Mainzer Weihbischof Werner Guballa verstorben

Weihbischof Werner Guballa (Foto: Pressestelle Bistum Mainz)
Mainz: Bistum Mainz | Weihbischof Dr. Werner Guballa ist am Montagnachmittag (27. Februar) im Alter von 67 Jahren in Mainz an Lungenversagen verstorben. Er befand sich, wie das Bistum Mainz mitteilte, seit vorletzter Woche wegen einer schweren Lungenentzündung in stationärer Behandlung. Werner Guballa war seit 2003 Weihbischof im Bistum Mainz. Seit dem Jahr 1996 war er als Generalvikar Mitglied der Bistumsleitung.
Im Juni 2011 wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Er ging bis zuletzt, offen und furchtlos mit seiner Krankheit um und war zuversichtlich diese besiegen zu können. In einem Interview im letzten Jahr sagte er: „Für mich heißt, mich der Krankheit zu stellen, mich ihr entgegenzustellen, sofern ich die Macht dazu habe. Meinem Tumor habe ich gesagt: Du sollst nicht das letzte Wort haben." Seine letzte Predigt hielt er am 2. Februar 2012. Nun hat ihn die Kraft verlassen.
Am Dienstag, den 06.03. um 11 Uhr wird sein Leichnam in den Mainzer Dom überführt. Das Requiem mit Beisetzung ist am Mittwoch, den 07.03. um 10:30 Uhr im Hohen Dom zu Mainz, teilte das Bistum Mainz mit.
Werner Guballa wurde am 30. Oktober 1944 in Marienborn bei Mainz geboren. Nach dem Abitur studierte er Philosophie und Theologie in Mainz und später an der Gregoriana in Rom. Kardinal Jan Willebrands weihte ihn am 10. Oktober 1970 in Rom zum Priester. Im Jahr 1975 nahm er seine Seelsorgetätigkeit im Bistum Mainz als Kaplan in Bensheim-St. Georg auf. Von 1977 an war er fünf Jahre als Subregens und Ökonom am Bischöflichen Priesterseminar in Mainz tätig. Im Februar 1982 beauftragte ihn Kardinal Hermann Volk mit der Leitung der Katholischen Hochschulgemeinde St. Albertus in Mainz. 1991 wechselte er als Pfarrer nach Darmstadt-St. Ludwig, wo er 1992 auch zum Dekan des Dekanates Darmstadt gewählt wurde.
Am 1. Oktober 1996 übernahm Guballa das Amt des Generalvikars im Bistum Mainz. Guballa wurde am 20. Februar 2003 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof ernannt und gemeinsam mit Dr. Ulrich Neymeyr am Ostermontag, 21. April 2003, von Kardinal Karl Lehmann im Mainzer Dom zum Bischof geweiht. Seit 1. Mai 2003 war er als Bischofsvikar für die Geistlichen und Ordensleute im Bistum Mainz sowie für das Institut zur geistlichen Begleitung der hauptberuflich in der Seelsorge Tätigen verantwortlich. Anfang 2004 war Guballa von Kardinal Lehmann zum Bischofsvikar für die Caritas und zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Caritasverbandes für die Diözese Mainz ernannt worden. Bei der Deutschen Bischofskonferenz war er in den Kommissionen Weltkirche sowie Ehe und Familie tätig. Als Mitglied der Kommission für Wissenschaft und Kultur war er der zuständige Bischof für die Seelsorge an den deutschen Hochschulen. Papst Johannes Paul II. würdigte ihn mit den Ehrentiteln „Kaplan seiner Heiligkeit" (Monsignore) im Jahr 1992 und „Ehrenprälat Seiner Heiligkeit" (Prälat) im Jahr 1998.
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