Schwimmbad Pfungstadt: Versachlichung statt Schlammschlacht!

Die SPD Pfungstadt nimmt nach einer erweiterten Vorstandssitzung öffentlich Stellung und ruft zur Versachlichung der Diskussion zum Schwimmbad auf.
Nach 106 Jahren Schwimmbad in Pfungstadt wird sich die SPD dafür einsetzen, dass die Kinder in Pfungstadt auch in Zukunft Schwimmen lernen können, aktive Vereine eine Perspektive erhalten und es für die Pfungstädter Bevölkerung ein Schwimmbad gibt.
Der ehrenamtlicher Erster Stadtrat Harald Polster hat vor knapp zwei Wochen den verantwortlichen Gremien der Stadt die aktuellen Fakten zum Zustand und Finanzbedarf des Schwimmbades vorgestellt. Er hat damit seine erst Ende 2012 ehrenamtlich als Stadtrat übernommene Aufgabe erfüllt, das Schwimmbad umfassend auf seine Zukunftsfähigkeit zu untersuchen. Das nun veröffentlichte Ergebnis war wenig erfreulich. Die Mitglieder der SPD begrüßen aber ausdrücklich diese sachgerechte Aufklärung. Nicht der Erste
Stadtrat hat diese Probleme geschaffen, sondern er hat sie aufgedeckt und in die Gremien der Stadt gebracht, so wie er vom Bürgermeister und der Betriebskommission beauftragt wurde.
In zahlreichen Diskussionen der SPD wurden diese Ergebnisse und Möglichkeiten zur Erhaltung des Schwimmbades jetzt diskutiert. Hierzu wurde festgestellt: Ja, es wurden Fehler gemacht, die aufgeklärt werden müssen und es müssen Lösungen gefunden werden, wie der Schwimmbadbetrieb weitergehen kann.
Auch die SPD hat in den vergangenen Jahren in der Betriebskommission – so wie alle anderen Fraktionen – nicht die richtigen Fragen gestellt, um Fehler früher zu entdecken.
Die SPD habe sich auf externe Gutachten und damals Beauftragte verlassen und die Situation falsch eingeschätzt. Sie wird sich dafür einsetzen, auf der Grundlage von nachprüfbaren Zahlen und Fakten die Situation des Schwimmbades zu beurteilen. Sie wolle dabei alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einbinden und bestmögliche Transparenz herstellen. Hierzu sind die jetzt vorliegenden Informationen nur der Anfang eines Prozesses.
Die SPD begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich den Antrag der CDU auf Akteneinsicht. Alle Fraktionen (SPD, CDU, Grüne, FW, FDP, UBP) erhalten so die Möglichkeit, Fehler der Vergangenheit zu sichten, zu verstehen und Wege zu entwickeln.
Ziel muss aber eine sachgerechte Diskussion sein, aus der Lösungen für die Probleme des Schwimmbades hervorgehen. Erschrocken sit die SPD darüber, dass einzelne Akteure die aktuellen Probleme des Schwimmbads instrumentalisieren. Dabei werden auch öffentlich in „sozialen Medien“ Personen mit einer Mobbing-Kampagne überzogen. Erkennbar ist, dass es den dort handelnden Personen nicht um eine sachliche Auseinandersetzung geht. Durch unhaltbare Gerüchte, Verdächtigungen, Beleidigungen und Unterstellungen werden vielmehr pauschal und mit Namensnennungen z. B. ehrenamtlich Gewählte systematisch in den Dreck gezogen. Leider beteiligen sich daran sogar einzelne Stadtverordnete. Die SPD wird sich daran nicht beteiligen.
Ob eine Investition in den Bestand oder ein Neubau oder eine andere Lösung Sinn machen, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand seriös beurteilen. Wichtig ist: Es gibt keinen Beschluss zu einer Schließung des Schwimmbades – weder in den städtischen Gremien, noch in der SPD. Gemeinsam müsse daran gearbeiter werden, dass trotz der Finanzlage auch 2020 in Pfungstadt noch geschwommen werden kann. Dafür ertrauen die Mitglieder der SPD auf den Sachverstand ihrer Mandatsträger und die Beteiligung aller Pfungstädter.
2 Kommentare
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Stefan A. Koch aus Jugenheim | 25.11.2013 | 19:11  
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Stefan A. Koch aus Jugenheim | 25.11.2013 | 19:58  
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