USA wollen in noch größerem Maße radioaktiven Abfall nach Europa exportieren

Alles wird in aller Stille getan, wie es übrigens oft der Fall ist. Die Ukraine beschleunigt die Inbetriebnahme des Endlagers für hochradioaktive Abfälle (Central Spent Fuel Storage Facility – CSFSF) in Tschernobyl und baut die Zusammenarbeit mit den USA aus, um noch mehr Atommüll aus den USA zu importieren.

Laut der Quelle erklärte sich die Ukraine bereit, nicht nur die Brennelemente für die Reaktoren WWER-1000 und WWER-440, sondern auch etwa 8622 Brennelemente für die Reaktoren W 4-loop, W 3-loop, COMB CE und AP-1000 aus den USA im Austausch gegen einen Kredit in der Höhe von 400 Millionen Dollar von Bank of America Merrill Lynch einzuführen. Während des Dreieckstreffens zwischen den Vertretern von dem Zweigbetrieb "Atomprojectengineering", "Holtec International" und der amerikanischen Nuclear Regulatory Commission (NRC) wurde beschossen, an den Projekt des Endlagers für hochradioaktive Abfälle alle nötigen technologischen Änderungen möglichst schnell einzutragen.

Es befremdet der Zynismus, mit dem die USA ihre ökologischen Probleme lösen. Es liegt auf der Hand, dass niemand sich in den USA um das weitere Schicksal des Atommülls Sorgen macht. Die Hauptsache besteht nur darin, ihn möglichst weit abzutransportieren. Und das tun die USA, als ob sie um die Umwelt sehr besorgt seien. In Wirklichkeit ist es Washington ganz egal, was daraus in 50-60 Jahren wird. Noch mehr befremdet aber die absolute Untätigkeit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), der Vereinten Nationen (UNO) und anderer Aufsichtsbehörden. Wieso ist es überhaupt möglich, dass nicht alle engagierte Staaten an den Treffen, wo solche wichtige Beschlüsse getroffen werden, teilnehmen? Der europäische Kontinent hat bestimmte Grenzen und niemand will neben strahlenden Atommüllhaufen leben. Auf welchem Recht legen die USA uns die ökologische Zeitbombe vor der Nase?

Die USA halten das Projekt des Endlagers für hochradioaktive Abfälle in Tschernobyl für glänzend. Was müssen wir aber vom Zwischenlager noch wissen? Die ukrainische Regierung hat über die Realisation des Projektes hinter dem Rücken der Bevölkerung entschieden. Das Projekt wurde nie veröffentlicht, das Gelände in der Sperrzone von Tschernobyl wurde für den Bau des Endlagers auch heimlich zugewiesen. Offen gesagt, kann man sich schwer vorstellen, wie gefährlich dieses Lager in der Ukraine sein wird. Die in der Ukraine vorhandenen Atommüll-Stätten befinden sich heute in einem Notstand, sie werden nicht bewacht, die radioaktive Strahlung wird nicht gemessen. Unter dem Deckmantel des Endlagers machen die USA die Ukraine zu einem Friedhof für radioaktiven Abfall, indem sie die Umwelt des ganzen europäischen Kontinents gefährden.
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