Barbara und Raffaella Buhofer begeistern beim Weihnachtskonzert

In der wieder nahezu ausverkauften Pfungstädter Katholischen Kirche St. Antonius begeisterten am Freitag vor dem 2. Advent, dem traditionellen Termin der Weihnachtskonzerte der Stadt Pfungstadt mit Schweizer Künstlern, Mama Barbara und Tochter Raffaella Soraya Buhofer das Publikum. Begleitet wurden sie von Maestro Andres Joho am Flügel, der durch einfühlsam interpretierte Intermezzi glänzte.
Im ersten Teil des Konzertes gab es ein mehr klassisch orientiertes Programm mit Stücken von Brahms, Händel, Bach und Reger sowie von Peter Cornelius, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Mainz lebte. Zudem trugen Mama und Tochter Buhofer Theodor Storms Gedicht „Von drauss vom Walde komm‘ ich her“ auf unterhaltsame Weise vor.
Zuvor hatten Pfungstadts Bürgermeister Horst Baier und Konsul Thomas Casura als Vertreter des Schweizerischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main die Gäste begrüßt. Die Ansprache von Gastgeber Pfarrer Christoph Nowak fand große Beachtung. Dieser erklärte zunächst, wieso es in diesem Jahr keinen Adventskranz in der Kirche gibt, sondern eine kleine mit vier Kerzen bestückte Brücke, die von Küster Agostino Inserra mit viel Grün dekoriert wurde. Dabei steht die Brücke als Symbol für das Verbindende, das auch dem Advent innewohnt. Danach erläuterte Pfarrer Nowak, wieso St. Antonius, wie viele andere katholischen Kirchen auch, zur weihnachtsmannfreien Zone erklärt worden ist und zeigte eine mithilfe eines Bastelsets vom Weihnachtsmann zum Heiligen Nikolaus umfunktionierte Schokoladenfigur.
Nach der Pause, in der eifrig Glühwein nach Agostinos Art konsumiert wurde, kam die Zeit der bekannten und beliebten deutschen Weihnachtslieder, die von Barbara und Raffaella Buhofer alleine oder im Duett mit großer Musikalität vorgetragen wurden. Dabei konnte Raffaellas Stimme hervorragend neben der überragenden Sopranstimme ihrer Mama bestehen. Bei ihren Soli „Leise rieselt der Schnee“ und „Kling, Glöckchen, kling!“ erwies sich Raffaella als textsichere Interpretin mit einem für ihr Alter von neun Jahren beachtlichen Stimmvolumen. Auch die melodischen Stücke von Robert Stolz, wie zum Beispiel „Träume unterm Christbaum“, oder Franz Grothes Kalenderlied waren zu hören. Die Höhepunkte des zweiten Teils waren zwei konträre Stücke. Zum einen als deutsche Erstaufführung Wolfgang Drechslers „Wo bist Du?“, eine zeitgenössisch interpretierte Fragestellung zu Verantwortung, Schuld und Sühne. Zum anderen Rolf Zuckowskis bekanntes Lied „In der Weihnachtsbäckerei“, das Mama und Tochter mit viel Bewegung und erheiternden Einlagen vortrugen. Auch „Rudolf das kleine Rentier“ begeisterte Groß und Klein in der vom Blumenhaus Falk-Hörr wieder stimmungsvoll geschmückten Kirche. Beim anschließenden Schlussapplaus erhoben sich die Gäste bald von ihren Sitzen, um die drei Künstler mit stehenden Ovationen zu feiern.
Als erste Zugabe gab es das einzige nicht deutschsprachige Stück des Abends „Feliz Navidad“, bevor dann das Konzert traditionell mit „O Du Fröhliche“ endete, bei dem die Konzertbesucher gebeten waren, mitzusingen, und dies auf Andres Johos Aufforderung erneut im Stehen taten.
An diesem Abend wurden von den Mitarbeiterinnen des städtischen Kulturamtes schon die ersten Karten für den nächsten Auftritt von Barbara Buhofer in Pfungstadt verkauft. Sie wird am 26. April 2014, einem Samstag, um 19.30 Uhr in der Säulenhalle von Pfungstadts Historischem Rathaus begleitet von dem in Köln lebenden Pianisten Cosmin Boeru ein Konzert mit Klassischen Liedern geben. Auf den eigentlichen Beginn des Vorverkaufs zu diesem Konzert voraussichtlich im Januar nächsten Jahres wird rechtzeitig hingewiesen werden.
Neben positiven Kommentaren zur Programmgestaltung war nach dem Konzert von vielen Gästen wieder zu hören, dass nun Weihnachten kommen könne.
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