SPD-Fraktion für eine umfassende energetische Sanierung der Kita „Haus der Kinder“

Mit der Frage „Neubau oder Sanierung“ der Kindertagesstätte "Haus der Kinder" befasste sich die SPD-Fraktion in ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr. Nach Bekanntwerden der Schadensanalyse hatte die Fraktion zunächst einen Neubau präferiert. Von der Gemeindeverwaltung wurden nun neue Unterlagen eines Architekturbüros für die Beratungen im Bau-, Planungs- und Umwelt Ausschuss sowie im Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt. Darin enthalten war unter anderem ein von der SPD-Fraktion geforderter Vergleich des Energiebedarfs für die bestehende Kita, für eine energetisch sanierte Kita und einen Neubau in Passivbauweise und die entsprechenden Betriebskosten.

Nach einer ausführlichen Diskussion und einer kritischen Bewertung befürwortet die SPD-Fraktion eine energetische Sanierung der Kita, wie sie vom Architekturbüro Happel vorgeschlagen wird. „Angesichts der finanziellen Situation der Gemeinde Münster ist die energetische Sanierung nach der bundesweit geltenden Energieeinsparverordnung ein verantwortungsbewusster Kompromiss. Ein Neubau könnte zwar noch bessere energetische Werte liefern, würde aber erheblich höhere Investitionen und eine längere Realisierungszeit erfordern“, erklärte SPD-Vorsitzender Gerald Frank und fügte hinzu: „In einem ausführlichen Gespräch konnte mir das Architekturbüro Happel auch glaubhaft versichern, dass das Gebäude rückstandsfrei saniert werden könne und dass sämtliche gesundheitsschädlichen Mängel beseitigt werden.“ Mit einer energetischen Sanierung kann man eine Energieeinsparung immerhin von über 50% erreichen und damit eine entsprechend erhebliche Reduzierung der für die Klimaerwärmung verantwortlichen CO2-Emissionen erreichen. Es gibt aber auch baufachliche Argumente für eine energetische Vollsanierung. So wurden beim Bau des Hauses der Kinder verschiedene Steinsorten für die Außenwand verarbeitet. Dieser Mangel blieb bei der Bauabnahme vor 16 Jahre unerkannt. Eine reine Reparatur von Rissen in der Fassade garantiert keine nachhaltige Ruhe vor künftigen neuen Schäden, was durch eine Dämmung der Außenfassade dagegen erreichbar wäre.

In den weiteren Beratungen geht es für die Sozialdemokraten darum, mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln ein Optimum bei der Energieeffizienz einer Sanierung zu erreichen.
Die von der Mehrheitsfraktion vorgestellte Variante einer "vollumfänglichen Sanierung", nach der „nur gemacht wird, was gemacht werden muss, um die Kita wieder funktionsfähig zu machen“, lehnt die SPD-Fraktion ab. "Bisher gibt keine belastbare Kostenschätzung für diese "Minimal-Sanierung", keiner weiß, wie teuer diese Variante wird, und was wirklich gemacht werden muss. Das vom Architekturbüro Happel erstellte Sanierungskonzept ist in sich schlüssig. Die Dämmung der Außenfassade ist nicht nur aus energetischen Gründen sinnvoll. Sie soll auch verhindern, dass es erneut zu Schäden kommt, die durch die Verwendung unterschiedlicher Baumaterialien entstehen", begründet Bernd Fritsch, SPD-Gemeindevertreter und Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, die Entscheidung der seiner Fraktion. Auch die Begründung, eine "energetische Sanierung" würde sich erst nach 80 bis 146 Jahren amortisieren, können die Sozialdemokraten nicht nachvollziehen. So spekuliert die Berechnung der CDU-Fraktion darauf, dass es 80 bis 146 Jahre keine gravierenden Steigerungen der Energiekosten geben wird.

„Sind das die ersten Auswirkungen der, von der CDU-Fraktion angekündigten Schuldenbremse für Münster?
Was darf denn die Gesundheit und das Wohlgefühl unser Kinder und der Erzieherinnen wert sein? Und was darf der Schutz der Umwelt durch CO2-Einsparung kosten?“ hinterfragt Fritsch die technokratischen Rechenspiele.

Die SPD-Fraktion wird sich weiterhin für energetische Sanierungen nicht nur bei der Kita "Haus der Kinder", sondern bei allen anstehenden Sanierungsprojekten in der Gemeinde einsetzen, um einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.

SPD sieht sich durch Unternehmensberatung bestätigt.

Die SPD-Fraktion behandelte auch das leidige Thema „künftige Betriebsführung des Hallenbades“. Die Sozialdemokraten, gegen deren Stimmen die CDU mit ihrer absoluten Mehrheit vor Jahren den teuren Sauna- und Bistroausbau im Hallenbad durchgedrückt hat, sehen sich durch die Analyse der Unternehmensberatung Altenburg bestätigt. Diese empfiehlt weiterhin die Betriebsführung durch die Gemeinde sowie Schließung des wirtschaftlich nicht tragfähigen Bistrobereiches. „Hätte man damals das Geld nicht in der Sauna und im Bistro versenkt, so wäre heute das Geld für die energetische Sanierung der Kita „Haus der Kinder“ nach dem Gebot der dringenden CO2-Reduktion kein Problem“, sagte Fritsch.

Mit Spannung erwartet die SPD-Fraktion weitere Vorschläge zu der von der Mehrheitsfraktion im Dezember angekündigten und seitdem in der Öffentlichkeit immer wieder erwähnten Schuldenbremse zur Konsolidierung des Haushaltes. „Aktuell wird der Haushalt von unabwendbaren Sanierungsmaßnahmen dominiert, wie die baulichen Sanierungen von Gesprenzhalle, Kulturhalle und dem Haus der Kinder. Wären diese Bauausführung ordnungsgemäß umgesetzt worden, könnten die jetzt benötigten Gelder für die Sanierungen für die Haushaltskonsolidierung genutzt werden“, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Edmund Galli, der sich als Mitglied des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses mit dieser Thematik seit Monaten auseinandersetzt.

Kabarett mit Sinasi Dikmen
Die SPD Münster lädt zur Kabarett-Veranstaltung mit dem Gründer der „KÄS“ Sinasi Dikmen mit seinem Bühnenprogramm „Integriert und Intrigiert“ ein: Mittwoch, 01. Februar, 19.30 Uhr, Kulturhalle Münster. Vorverkaufsstellen: Chianti Toscana Vinothek am Rathausplatz, Leibnitzstr. 11; Schreibwarenhaus Niggeling, Darmstädter Straße; darmadi arts, Helgolandring 46
Weitere Informationen im Internet auf www.spd-muenster-altheim.de
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