„Frauen und Sucht – Erkennen und Helfen“ Vortrag im FiZ

Wann? 18.03.2013 19:30 Uhr bis 18.03.2013 21:30 Uhr

Wo? FiZ - Frauen im Zentrum eV, Akazienweg 40 / bei den Sportplätzen, 64319 Pfungstadt DE
Pfungstadt: FiZ - Frauen im Zentrum eV | Im Rahmen der Pfungstädter Präventionswoche zur Sucht – und Gewaltprävention beteiligt sich FiZ – Frauen im Zentrum eV Pfungstadt - mit einem Informationsabend zum Thema „Frauen und Sucht – Erkennen und Helfen“. Der Vortrag mit Einstieg über einen Filmbeitrag beginnt am 18.3.2013 um 19.30 Uhr in den Räumen des FiZ, Akazienweg 40 – Eingang bei den Sportplätzen. Um Anmeldung unter info@fiz-Pfungstadt.de oder Tel. 06157- 99 17 94 wird gebeten.
Das Thema „Frauen und Sucht“ soll hier an der legalen Droge „Tabletten“ veranschaulicht werden. Frauen leiden, so die Zahlen der "Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen", etwa doppelt so häufig wie Männer an einer Medikamentenabhängigkeit. Ganz oben auf der Liste der weiblichen Beschwerden: depressive Verstimmungen, Angst, Nervosität, Unruhe - allesamt Symptome, gegen Beruhigungsmittel etc. verschrieben werden. Immer mehr Stress im Alltag kann zur Tablettensucht führen. Im Vordergrund der Beschwerden stehen oft Schlafstörungen, aber dahinter rollt sich das Elend auf. Der Druck, im Beruf immer 160 Prozent zu geben, die Verunsicherung durch kurzfristige Arbeitsverträge. Dazu kommt der Stress durch Arbeitszeiten gegen jeden Biorhythmus, durch Schichtarbeit - da hat der Organismus keine Chance mehr, zur Ruhe zu kommen. Und vor allem alleinerziehende Mütter leiden einfach an chronischer Überlastung. Denn Frauen wollen funktionieren.
Der Griff zur Pillendose liegt vielen näher, auch weil sie die fatalen Folgen nicht kennen. Denn die Medikamentenabhängigkeit wirkt äußerlich eher unspektakulär: Die Betroffenen gleiten nicht in eine Sucht ab, wie man sie von Junkies oder Alkoholikern kennt, sondern leiden einfach nur still vor sich hin. Ihre Krankheit vollzieht sich meist in drei Stufen: In Phase eins hält man sich diszipliniert bei der einmal verordneten Dosis. Doch der Körper, der sich schnell an die Droge gewöhnt hat, produziert schnell die Symptome eines Drogenentzugs: Schlafstörungen, Reizbarkeit, Ängste und oft ein schlechtes Körpergefühl. In Phase zwei beginnen dann viele, ihre tägliche Dosis zu steigern, sie nehmen jetzt zwei bis drei Tabletten. Die Folge: Sie haben immer weniger Energie, können nicht mehr klar denken, werden vergesslich und fühlen sich emotional stumpf. Erst in der dritten Phase wird aus der Abhängigkeit eine massive Sucht, in der sich alles um den Teufelskreis zwischen Beschaffung und Entzug dreht.
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