Jung und „Alt“ schultern die Zukunft des Vereins gemeinsam

Hauptversammlung der Vielbrunner Flieger am vergangenen Wochenende


Roman Breitenbach bleibt für weitere zwei Jahre Erster Vorsitzender der „Flugsportclubs Mümlingtal e.V.”, mit Sitz in Vielbrunn. Die Mitglieder des Vereins haben ihn am vorletzten Samstag auf der Hauptversammlung in seinem Amt bestätigt. Als seine Stellvertreter fungieren auch weiterhin Dieter Schwarzbeck (Schönau) und Andreas Schulz (Michelstadt). Wiedergewählt wurden auch Schriftführer Dirk Breitenbach sowie der Kassenwart des Vereins, Joachim Hanst (Erbach), der in seinem Bericht auf solide Vereinsfinanzen verweisen konnte. Hanst ist nicht nur Kassenwart, sondern auch sehr erfolgreicher Segelflieger und wurde im vergangenen Jahr Deutscher Vizemeister der Doppelsitzer-Klasse.
Zu stemmen ist freilich immer etwas, egal ob außerplanmäßig ein neuer Motor für das Motorsegelflugzeug angeschafft werden muss oder Wildschweinschäden an der Bahn ausgebessert werden müssen.
Neuer Segelflugreferent ist Wolfram Zirngibl (Weckbach), der das Amt von Thomas Wiech übernahm, da dieser in der vergangenen Amtsperiode das Amt des Ausbildungsleiters übernommen hatte und damit ausreichend ausgelastet ist.
Breitenbach hob in seinem Bericht über das Vereinsjahr besonders den (bereits seit vielen Jahren) unfallfreien Ablauf der letzten Saison hervor. Dieses führte er unter anderem auf eine solide Ausbildung durch die vereinseigenen Fluglehrer und das sehr disziplinierte Verhalten der Mitglieder zurück. Auch die Gäste des Ferienlagers aus Hildesheim, die die Vielbrunner im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal im Ferienlager besuchten, passten sich optimal in das Vereinsleben der Odenwälder Segelflieger ein. Um den hohen Anforderungen an Sicherheit und Disziplin auch weiterhin gerecht zu werden, legt der neue, alte Vorstand weiterhin großen Wert auf die Schulung der vielen Jugendlichen, die in diesem Jahr die Ausbildung zum Segelflugpiloten beginnen bzw. fortsetzen. Aber auch sportlich wollen die Segelflieger in diesem Jahr wieder angreifen und in Hessen ganz oben mitmischen, was bereits nach wenigen Wertungstagen mit einem hessenweiten Platz 5 (von 36 Vereinen) sehr gut aussieht.
Zu den sportlichen Erfolgen der Vereinsmitglieder gehört sicherlich auch die Teilnahme von Jürgen Ulkan (Deutscher Vizemeister) und seiner Lebensgefährtin Stefanie Wellhöfer an der Weltmeisterschaft in der Sparte „Motorschirm“ in England im vergangenen Jahr, die leider bei beiden von technischen Problemen überschattet wurde.

Windkraftanlagen im Felgenwald gefährden Piloten und Vereinsexistenz


Gar nicht erfreulich für alle Piloten ist die Tatsache, dass auf Würzberger Gemarkung mit der Fällung von Bäumen für den Bau zweier genehmigter Windkraftanlagen, nahe des Sansenhofs, dem sogenannten Felgenwald, begonnen wurde. Da diese Anlagen im unmittelbaren Abflug des Segelfluggeländes errichtet werden, werden sie nach Fertigstellung den bisherigen Betrieb enorm erschweren. Unverständlich ist den Sportlern auch, warum man vom Regierungspräsidium in Darmstadt nicht einmal direkt darüber informiert worden war, dass sowohl die Koordinaten des Standorts und auch die Höhe des geplanten WKA in einem Änderungsantrag signifikant verändert wurden. Sowohl Vorstand als auch Ausbildungsleiter sehen nicht nur Gefahr für Leib und Leben, gerade der jungen Flugschüler, sondern damit auch die Existenz des Vereins stark bedroht, und das, obwohl sich der Ver-ein seit seiner Gründung im Jahr 1969 gerade der Ausbildung junger Leute verschrieben hat, die mit 14 bereits mit der Schulung beginnen dürfen.
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