Ehemaliges E-Werk in Pfungstadt (Brunnenstraße): Nutzung und Sanierung

Pfungstadt: E-Werk |

SPD-Fraktion stellt Nutzungs- und Sanierungskonzept vor: E-Werk zum neuen Stadt-Mittelpunkt machen

Die Zukunft des Pfungstädter E-Werks hat wieder zu Diskussionen geführt. Eine Lösung für das seit Jahrzehnten diskutierte Areal an der Brunnenstraße scheint jetzt jedoch in greifbarer Nähe zu sein, wie die SPD-Fraktion meldet. Sie spricht sich für den Erhalt des Hauptgebäudes, das "ehemalige E-Werk", sowie für die deutliche Aufwertung des Marktplatzes auf dem Gelände aus und stellen dazu einen Antrag.
Die bis Ende 2016 zur Verfügung stehenden Ausgleichsbeiträge aus der Städtebauförderung in Höhe von 790.000 Euro sollen hierfür verwendet werden.

"Wir wollen das Gelände für den Marktplatz vergrößern und für die Bürgerinnen und Bürger aufwerten", fasst der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ludwig Gantzert das Ziel der SPD zusammen.
Auch über die Frage, was mit dem unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäude in Zukunft passieren soll, hat die SPD-Fraktion beraten und schlägt vor, hier eine Sanierung vorzunehmen mit dem Ziel, die Räumlichkeiten für städtischen Bedarf nutzbar zu machen. So könnten zum Beispiel städtische Büros zusammengefasst werden, die zurzeit außerhalb der Stadthäuser angesiedelt sind.
"Dadurch spart die Stadt die Mietzahlungen an Dritte und ist so zusagen wieder unter dem eigenen Dach", ergänzt Gantzert.

Die sinnvolle Sanierung und Nutzung des Hauptgebäudes wird allerdings durch die Halle erschwert. Mehr als ein Viertel der Außenfläche und ein Teil des Daches sind verbaut und können gar nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden. Durch den Rückbau der Halle unter Beachtung des Status des ehemaligen E-Werks als Industriedenkmal entsteht eine vergrößerte Freifläche, die nicht nur für den Wochenmarkt, an der Kerb oder während des Weihnachtsmarkts genutzt werden könnte. Es entsteht auch ein neuer Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger und steigert dadurch die Attraktivität des Stadtzentrums insgesamt.
Die SPD Fraktion ist darüber hinaus der Meinung, dass Pfungstadt ausreichend Räumlichkeiten hat, die für kulturelle Zwecke genutzt werden können und hält es deshalb aus finanziellen Erwägungen nicht für vertretbar, dass ein weiteres Gebäude mit Folgekosten in städtischer Trägerschaft entsteht.

"Nach jahrelangem Stillstand ist damit endlich der Weg frei für die attraktive Umgestaltung der neuen Stadtmitte. Wir haben jetzt die historische Chance, das E-Werk nicht weiter dem Verfall zu überlassen, sondern eine Aufwertung mit Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen", so Gantzert abschließend.

Der Haupt-, Finanz-, und Wirtschaftsausschuss wird am kommenden Mittwoch (24.2.2016) über den SPD-Vorschlag abstimmen.
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