Pflege "Poleiminze Beet" im Kräutergarten an der Berzallee übernommen!

Im Rahmen des Regionalparks Rhein – Main, wurde im Jahr 2000 ein Kräutergarten an der Berzallee in Nauheim nach Vorbild des Kräutergartens, St. Gallener Klosterplan der frühmittelalterlichen Klöster angelegt.

Der Nauheimer Kräutergarten besteht aus 18 Beete.
Die bisherige Pflege wurde von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern übernommen.
Hier zu erwähnen in Dankbarkeit, Herr Walter Gafke der leider verstorben ist.
Aber auch die Eheleute Helemann, sie sind aus Altersgründen nicht mehr in der Lage die Pflegemaßnahmen durchzuführen.

Auf Initiative von Herrn Bürgermeister Jan Fischer wurden Vereinsvertreter zu einem Treffen eingeladen, um über die Zukunft des Kräutergartens zu sprechen.

Auch der Vorstand des Landfrauenvereins Nauheim hat sich in der letzten Sitzung damit befasst und den Beschluss gefasst, hier Verantwortung für den Erhalt des Kräutergartens zu übernehmen.
Dieser Kräutergarten ist eine Bereicherung für unsere Gemeinde, so die Vorstandsfrauen.

Es ist bekannt, dass fast alle Kräuter neben ihrer Würzkraft seit Jahrhunderten auch medizinische Wertschätzung genießen und dies sollte man in unserer heutigen Zeit lebendig halten.

So entschied sich der Vorstand einstimmig für die Pflege und Betreuung des „Poleiminze Beet!“
Diese Minzeart war den Vorstandsdamen bis dato unbekannt – also für sie eine Herausforderung!

Es wurde recherchiert, dass die Poleiminze zu den Lippenblütlern gehört und gerne feucht gehalten werden möchte.
In ihrer Pflege stellt sie keine großen Ansprüche.
Seit der Antike steht sie in hohem Ansehen und wurde von Hippokrates erwähnt.
Die Poleiminze erfreute sich bis ins 16. Jahrhundert großer Beliebtheit, ist aber heute jedoch eine Seltenheit.
Verwendung fand sie als Desinfektionsmittel bei Behandlung von Lungenleiden und in der Ungeziefer Bekämpfung.
Sie wird auch Flohkraut genannt, weil das ätherische Öl Flöhe und andere
Plagegeister vertreiben soll. Fazit - gegen alles ein Kraut gewachsen!

Die Nauheimer Landfrauen freuen sich mit ihren Pflegekolleginnen und Kollegen des Kräutergartens,das bereits „Erschaffene“ gemeinsam zu erhalten.

Anne Dammel, 14.05.2017
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