"Höchstens ein paar Jahre..." Migrationsausstellung in Pfungstadt

Wann? 08.06.2011 19:00 Uhr

Wo? Museum, Borngasse, 64319 Pfungstadt DE
Pfungstadt: Museum | Anlässlich des 125jährigen Jubiläums der Verleihung der Stadtrechte an Pfungstadt arbeiten der Heimatverein 1948 Pfungstadt e.V., der Verein für Heimatgeschichte Eschollbrücken/Eich , das Stadtarchiv und Museum sowie die Abteilung Stadtmarketing an einem besonderen Projekt:

Mit einer Ausstellung im städtischen Museum werden sie Geschichten von Pfungstädterinnen und Pfungstädtern mit Migrationshintergrund zeigen.
„Viele wollten nur ein paar Jahre in Deutschland arbeiten und wieder in die Heimat zurück und viele sind geblieben und voll integriert, leben und arbeiten schon in der dritten Generation in Pfungstadt“, so Günter Krämer vom Heimatverein. Die Menschen haben viele Geschichten zu erzählen über Trennung ihrer Familien, die Arbeit in der Fremde, Vorbehalte, neue Freundschaften und Integration. Viele Dokumente wurden bereits gesammelt, Arbeitserlaubnisse, die erste Zugfahrkarte nach Deutschland. Sogar ein Sonntagskleid, das auf der Fahrt getragen wurden und ein Blechtopf in dem die Verpflegungswurst untergebracht war wurden als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Die Projektgruppe sucht allerdings noch weitere Gegenstände, Erinnerungsstücke und alltägliche Dinge die aus dem jeweiligen Heimatland mitgebracht wurden, um sie im Museum zu zeigen. „Die Mitbürger, die wir ansprechen, sind erst einmal überrascht, dass wir uns für ihre Geschichte interessieren. Dann holen sie oft ihr Familienalbum und berichten uns über ihren Weg und Werdegang in ihrer neuen Heimat. Manchmal haben wir den Eindruck, man hat darauf gewartet, seine Geschichte erzählen zu können“, so Krämer weiter. Die Projektgruppe will am 8. Juni die Ausstellung im Museum eröffnen. Sie wird fachlich von Aurora Rodonò begleitet. Einer Wissenschaftlerin mit Wurzeln in Pfungstadt, die nach ihrem Romanistik-Studium in Köln lehrt und auch für den WDR arbeitet. Sie promoviert zum Thema „Migration“. Sie wird einen Vortrag zum Thema halten und die Ausstellung eröffnen. Zum Projekt wird es auch eine Broschüre geben.
Wichtig: Wer Fotos und Dokumente für diese besondere Ausstellung zur Verfügung stellen will, kann sich mit Günter Krämer unter Tel. 06157/988-1135 (dienstlich) oder unter 0172/ 6331374 in Verbindung setzen oder auch mit dem Stadtarchiv bzw. Museum unter 06157/9880 (werktags).
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