Luther und die Deutschen - Besuch der Ausstellung auf der Wartburg

Der Heimat- und Geschichtsverein Lützelbach hat sich am Wochenende mit einem voll besetzten Bus auf den Weg gemacht, die Ausstellung "Luther und die Deutschen" auf der Wartburg bei Eisenach zu besuchen. Der aus dem Odenwald stammende Szenograf Detlef Weitz hat diese Ausstellung mit 300 Exponaten stilvoll gestaltet.
Auf der Hinfahrt trägt Engelbert Weitz, Breuberg, die Lebensgeschichte des Bauernsohnes und späteren Weltveränderers Martin Luther vor, der für damalige Verhältnisse verblüffend mobil war. In Eisleben 1483 geboren, aufgewachsen in der Bergbaustadt Mansfeld, Besuch der Domschule in Magdeburg, dann der Pfarrschule Eisenach und eingeschrieben an der Universität Erfurt als Jurastudent sind zunächst seine Stationen als Kind und Jugendlicher.
Als er 1505 knapp einen Blitzeinschlag überlebt, tritt Luther ins Kloster Erfurt als Mönch ein, vertieft sich ins Studium der Theologie, reist nach Rom und wird 1511 nach Wittenberg versetzt, wo er als Theologie-Professor an der neu gegründeten Universität wirkt.
Da die Zustände in der damaligen Kirche von ihm unter anderem wegen des Ablasshandels und anderer Missstände sehr kritisch gesehen werden, veröffentlicht er am 31. Oktober 1517 seine berühmten 95 Thesen.
Der Funke wird zu einem Flächenbrand, der Deutschland und die Welt erheblich veränderte.
Ketzerprozess, Reichstag in Worms, Reichsacht, Versteck auf der Wartburg, Bildersturm, Bauernaufstand, Heirat der Nonne Katharina von Bora, Augsburger Reichstag, Zuflucht auf der Veste Coburg, offizielle Einführung der Reformation 1539 sind weitere Stationen im Leben Martin Luthers, bevor er am 18. Februar 1546 in seiner Geburtsstadt Eisleben stirbt.
So gut vorbereitet kann die Reisegruppe nach dem Mittagessen im Wappensaal des Romantik-Hotels die anspruchsvolle Führung durch die verwinkelten und engen Räume der Wartburg genießen. Die Ausstellung macht deutlich, welche Bedeutung die Reformation für die damalige aber auch für die heutige Welt hat.
Zwischen Doppelstandarte, Kopien und Reproduktionen des Jüngsten Gerichts, des Höllenmotivs, der Luther-Bibel und vielen anderen attraktiven Zeugnissen wie zum Beispiel der Bannandrohungsbulle des Papstes stößt der Besucher auf viele Texte und Sprüche, die Luther zugeschrieben werden, u.a. auch auf seine kritischen Anmerkungen zum Islam und zum Judentum. Als ein besonderer Gag wird in der Lutherstube in einer raffinierten Lichtschau gezeigt, wie Luther das berühmte Tintenfass an die Wand wirft und die Tinte die Wand hinunterläuft.
Während der Fahrt erhalten die Freunde des Heimat und Geschichtsvereins weitere Informationen, als kleines Erinnerungsgeschenk ein Luther-Playmobil-Spiel und einen selbst gebackenen Luther-Kopf. Auch wird die Fahrt abgerundet durch ein Luther-Quiz.
Obwohl diese Bildungsfahrt sehr anstrengend war, hält der Vorsitzende Thomas Hess sie für unverzichtbar und spricht seinen ausdrücklichen Dank für die Organisatoren aus.
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