Von Cole Porter bis Verdi - Gelungener Auftakt in die Blasmusik-Saison 2011

An den Saxophonen: Svenja Reinheimer, Judith Heilmann und Harald Betzwieser. (Foto: Foto: Tanja Meyer)
Pfungstadt: Halle des TSV-Eschollbrücke-Eich | Einen bunten Strauß an Melodien hatte das Blasorchester des TSV- Eschollbrücken-Eich unter Dirigent Markus Petri am Samstag, 16 April 2011, für sein Publikum in der vereinseigenen Halle in Eschollbrücken vorbereitet.

Mit einer klassischen Ouvertüre eröffnete Dirigent Markus Petri den Abend. Nicht alltägliche Musik bestimmte dann auch den ersten Teil des Konzerts. Eine Reise in die Vergangenheit gab es mit „Spirit of the Celts“ und „A Medivial Suite“. Stimmungsvoll wird in den beiden total verschiedenen Stücken die historische Musik mit modernen Arrangements kombiniert. Während die Mediavial Suite mit ruhigen Tönen ins Mittelalter entführt, geht Spirit of the Celts erst auf die düsteren Zeiten und das kriegerische der Kelten ein, um dann in einem fröhlichen Tanz zu enden. Bekannte Melodien in neuem Gewand erklangen dagegen bei einem Medley aus Verdi-Stücken.

Gewohnt hessisch-heiter gab sich Georg Heil in diesem Jahr bei der Moderation. Er stellte die Musiktitel und Interpreten mit Charme und viel Humor vor und stimmte so das Publikum auf jedes einzelne Stück ein. Auch seine kleine Witze und Mundart-Anekdoten wurden mit viel Applaus aufgenommen.

Modern bis volkstümlich war die Auswahl der Musikstücke im zweiten Teil des Konzerts. Nach rockigen Klängen von Creedance Clearwater Revieval, ging es mit „Posaunen-Express“, einem Solo für drei Posaunen, weiter Richtung gute Stimmung. Beschwingt von Swing-Klängen aus Cole-Porter-Stücken sollte mit Schwarzwaldmädel, Veteranen-Marsch und Laubener Schnellpolka das Konzert zu Ende gehen. Doch dem Publikum gefiel es so gut, dass erst nach zwei Zugaben Schluss war.

Leider muss man auch berichten, dass der Saal nicht so gut gefüllt war, wie in den letzen Jahren. Das Orchester nimmt an, dass ein irreführender Zeitungsbericht daran schuld war. Darin war angekündigt worden, dass am folgenden Sonntag das Orchester ebenfalls in Eschollbrücken ein kostenloses Konzert spielen würden – was leider aber vom Orchester nie zugesagt worden war und deshalb auch nicht stattfand. „Wir sind alles nur Hobby-Musiker, zwei so große Konzerte an einem Wochenende übersteigen einfach unsere Mittel“, erkläre Dirigent Markus Petri dem Publikum. Er hoffe, nächstes Jahr wieder vor einem vollen Saal spielen zu können. Schade – die Einnahmen aus dem Konzert nutzt der Verein für neue Noten und die Jugendarbeit – da fehlt natürlich jeder Cent.
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