Sterben wird teuer in Seeheim-Jugenheim

Eindrücke, Reflexion, Analysen bei Bürgern



Wenn ein Bürger sich für die Arbeit des Parlamentes interessiert und an öffentlichen Sitzungen teilnimmt, stellen sich ihm zeitweise Fragen, mit deren Beantwortung so mancher Parlamentarier kämpft.

So sollte z.B. in der letzten Sitzung der Gemeindevertreter am 5.6. beschlossen werden, die Friedhofsgebühren zu erhöhen, teilweise um mehr als 100% , mit der Begründung, in den letzen 10 Jahren seien jährlich ca. 100.00 Euro Verlust entstanden und die Landesregierung verlange jährlich einen ausgeglichenen Haushalt.

Bürger fragen nach

Stellt sich die
Frage 1 : wie sind diese Kosten aufgeteilt, die diesen Etat-Posten mit einem jährlichen Defizit von (ca.!) 100.000 Euro belasten ?
Frage 2 : wurde bei diesem Etat-Posten „Friedhofsgebühren“ tatsächlich überprüft, ob Einsparungen möglich sind, ob z.B. die Verwaltungskosten, die diesem Etat-Konto angelastet werden, effektiv und gerechtfertigt sind oder wurden sie geschätzt ?
Frage 3 : warum stellt man erst nach 10 Jahren fest, dass dieser Etat-Posten aus dem Ruder läuft und inzwischen ein Defizit von 1 Million (ca. !) erreicht hat ?
Frage 4 : wenn bereits im Jahre 2006 beantragt worden ist (SPD), alternative und ggf. günstigere Bestattungsmöglichkeiten zu eruieren, wie dies in anderen Gemeinden bereits erfolgte, warum ist 8 (acht) Jahre nichts passiert, und wenn diese Frage in der Sitzung jetzt erneut gestellt wird, warum gibt es darauf keine Antwort ?
In der Gemeindevertretung sind die Bürger vertreten.
Die Gemeindevertretung ist der Auftraggeber der Verwaltung; werden die Aufträge der Gemeindevertretung und damit der Bürger ingoriert ?

Werden Bürger überfordert ?

Wenn man weiss, dass die Gemeinden im letzten Jahr die Bürger mit Steuererhöhungen in erheblichem Maße belastet haben , weil die Einnahmen ihre Ausgaben übersteigen, dann sind diese Ausgaben zunächst zu überprüfen - wie das jeder Bürger und jedes Unternehmen machen muss - anstatt die Löscher mit Steuer- und Gebührenerhöhung zu stopfen.
Der “Bund der Steuerzahler“ hat dazu eine fundierte Meinung.

Es gibt im übrigen Gemeinden, da ist der Bürgermeister stolz, dass er nicht nur einen ausgeglichenen Haushalt geschafft hat, sondern gebührenfreie Kinderbetreuung eingebettet in umfassende sportliche, kulturelle und soziale Erziehungsangebote.

Es ist sicher richtig, dass Bund und Länder den Gemeinden Gelder vorenthalten, die dort für die Bedürfnisse der Bürger und die Entwicklung des Volkes und des Landes mehr angebracht sind als in manchen fragwürdigen nationalen und internationalen Planungen und Einsätzen.

Die Erhöhung der Friedhofsgebühren wurde jedenfalls beschlossen - im Handumdrehen; wer sich ein Grab auf den Friedhöfen von Seeheim-Jugenheim künftig nicht mehr leisten kann, muss selbst nach Alternativen suchen, oder geht in ein Armen-Grab - wenn es ein solches in Seeheim-Jugenheim gibt.

Elgard Jabi
Sandwiesenstr. 14
64995 Alsbach-Hähnlein
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