4. Jugendmusikpreis der Akkordeon-Vereinigung 1936 Pfungstadt e.V. (AVP)
Pfungstadt: Mühlbergheim | Urkunden und Überraschungen für alle Teilnehmer – Pokale für die Sieger
Unter großer Beteiligung fand am 21. Januar 2012 im Pfungstädter Mühlbergheim
der Akkordeon-Wettbewerb „4. Jugendmusikpreis der AVP“ statt, von den gastlichen Mitgliedern der Akkordeon-Vereinigung versüßt mit selbst gebackenem Kuchen, Kaffee und kalten Getränken.
Von den rund 60 Kindern und Jugendlichen, die zur Zeit bei der AVP musikalisch ausgebildet werden, hatte sich jeder zweite zur Teilnahme eingeschrieben, dazu noch einige junge Akkordeonisten vom HSL Langen, HC Groß-Rohrheim und HC Biebesheim. Vorsitzender Prof. Dr. Matthias Hemmje würdigte bei seiner Begrüßung Fleiß und Engagement der jungen Spieler, die trotz Ferien, diverser Wochenendaktivitäten, schulischer Verpflichtungen und bevorstehender Zeugnisausgabe sich mit viel Fleiß und Hingabe für den Wettbewerb vorbereitet hatten.
Gespielt wurde in 4 Altersgruppen. Der jüngste Teilnehmer war gerade 6 geworden, der älteste knapp 15 Jahre alt. Bis auf das Langener Duo der Altersgruppe II traten alle als Solisten auf und präsentierten Werke unterschiedlicher Genres. Einige der jungen Musiker waren Zuhörern und Jury von früheren Auftritten bekannt, für viele aber war es der erste Bühnenauftritt überhaupt, und obwohl dieser zuvor im Unterricht einstudiert wurde, waren Aufmerksamkeit und Nerven der jungen Kandidaten mindestens ebenso angespannt wie die ihrer im Saal zwischen den rund 100 Zuhörern sitzenden Akkordeonlehrer, die zusammen mit Eltern, Freunden und Bekannten mitfieberten. Nach Wochen und Monate langem Einstudieren, Üben und Feilen an den Vorträgen gelang es den Akkordeon-Kids bravourös, ihre Aufregung mit Konzentration und Coolness zu überspielen, so dass im Einklang von Balgführung und Fingertechnik die musikalische Intention bestmöglich zum Ausdruck gelangte.
Frau Monika Travnicek, Präsidentin des Deutschen Akkordeonlehrer-Verbandes, und Dr. Jörg Mehren, Musiklehrer, Dozent und Akkordeonsolist, bewerteten und platzierten als externe Jury die musikalischen Leistungen in Anlehnung an die offiziellen Richtlinien des Deutschen Harmonika-Verbandes.
Sieger wurden
Altersgruppe I (Jahrgänge 2002 und später)
1. Preis/Pokal: Tim Florian mit einem Menuett von Lully, einer flotten Polka von Ivanov, einem lieblichen russischen Volkslied und einem netten kindlichen Stück von Hummel, alles gekonnt und angemessen vorgetragen – Note ausgezeichnet
2. Preis: Moritz Getrost mit La Cucaracha und einem Walzer von Schmieder – Note ausgezeichnet
3. Preis: Fabian Bär, der seine drei Stücke (ein Menuett von Krieger, ein Neueres Akkordeonstück von Hummel und ein Ukrainisches Volkslied) sehr ruhig und konzentriert, fast auswendig vortrug, mit schön ausgeprägter Dynamik – Note ausgezeichnet
Altersgruppe II (Jahrgänge 2000 und 2001)
1. Preis/Pokal: Lukas Schwind mit einer kompletten Sonatine von Bernau, die er prima und überzeugend zu Gehör brachte – Note hervorragend
2. Preis: Vanessa Florian, die mit einem Choral von Bach, dem Jägerchor von Weber, einer Serenade von Schubert und einem Tanz von Nikolaev schon anspruchsvollere Literatur bewältigte und durch ihr sehr schönes Spiel, prima Dynamik und Ausdruck beeindruckte – Note ausgezeichnet
3. Preis: Jessica Schmidt, die aus ihrem Schülerinstrument Erstaunliches herausholte: ein Menuett von Tsipoli, Die Lerche von Glinka, Hummels lustiges Stück vom lustigen listigen Clown und schließlich noch ein Russisches Volkslied, prima akzentuiert und mit auffallender Musikalität – Note ausgezeichnet
Altersgruppe III (Jahrgänge 1998 und 1999)
1. Preis/Pokal: Lisa Jarosch mit der Kleinen Suite für Akkordeon von Newy und einem Stück aus Computerspiele von Hummel, das allerlei rhythmische Einlagen beinhaltet. Beides trug sie äußerst überzeugend vor - Note hervorragend
2. Preis: Mona Henneberger mit einer polyphonen Gigue von Scarlatti, dem sehr gut gespielten Reim aus der Kleinen Suite von Bukhvostov, dem spektakulär wirkenden Stück Lustiger Trickfilm von Malinovski und einem russischen Volkslied – Note ausgezeichnet
3. Preis: Céline Zuliani mit einer Sarabande von Händel und einem melodiösen ukrainischen Volkslied mit Vatiationen, bearbeitet von Ivanov – Note ausgezeichnet
Altersgruppe IV (Jahrgänge 1995 und früher)
1. Preis/Pokal: Michael Peters mit einem Tanz von Malinovski, Märchen von Burgmüller und Menuett von Bach – Note ausgezeichnet
2. Preis: Alexander Glock mit Santa Lucia und Karneval in Venedig - Note sehr gut
Das junge Duo Stock-Plötz aus Langen erspielte sich mit den lustigen Stücken Dickwienix und Dudelix von Hummel die Note sehr gut und einen Pokal.
Der Wanderpokal für die AVP-Tagesbestleistung wurde Lisa Jarosch zuerkannt.
Außer Konkurrenz überraschte das neu gegründete, von Anne Cratz geleitete Schülerensemble mit einer Kostprobe von seinem geplanten DAM- Wertungsprogramm, ehe Ausbildungsleiterin Daniela Cappel-Hemmje und Vorsitzender Prof. Dr. Hemmje die Siegerehrung vornahmen. Es gab Pokale für die jeweils ersten drei Plätze und für alle eine Urkunde, hübsche Notenklammern sowie eine Einladung von Bundes-Dirigent Stefan Hippe zum Konzert mit vier Uraufführungen am 17. März an der Musilhochschule Frankfurt. Nach einem Sonderapplaus für Eduard Ungefucht, Sabine Lauterbach und Elena Majer, die Ausbilder der erfolgreichen AVP- Akkordeonschüler, und einem großen Dankeschön an alle Helfer rund um die Veranstaltung, lud Hemmje alle Akkordeonkids für den nächsten Tag ein zu „AVP On Ice“, Schlittschuhlaufen!
Den jungen Musikern, Eltern und Lehrern wird der diesjährige AVP Wettbewerb als erfolgreicher, froher Tag in Erinnerung bleiben. Die Jury war angetan. M. Travnicek bescheinigte der AVP „ein gutes Händchen für den Akkordeonnachwuchs“. Der darf bald sein Können erneut unter Beweis stellen: Am 3. März wird der Hessische Landeswettbewerb „Deutscher Musikpreis“ (DAM) ausgetragen, und zwar in der Akkordeonstadt Pfungstadt! Die AVP wird ihre besten Schüler entsenden. Ihnen winkt die Zulassung zum DAM Bundeswettbewerb im Juni in Bruchsal.
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