Pulse of Europe – „Europa lebt in Offenbach“

Politprominenz hautnah diskutierte mit den Teilnehmern der Kundgebung "Pulse of Europe".
Offenbach am Main: Wilhelmsplatz |

Offenbach ist Multikulti und findet es gut – daher hat die Welle der Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ inzwischen auch Offenbach erreicht. Bei der August-Demo am Sonntag, dem 6. August 2017, war auch reichlich lokale Polit-Prominenz gekommen, um mit den Teilnehmern ihre Visionen von einem weiterhin geeinten Europa zu teilen.

Als erster Redner eröffnete Bürgermeister Peter Schneider, der OB-Kandidat der Grünen, die prominente Runde. Er betonte, wie wichtig es ist, dass die Bürger von Offenbach das Gemeinsame jenseits der politischen Grenzen betonen und pflegen. Sein Wunsch für die Zukunft war, dass sich der Offenbacher Wilhelmsplatz, auf dem die Kundgebung stattfand, bei den zukünftigen Kundgebungen noch mehr fülle.
Dass das friedliche und konstruktive Zusammenleben der Menschen verschiedener Abstammungen und Kulturkreise gerade in Offenbach dazugehört, machte Dr. Felix Schwenke, der OB-Kandidat der SPD, deutlich: „Bei uns würde Herrn Boateng jeder gerne als Nachbar nehmen!“ Besonders das Thema Frieden sei es aber auch wert, dass wir in der Europäischen Union weiter zusammenarbeiten.
Muhsin Senol; OB-Kandidat vom „Forum Neues Offenbach“, hob hervor, dass in der heutigen Zeit viele Probleme nicht mehr von den Einzelstaaten gelöst werden können. Hier brauche es Zusammenarbeit. Die Europäische Union bilde die Basis dieser Zusammenarbeit.
Nach der Runde der OB-Kandidaten ergriff mit Tuna Firat ein SPD-Direktkandidat zur Bundestagswahl das Wort. Er lobte „Pulse of Europe“ als Zusammenschluss von Menschen, die verstanden haben, dass politische Bewegung von der Straße kommen soll. Lange Zeit hätten wir uns dem Wahn hingegeben, dass es uns gut geht. Heute aber müssen wir wieder für diesen Zustand kämpfen und „über den eigenen Tellerrand blicken“.

"EU ist nicht das Problem, sondern die Lösung.“ 

Im Unterschied zu seinen Vorrednern, die quasi „in den Startlöchern“ ihres Kampfes stehen, trat nun mit Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ein Mann an das Mikrofon, der bereits in Berlin an der sozialpolitischen Front kämpft. Seine Hauptthese „Die EU ist nicht das Problem, sondern die Lösung.“ Das bedeute nicht, dass alles gut sei. Vielmehr müsse die EU noch demokratischer und sozialer werden.
Dass es durchaus auch Probleme gibt, daran erinnerte auch die Stadtschulsprecherin der Stadt Offenbach Hibba Kauser. Doch das sei noch lange kein Grund, Europa aufzugeben. Europa sei heute viel mehr als nur der ursprünglich angedachte Wirtschafts- und Binnenmarkt. Als ein für ihre Generation wichtiges Beispiel nannte sie auch die Schüleraustauschprogramme, die vielen jungen Menschen Auslandsaufenthalte ermöglichen. „Genau das brauchen wir, um über unseren eigenen Horizont hinauszuschauen“, betonte Kauser. Und das diene auch wieder der Friedenssicherung. Gerade für die junge Generation sei ein Leben ohne Europa undenkbar, und daher sei es wichtig, sich zu erheben und darum zu kämpfen. Sie schloss ihre flammende Rede mit einem Zitat von Mahatma Gandhi: „Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir uns für diese Welt wünschen.“
Die nächste Kundgebung von „Pulse of Europe“ in Offenbach wird am 3. September, wie immer auf dem Wilhelmsplatz, stattfinden.
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