Nachwuchs-Künstlerin aus Babenhausen

Die 20-jährige Künstlerin Francesca Helfenbein malt schon ihr Leben lang und hatte kürzlich ihre erste Ausstellung zusammen mit Schulfreundin Luisa Köhler. Im Foyer des Dieburger Rathauses konnten Gäste die vielfältigen Werke der gebürtigen Babenhäuserin betrachten. Die Palette an Ausdrucksformen umspannt klassische Werke wie detailgetreue Portraits mit Bleistift und Gemälde mit Acrylfarbe, wobei häufig Blumen die Leinwände zieren. Auch mit Künstlertusche und Aquarellfarben kennt sich Künstlerin aus, hierbei sind menschliche Figuren ein häufiges Motiv. Darüber hinaus hat sich die junge Frau auch mit außergewöhnlichen Materialien beschäftigt. Einige der Werke sind mit dreidimensionalen Applikationen bestückt wie halben Styroporkugeln, die dann übermalt wurden. Auch Collagen mit einer Mischung aus Zeichnung, Acrylbild und anderen Elementen wie Perlen oder Bändern fertigt die Künstlerin. Besonders beeindruckend sind die Skulpturen aus Fundmaterialien wie Reifen, Glühbirnen, Tonscherben, Duschschläuchen und vielem mehr. „Ich liebe alte Dinge, die manch einer vielleicht als Dreck bezeichnen würde. Für mich gibt es nichts Schöneres als ausrangiertes Metall mit rötlichen Rostspuren“, so Francesca Helfenbein verzückt. „Ich möchte mit meinen Skulpturen etwas völlig Neues schaffen und mich befreien von den allgemeinen Schönheitsvorstellungen, die viele Menschen trotz der Ausbreitung von moderner Kunst noch in sich haben.“
Die vielfältigen Werke stecken voller Leidenschaft und gerade die Vielfältigkeit der Arbeitsweise ist das markante an der Künstlerin. Dies liegt keineswegs daran, dass sie sich noch orientieren und für einen Stil entscheiden muss. Vielmehr genießt Francesca Helfenbein die Freiheit, ihren Stil immer wieder zu ändern und nie im Stillstand zu sein. „Es gibt nichts Schöneres als die Vollendung eines Bildes oder einer Skulptur. Während der Arbeitsphase bin ich wie im Fieber und arbeite weiter, auch wenn mir schon alles weh tut“, beschreibt die Künstlerin ihre Hingabe. Kürzlich machte die 20-Jährige ihr Abitur und absolvierte nun in der Redaktion von mein südhessen ein Praktikum. Im Anschluss beginnt das Studium „Wissenschaftsjournalismus“ an dem Campus in Dieburg, mit dem Francesca Helfenbein den Einstieg in die Berufwelt meistern möchte. „Am liebsten wäre es mir, für ein Umweltmagazin zu schreiben, da ich mich selbst vegan ernähre und auch ansonsten Rücksicht auf meine Umwelt nehme.“ Die Kunst wird auch weiterhin ständiger Begleiter im Leben der jungen Frau sein. Im Beruf möchte sie sich jedoch nicht mit Malerei und Skulpturen beschäftigen: „Ich will nicht, dass die Kunst zu einem Zwang wird, den ich nur noch mechanisch ausführe. Meine Werke leben von meinen Gefühlen und die kann ich nicht einfach herbeirufen, wenn ich gerade einen Auftrag habe.“
Eine Vielzahlt der Werke voller Ästhetik und Fantasie können Sie sich auf der Homepage von Francesca Helfenbein ansehen unter http://francesca.helfenbein.de.
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