Wenn Essen krank macht – Gesundheitsexpertinnen informierten in der Alexander-Apotheke

Die Heilpraktikerin Gudrun Siep informierte zum Thema "Wenn Essen krank macht".

Nahrungsmittel, ihre Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen sowie mögliche Unverträglichkeiten oder Allergien, die sie auslösen, standen im Mittelpunkt des Workshops „Wenn Essen krank macht“ von Dr. Daniela Meyer, Inhaberin der Alexanderapotheke in Obertshausen, und Heilpraktikerin Gudrun Siep. Auch typische Symptome und Gegenmaßnahmen, die Betroffene ergreifen können, wurden erläutert und anschließend intensiv mit den Teilnehmern diskutiert.

„Bei jedem fünften Allergiker werden Beschwerden durch Lebensmittel ausgelöst. Aber auch ohne eine entsprechende Diagnose verzichten viele Menschen auf bestimmte Nahrungsmittel, weil sie Unwohlsein auslösen. Dabei ist dem Einzelnen oft gar nicht klar, woher dieses eigentlich konkret kommt“, erläutert Gudrun Siep. Daher sei es zunächst wichtig, schulmedizinisch oder zum Beispiel mit einem Symptom-Tagebuch herauszufinden, woher die Beschwerden kommen. „Sich selbst einmal ganz genau vor Augen zu führen, was habe ich wann gegessen und wann sind welche Beschwerden aufgetreten kann einen Zusammenhang zwischen Unwohlsein und Ernährung verdeutlichen“, bestätigt Dr. Meyer. Seine Ernährung und auch sich selbst dann darauf einzustellen sei der zweite Schritt, ergänzt die Heilpraktikerin, die in Obertshausen eine Naturheilpraxis betreibt. Dabei gebe es aber keine Allheilmittel: „Jeder Mensch reagiert anders. Daher sollten Betroffene achtsam in sich hinein hören und auch auf diese Weise herausfinden, was für sie jeweils gut verträglich ist“, betont die Ernährungsexpertin.

Besser selbst kochen und keine Fertigprodukte verwenden

Grundsätzlich gelte, dass selbst kochen den Fertigprodukten vorzuziehen sei. Dabei sei es empfehlenswert, auf saisonale und regionale Produkte zurückzugreifen. Auch sich bewusst Zeit zu nehmen für die Nahrungsaufnahme könne helfen, dass der Körper die Nahrung besser verarbeitet. Oft spielten nämlich die Psyche und Stressfaktoren ebenfalls eine Rolle. „Der Bauch ist manchmal unser zweites Gehirn. Daher muss beides in Einklang stehen, um die vielen Prozesse in unserem Körper, ausgelöst durch die tägliche Nahrungsmittelaufnahme, gesund zu bewältigen“, erklärt Siep. „Wichtig ist es auch, die Menschen darüber aufzuklären, was sie selbst und manchmal in kleinen, aber einfachen Schritten tun können“, ergänzt Apothekerin Meyer. Viele Menschen konsultierten weder Ärzte noch Therapeuten. Aber auch bei Apothekern gebe es zu vielen Ernährungsthemen gute Tipps und Hinweise.
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