Fliegerisches Können am Limes

Gleitschirmtraining vor dem Limesturm in Vielbrunn

Motorgleitschirmpiloten trainieren in Vielbrunn

„OdoBatix“ oder „Asterix im Odenwald“ hieß es am Wochenende auf dem Segelfluggelände des dortigen Flugsportclubs in Vielbrunn, als sich 16 Motorgleitschirmpiloten aus 5 Bundesländern (darunter auch Mitglieder des deutschen Nationalteams) und der Schweiz zum Paramotor Performance Flugtraining, einer einzigartigen Veranstaltung dieser Art in Deutschland, trafen. Vor zahlreichen Zuschauern trainierten sie unter der Leitung von Armin Appel ‐ Weltrekordpilot und deutscher Meister 2014 aus Biberach ‐ unter anderem, wie man möglichst schnell um 15 m hohe Pylone herum eine Acht fliegt, während des Fluges Ringe mit den Füßen aufnimmt und in einem Ziel abwirft, oder mit Riesenbällen Fußball spielt. Bei grandiosem Spätherbstwetter konnten die tollkühnen Piloten ihr Bestes geben und das Training unter optimalen Bedingungen absolvieren. „OdoBatix“ (Odo wegen des Odenwalds) wird diese Variante der ParaBatix (RedBull Air Games für Motorschirme) genannt, bei der nicht nur das flugtechnische Geschick der Piloten getestet wurde, sondern es gab für die Teilnehmer auch Navigationsaufgaben: die Piloten mussten z. B. die auf der Karte eingezeichnete Kontur eines Römerhelmes abfliegen - eine Reminiszenz an den Nachbau des Römerturms, das Wissen des Limes in unmittelbarer Nachbarschaft und das Segelfluggelände Vielbrunn, dessen Betreiber, der Flugsportclub Mümlingtal e.V. sich selbst scherzhaft „Erster römischer Feldflugplatz“ nennt. Durch Auswertung der mit GPS aufgezeichneten Strecken wurde danach die Genauigkeit der Übereinstimmung des Fluges mit der Vorgabe bewertet. Sicherlich ist Anwohnern der umflogenen Gemeinden und Vielbrunn das ungewohnte Bild der zahlreichen Gleitschirme auf der Höhe aufgefallen. Daran gestört wird sich keiner haben, denn Motorschirme gehören zu den leisesten motorisierten Luftsportgeräten und sind in der Regelflughöhe kaum noch zu hören.
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