Vortrag über laparoskopische Chirurgie beim VdK Nauheim

Dr. Michael Habekost referierte mit einer Power Point Präsentation

Dr. Michael Habekost vom GPR Rüsselsheim referierte

Ende April fand in Nauheim ein Vortrag über operative Eingriffe mit minimalinvasiven Methoden bei einem sehr interessierten Publikum- und dankbaren ehemaligen Patienten- statt.
Referent war Dr. Michael Habekost Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral und Thoraxchirurgie des GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim.
Dr. Habekost erinnerte an die erste Pelviskopie von Prof. Semm, einem Gynäkologen und einem gelernten Feinmechaniker. Die erste Gallenblasenlaproskopie war 1985. Heute werden in Rüsselsheim über 350 Gallenblasen im Jahr operiert. Anteil der konventionellen und laparoskopischen Eingriffe bzw. Operationen in der Rüsselsheimer Klinik hält sich allgemein in der Waage.
Der Referent berichtete über laparoskopische (endoskopische) chirurgische Eingriffe und deren Voraussetzungen. Er stellte die konventionellen Operationen diesen gegenüber.
Welchen Vorteil haben Schlüsselloch-Operationen? Der Vorteil für den Patienten bei Verwendung „kleiner Schnitte“ liegt u.a. in der schnelleren und schmerzärmeren Heilung. Es besteht ein geringeres Risiko für Verwachsungen und Narbenhernien.
Konventionelle Operationen sind u.a. immer angebracht bei Bauchfellentzündungen, bei Verwachsungen und großen organüberschreitenden Tumoren.
Heute ist für viele operative Eingriffe die minimalinvasive Methode gesichert. Dies gilt für die Entfernung der Gallenblase, für viele Blinddarmoperationen, bei Dickdarm-, Magen-, Milz und Bauchspeicheldrüsen- und Leber-OP´s oder auch für den Leistenbruch. Auch in der Brusthöhle (speziell der Lungen OP) können durch die Schlüssellochchirurgie schmerzhafte große Brustkorbschnitte vermieden werden.
Der technische Aufwand ist bei der Laparoskopie deutlich größer und aufgrund der Anatomie sind der Machbarkeit Grenzen gesetzt. Auch fehlt manchmal der „tastende Finger“ des Chirurgen.
Dennoch werden die Grenzen der Methode ausgeweitet und zu neuen operativen Möglichkeiten weiterentwickelt. Der Referent erklärte den Besuchern, welche technischen Tricks solche Eingriffe möglich machen.
Angesprochen wurden auch die Voraussetzungen der endoskopischen Operationen von Patient, Arzt und Technik. Mittels einer Power Point Präsentation und kleineren Filmen wurde den Besuchern des Abends die „Schlüssellochoperationen“ einleuchtend präsentiert.
Zum Schluss konnten die Zuhörer ein Klammergerät ansehen und ertasten.
Die stellv. Vorsitzende des VdK Nauheim Frau Silvia Rotzal dankte Herrn Dr. Michael Habekost für einen sehr interessanten und aufklärenden Abend.

Weitere Bilder finden Sie unter www.vdk.de/ov-nauheim
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