SPD/CDU: Keine Kinder in Turnhallen unterbringen - Alternativen müssen her

Mit Kopfschütteln und großem Unverständnis hat die Große Koalition auf den Vorstoß der Ersten Stadträtin Monat reagiert, die Turnräume mehrerer Kindergärten in Gruppenräume umwandeln will. Zudem ist dieser nicht zu Ende gedachte Vorschlag noch nicht mal vom Magistrat beschlossen, was in mehreren Ausschusssitzungen in dieser Woche deutlich wurde.

„Turnräume sind für unsere Kindertagesstätten besonders wichtig,“ so SPD-Fraktionsvorsitzende Rosemarie Palm. „Neben sportlichem Angebot werden sie für die unterschiedlichsten pädagogischen Arbeiten genutzt und vor allem brauchen die Kinder in der kalten Jahreszeit Bewegungsraum.“ Eine langfristige Belegung durch Kindergartenkinder würde die Einrichtung zu reinen Aufbewahrungsstätten werden lassen und ist der schlechteste aller denkbaren Vorschläge.

„Nach unseren Informationen wurde nicht mal mit dem Personal vor Ort gesprochen“, weist CDU-Fraktionsvorsitzender Marius Schwabe auf die fehlende Einbindung und Kommunikation hin. Die nun von CDU und SPD geführten Gespräche bestätigen die Einschätzung der Großen Koalition, die ihrerseits die übergangsweise Erweiterung der Einrichtungen durch Container vorschlägt. „So könnte entweder eine neue Gruppe oder der Turnraum ausgelagert werden“, so Schwabe, der selbst mit Container-Anbietern im Gespräch steht.

Die Große Koalition erwartet von der Ersten Stadträtin klare Entscheidungen und die Übernahme von Verantwortung. „Es ist uns auch bewusst, dass Kindergartenplätze fehlen, aber die Entscheidung auf ehrenamtliche Kommunalpolitiker abwälzen zu wollen, geht gar nicht“, so Palm. „Wer als Hauptamtliche Plätze schaffen möchte, muss klare Vorschläge und Alternativen unterbreiten und auch für die Folgen die Konsequenzen tragen.“

Die Große Koalition, so Schwabe, wird rechtzeitig zur Stadtverordnetenversammlung einen eigenen Vorschlag vorlegen, der die Bedürfnisse der Eltern, Kinder und des Personals gleichermaßen berücksichtigt.
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