fischbrut. Sein wesentliches Merkmal und Hilfsmittel ist die reflektierte Pigmentschicht in den Augen, die dafür sorgen, dass der Zander auch im Dunkeln seiner Beute auflauern kann. Um den Zander an den Haken zu bekommen, muss das Gewässer gut erkundet und die Hotspots abgefischt werden. Am Tag ist der Zander häufig in der Tiefe anzutreffen, bei Nacht schwimmt er auch mal an die obere Gewässerschicht. Dabei bleibt dieser Räuber eine große Herausforderung, sogar für Profis.

Wichtig: Die Schonzeit des Zanders beginnt im April und endet im Mai. Andere Bundesländer können davon abweichen. Daher ist es wichtig, vorab zu prüfen, wie die Schonzeit und der Mindestmaß des Zanders sind.


Gezielt in der Nacht angeln

Das Nahrungsangebot ist im Sommer groß. Die Brut zahlreicher Insekten wird zur Hauptnahrung vieler Fische. Zwar ist der Zander ein Räuber wie er im Buche steht, frisst neben kleine Fische auch Mückenlarven und andere Wasserinsekten. Auch die Fischbrut im Frühjahr beginnt jetzt zu wachsen und wird für den Zander zur Beute. Kurz gesagt: Der Zander muss im Sommer nicht verhungern. Ganz im Gegenteil, durch die große Nahrungsaufnahme ist der Zander eher träge und hält sich hauptsächlich in der Tiefe auf. Dort ist er vor der Sonneneinstrahlung und dem aufgewärmten Wasser geschützt. In der Nacht schwimmt der Räuber auch mal an die obere Wasserschicht. Hier ist es wichtig, mit einem kleineren Köder den Zander an den Haken zu locken. Dieser sollte ein auffallender Leckerbissen für den Räuber sein und keine große Mahlzeit bilden. Die Köderführung ist beim Nachtangeln ausschlaggebend für den Erfolg am See. Um den Köder so zu imitieren, dass der Räuber anbeißt, ist es gut zu wissen, dass die kleinen Beutefischen blitzschnell schwimmen. Mit monotoner und mäßiger Geschwindigkeit geht der Zander unter der Rutenspitze an den Haken.

Tipp: Die Auswahl an Zanderköder ist enorm, daher ist eine professionelle Beratung oft ein großer Vorteil, um den richtigen Köder für diesen Raubfisch zu finden.

Drei Tipps für heiße Stellen

• Beleuchtete Brückenpfeiler
• Flache Uferbereiche
• flache Buhnenfelder
• Hafenbecken

Fazit

Der Zander ist ein unberechenbarer Räuber, der besonders im Sommer nicht leicht zu fangen ist. Denn in der heißen Jahreszeit wird der Zander am Tag träge und geht in der Nacht auf Jagd. Wichtig dabei ist, den richtigen Köder zu wählen, der in diesem Fall ein kleiner Wobbler oder Gummifisch darstellt. Die Köderführung ist dabei die halbe Miete, denn sie imitiert den fixen Beutefisch nach.
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