Mainzer Bischof, Karl Kardinal Lehmann, ruft zur Teilnahme an der Pfarrgemeinderatswahl auf

 
Der Mainzer Bischof, Karl Kardinal Lehmann, rief die Gläubigen seines Bistums zur Teilnahme an den Pfarrgemeinderatswahlen auf.
Mainz: Bistum Mainz | Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat die Katholiken in seinem Bistum zur Teilnahme an den Pfarrgemeinderatswahlen am kommenden Wochenende (29. u. 30. Oktober) aufgerufen. In seiner Erklärung heißt es: „Unsere Gegenwart braucht die kundige und tätige Mithilfe vieler Christen vor Ort, um wirklich ein deutliches Zeugnis der Zuwendung Gottes in unserer Welt zu geben. Dafür sind alle verantwortlich, nicht nur die Dienste und Ämter der Kirche. Wenn sich nun vor Ort Männer und Frauen zur Wahl in den Pfarrgemeinderat und auch in die Räte des Bistums zur Verfügung stellen, ist es sehr ermutigend, wenn sie durch eine möglichst hohe Zahl an Wahlberechtigten beauftragt werden. Ich bitte alle, denen ihre Gemeinde am Herzen liegt: Unterstützen Sie die Kandidatinnen und Kandidaten dadurch, dass Sie zur Wahl gegen und ihnen das Vertrauen aussprechen.“

Die Wahlen zu den Pfarrgemeinderäten (PGR) finden am 29. und 30. Oktober unter dem Leitwort „Im Zeichen der Zeit“ im Bistum Mainz und in den benachbarten Diözesen Fulda, Limburg und Trier statt. Es ist die insgesamt zwölfte Amtsperiode der Räte, die alle vier Jahre gewählt werden. Im Bistum Mainz sind rund 670.000 Katholiken in den Pfarreien sowie in den Gemeinden von Katholiken anderer Muttersprache zur Wahl aufgerufen. Wahlberechtigt sind Katholiken ab dem 16. Lebensjahr. Seit dem 1. Oktober ist auch die Kandidatensuche abgeschlossen, insgesamt haben sich rund 3.000 Frauen und Männer für die zu wählenden Pfarrgemeinderäte aufstellen lassen.

Wie in den vergangenen Jahren auch, haben sich wieder mehr Frauen als Männer aufstellen lassen. Das Durchschnittsalter der Kandidaten beträgt 48 Jahre. Allerdings werden in 28 Pfarreien des Bistums keine Wahlen stattfinden können. Die Gründe dafür sind ein anstehender Pfarrerwechsel, ein laufender Fusionsprozess aber auch eine mangelnde Anzahl an Kandidaten. Diese Pfarreien werden am 25. und 26. Februar 2012 ihre Pfarrgemeinderäte wählen, teilte die Pressestelle des Bistums mit.

Entstanden sind die Pfarrgemeinderäte als Gremium der Laien nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965). Die Mitverantwortung aller Gemeindemitglieder für die Sendung der Kirche ist Leitidee des Gremiums. Die Räte sollen das Leben in den Gemeinden mitgestalten und Sorge für die Gemeindemitglieder tragen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Beratung des Pfarrers in pastoralen Fragen. In den Statuten des Bistums Mainz heißt es dazu: „Aufgabe des Pfarrgemeinderates ist es, die gemeinsame Sendung aller Glieder der Pfarrgemeinde darzustellen. Im Pfarrgemeinderat sollen sich Pfarrer und Laien über die Angelegenheiten der Gemeinde informieren, gemeinsam darüber beraten und gemeinsame Beschlüsse fassen.”

Nach einem Beschluss der Würzburger Synode im Jahr 1975 sind in Deutschland Pfarrgemeinderäte in jeder Gemeinde verbindlich vorgeschrieben. Je nach Größe der Gemeinde werden zwischen drei und elf Mitglieder direkt in den Pfarrgemeinderat gewählt. Außerdem kann der Rat weitere Mitglieder (bis zu einem Drittel der festgelegten Mitgliederzahl) hinzuwählen. Kraft ihres Amtes gehören unter anderen Pfarrer, Diakone, sowie Pastoral- und Gemeindereferenten dem Pfarrgemeinderat an. Im Bistum Mainz fanden 1968 die ersten Pfarrgemeinderatswahlen statt.
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