Weihnachten in Spanien

Eine Grippe, die den Besuch der drei heiligen Könige am Tag der Geburt Jesu Christi darstellen soll. (Foto: Egon Häbich / pixelio.de)
Weihnachten wird in Deutschland meistens so gefeiert: vor Heiligabend bringt man sich schon mit der Adventszeit in weihnachtliche Stimmung. Kurz vor der Bescherung am 24. geht es dann in die Kirche. Zuhause angekommen freuen sich die Kinder dann über die vielen Geschenke. Die nächsten beiden Tage, sprich 1. und 2. Weihnachtstag, werden in der Regel mit der Familie verbracht. Danach ist es auch schon irgendwie mit Weihnachten vorbei und man bereitet sich auf Silvester vor.

Und wie wird in Spanien gefeiert? Zum Beispiel gibt es dort nicht am 24. Dezember Geschenke, sondern am 6. Januar. Es ist auch nicht der Weihnachtsmann, der die Geschenke bringt, sondern es sind die drei heiligen Könige Kaspar, Melchior und Balthasar. Doch Weihnachten beginnt nicht erst im Januar. Offiziell beginnt die Weihnachtszeit in Spanien mit der Weihnachtslotterie „Sorteo extraordinario de Navidad“. Sie gilt, durch die ausgespielte Gesamtsumme, als größte Lotterie der Welt. So ziemlich alle spanischen Bürger nehmen an dieser Lotterie teil, bei der es Gewinne bis zu einer Millionen Euro gibt. Das besondere an dieser Lotterie ist, dass die Gewinner und ihre Gewinne vorgesungen werden und nicht etwa normal vorgelesen.

So sehr der Weihnachtsbaum in Deutschland ein Muss ist, so wichtig ist die Krippe in der spanischen Weihnachtsdekoration. Jeder, wirklich jeder Haushalt besitzt mindestens eine Krippe, die den Besuch der drei heiligen Könige bei der Geburt von Jesus darstellt. Aber auch der Weihnachtsbaum wird immer beliebter, vor allem in den letzten Jahren stieg sein Ansehen und seine Beliebtheit auf der südlichen Halbinsel.

In der Nacht vom 24. zum 25. Dezember findet die Messe „Misa de Gallo“ statt, was so viel bedeutet wie: die Messe des Hahns. Oftmals trifft man sich danach noch auf einem großen Platz und singt Weihnachtslieder bis in die frühen Morgenstunden.

Der 6. Januar ist wohl einer der beliebtesten, wenn nicht sogar der beliebteste Tag der Kinder in Spanien. Wie bereits erwähnt gibt es an diesem Tag die Geschenke. Die Kinder stellen ihre Schuhe am Abend vor der Bescherung vor die Zimmertür, sowie etwas Stroh und Wasser für die Kamele der heiligen Könige. Wenn sie dann am 6. Januar aufwachen ist das Stroh und das Wasser verschwunden und anstelle der Aufmerksamkeiten der Kinder stehen Geschenke. Sollten sie allerdings unartig gewesen sein, gibt es zur Bestrafung nur etwas Kohle, die natürlich nicht echt ist, sondern essbar, mit dazu.
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