Am Anfang war das FellKleider machen Leute - Kleidung und Mode im Wandel der Zeit

Frau Dr. Heuser zu Gast bei den Nauheimer Landfrauen
Zu Gast bei den Nauheimer Landfrauen war vor kurzem, Frau Dr. Rita Heuser von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur,Mainz.
Sie nahm die zahlreichen Zuhörerinnen mit, auf eine Zeitreise in die Kleider und Modewelt von damals und heute.

In ihrem Vortrag der mit aufschlussreichen Bildern unterlegt war konnte man erkennen,dass die Mode eine lange Geschichte hinter sich hat. Die Ursprünge der Kleidung und Mode wie wir sie heute kennen, liegen bereits viele Jahrtausende zurück und reichen bis in die Menschheitsgeschichte. Die Menschen entwickelten ihr Schamgefühl und wollten nicht mehr nackt sein. Sie schützen ihren Körper mit Tierfellen vor Umwelteinflüssen.
Außerdem signalisierte die Kleidung schon sehr früh etwas über die Stellung, die der Mensch in der Gesellschaft hatte, so Frau Dr. Heuser.
Also eine Entwicklung von der Notwendigkeit zum Statussymbol.
Wir können mit dem, was wir anziehen unseren gesellschaftlichen Stellenwert, unseren Geschmack, unsere Einstellung zu Leben und vieles mehr zeigen. Die Geschichte der Kleidung hat ihre eigene Dynamik, die sich im Spannungsfeld zwischen Materialien,Individuum, Gesellschaft und Mentalität abspielt, war zu erfahren. Schon im Mittelalter folgte die Jugend angesagten Modetrends und - torheiten – das ist also kein neuzeitliches Phänomen. Zu jeder Zeit liebten es Menschen sich nach der Mode zu kleiden, aber gleichzeitig zeigt der Wandel der Gewänder immer eine gesellschaftliche Änderung an, auch was die Stellung der Frau an geht. Man denkt hier an die Mitte des 20. Jahrhunderts,
wo Fauen anfingen Hosen zu tragen, was ein riesiger Skandal auslöste.

Von der Antike bis zum Jahr 2017, wurden von Dr. Heuser die aktuellen Modetrends und ihre Hintergründe unter die Lupe genommen.

Die Referentin erzählte heiter in Wort und Bild, dass die Kleidung in der Antike sich von Männern und Frauen nicht wesentlich unterschied. Im Mittelalter waren die Menschen und ihr Stand in der Gesellschaft an der Kleidung zu erkennen. Die Vorschriften wie sich wer zu kleiden hatte waren streng. Im 16. und 17.Jahrhundert nahmen die Könige Spaniens und Frankreichs mit ihrer Bekleidung Einfluss auf die Garderobe anderer Länder. Dies war nur den wohlhabenden Schichten, dem Adel vorbehalten.
Mit großem Interesse verfolgten die Zuhörerinnen die Entstehung des Reifrocks und der Wespentaille, wie auch die gesundheitlichen Schäden der Trägerinnen.

Die einfachen Menschen konnten sich nicht nach der Mode – einer Bekleidungs – Empfehlung richten, informierte Dr. Rita Heuser. Sie hatten weder erlesene Stoffe noch die Möglichkeiten solche gehobene Kleidung selbst herzustellen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand die gehobene Schneiderei – die Haute Couture, die großen Einfluss auf Europa und darüber hinaus hatte. Durch die Industrialisierung konnte bald Massenkleidung produziert werden. Eine Konfektion bildete sich heraus, die sofort bereit zum Tragen war. Modehäuser entstanden und die Modeschöpfer entwarfen Kollektionen , die für Damen und Herren mit kleinem Geldbeutel erschwinglich waren.
Die Mode wird immer ein Ausdruck der jeweiligen Zeit und ihres Geschmacks sein. Manche Trends hielten sich sehr lange, andere wiederum hielten sich nur kurze Zeit, teilte die leidenschaftliche Kleider- Modeforscherin mit.

Die Teilnehmerinnen erinnerten sich am Vortragsabend an ihre Mode, die sie in jungen Jahren getragen haben und mit der sie sich identifiziert haben. Ein reger Gedankenaustausch entstand.
Hierbei stellten die Frauen fest, wie sehr sich der eigene Modegeschmack änderte.

Man ist froh und glücklich,dass es in der heutigen Modegeschichte keinen Zwang mehr gibt.
Alle dachten an die Zeitschilderung von Dr. Heuser, wo Frauen, die „Wespentaille – Mode“ mitmachen mussten! Jeder kann sich nach seiner Fasson kleiden, die Auswahl an Materialien und Ideen ist grenzenlos. Die Zeiten sind vorbei, wo man einer modischen Richtung folgen muss - man kann!
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