Sozialverband VdK Hessen-Thüringen – Ortsverband Nauheim -Vortrag über Minimal invasive Techniken (MIC) in der Chirurgie

Dr. Gottfried Sauer, ltd. Oberarzt GPR Rüsselsheim

Aus der Vortragsreihe des VdK Nauheim:

Minimal invasive Techniken (MIC) in der Chirurgie bei Gallensteinerkrankungen und des Leistenbruchs

Dr. Gottfried Sauer Leitender Oberarzt im GPR Rüsselsheim referierte im Januar 2017 über das vorstehende Thema. Leider waren wegen vieler Grippeerkrankungen nur ca. 20 Personen im „Culinarium“ in Nauheim erschienen, um sich über das sehr interessante Thema zu informieren.
Angewandt wird diese Methode der OP´s bei Erkrankungen der Galle, des Dickdarms, des Magens, der Leiste, der Milz und Leber, des Thorax, der Schilddrüse und Nebenniere. Dabei ist die Schmerzbelastung geringer, die Lungenfunktion ist besser, es gibt weniger Entzündungen, die Immunsituation ist besser, die Intensivtherapie ist kürzer, die Heilung ist schneller abgeschlossen und man hat ein besseres kosmetisches Ergebnis wegen der kleineren Narben. Nur in Ausnahmefällen entscheidet sich der Arzt heute zu einer früher üblichen Operation. Mit Hilfe einer Power Point Präsentation erklärte Dr. Sauer sehr anschaulich die Vor- und Nachteile der MIC zu den sonst üblichen OP´s.
Zu Gallensteinerkrankungen: Bei Frauen ist diese Erkrankung 4-6 Mal häufiger, als bei Männern und tritt meistens nach dem 30. Lebensjahr auf. Auf Grund von erblichen Faktoren, Ernährungsfehlern, Stoffwechselstörungen und hormonellen Einflüssen kommt es zu Gallensteinen. 80% davon sind Cholesterinsteine. Die befinden sich dann in der Gallenblase oder in Gallengängen. Erst wenn Schmerz, Fieber, Kolik und Gelbsucht, oder eine Bauchspeichelentzündung vorliegen, muss gehandelt werden. Durch Ultraschall, Computertomografie oder Kernspinn – früher auch durch Röntgen- kann der Arzt eine Diagnose stellen. Manchmal ist bei der Entfernung der Gallengänge-Steine vorher eine Gastroskopie (Magenspiegelung) nötig. Fazit: Jede Gallensteinerkrankung sollte operiert werden, um Komplikationen zu vermeiden.
Zu Leistenbruch: Ca. 200.000 Operationen werden in Deutschland jährlich vorgenommen. Dabei unterscheidet man zwischen Leisten-, Bauchwand- und Schenkelbrüchen. Ein Bruch entsteht durch das Missverhältnis zwischen stabilisierendem Gewebe und Bauchinnendruck. Symptome sind Schmerz, Vorwölbung und Einklemmung von Darm etc.. Grundsätzlich sollte immer operiert werden. Dabei unterscheidet man zwischen einer Naht- und Netztechnik. Fazit hier: auf alle Fälle kein Bruchband, frühzeitige OP.
Der Vortrag und die anschließende Beantwortung aller Fragen ergaben für alle Zuhörer einen guten Überblick über vorstehende Erkrankungen. Die stellv. Vorsitzende des VdK Nauheim Frau Rotzal bedankte sich im Namen aller Zuhörer bei Dr. Sauer für einen überaus interessanten Abend mit einer Flasche Winzersekt.
Weitere Veranstaltungen des VdK Nauheim sind unter www.vdk.de/ov-nauheim anzusehen.
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