Umgang mit Angehörigen und Betroffenen

Mühltal: Nieder-Beerbach | Jeder von uns hat sie sicher noch vor seinem inneren Auge, die schrecklichen Bilder der Massenpanik von der Loveparade in Duisburg im vergangenen Jahr. Die Bilanz dieses Unglücks, 21 Todesopfer, über 500 Verletzte und tausende besorgte Angehörige der 1,5 Millionen Besucher dieses Megaevents.
Nun ist Duisburg kein Einzelfall, wer kümmert sich um die Angehörigen? Wer nimmt bei einem solchen Unglück tausende von Anrufen entgegen und erteilt Auskünfte?
Unter anderem das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Hier stehen speziell geschulte Helfer zur Verfügung die im Bedarfsfall umgehend ein sogenanntes Kreisauskunftsbüro (KAB) in Betrieb nehmen können. Dort werden Auskünfte an die Angehörigen erteilt und Suchanfragen aufgenommen.
Auch die Helfer des DRK Nieder-Beerbach haben sich diesbezüglich, in einer Fachdienstausbildung Suchdienst, weitergebildet.
Nach einer 2-tägigen Ausbildung in der das Grundlagenwissen vermittelt wurde stand jetzt die Weiterbildung „Umgang mit Angehörigen und Betroffenen“ auf dem Ausbildungsplan der Nieder-Beerbach Rotkreuzler.
Inhalte dieses Seminars waren neben der Gesprächsführung, für die eine spezielle Kommunikationsstrategie entwickelt wurde, auch das hineinversetzen in Angehörige die sich um ihre betroffenen Familienmitglieder sorgen. Jeder kommt anders auf das DRK zu, entweder sachlich oder sehr emotional, dies müssen die Rotkreuzhelfer schnellstmöglich erkennen und dementsprechend auf die Menschen eingehen.
Selbstverständlich ist eine solche Aufgabe, zum Beispiel bei einem Großschadensereignis, auch keine alltägliche Situation für die ehrenamtlichen DRK-Helfer. Wie man mit diesem Stress während eines Einsatzes oder mit posttraumatischen Reaktionen nach einem solchen umgeht, wurde im letzten Abschnitt des Seminars vermittelt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.