Wiedergutmachung gelungen, Überzeugender 33:23 Heimsieg gegen Obernburg

Sehr spielfreudig zeigte sich Tim Rintschen, der insgesamt sechs Treffer erzielte.
  Pfungstadt: Großsporthalle Wilhelm-Leuschner-Schule | Der TSV Pfungstadt gewann am Sonntagabend mit 33:23 (17:11) gegen den ambitionierten Oberligaabsteiger und Meisterschaftsanwärtet TuSpo Obernburg und konnte sich für dich enttäuschende Leistung aus der Vorwoche gegen Egelsbach erfolgreich rehabilitieren. Durch den Sieg ist der TSV Pfungstadt auf den dritten Tabellenplatz der Landesliga Süd geklettert. Der TSV Pfungstadt ist wieder in die Spur gekommen. Nur eine Woche nach dem Egelsbach‐Desaster präsentierte sich der TSV über 60 Minuten engagiert und zielstrebig. Auch wenn beim Gastgeber die Personaldecke sehr dünn war, Daniel Jankovic stellte sich kurzfristig in den Dienst der Mannschaft, konnte die TuSpo dank einer kämpferischen Leistung in Schach gehalten werden. Auch bei den Gästen fehlten mit Schüssler und Raab zwei wichtige Akteure, was dem TSV in die Karten spielte. Die Partie begann relativ ausgeglichen, beim Stand von 4:4 (8. Minute) tasteten sich beide Mannschaften noch ab. Ein erfolgreich verwandelter 7‐Meter durch Bogdan Drašković sowie drei schöne Einzelaktionen durch Tim Rinschen waren der Grund, dass sich der TSV erstmalig mit drei Toren absetzen konnte (8:5, 13. Minute). Dann kam die beste Phase von TSV‐Torhüter Daniel Bartylak, der etliche Torfmöglichkeiten der Bayern vereitelte und seiner Mannschaft die nötige Stabilität gab. Beim Stand von 11:9 in der 24. Minute war Obernburg noch voll im Spiel dabei. Doch in der Folgezeit scheiterten die Gäste am TSV‐Keeper oder blieben in der nun sattelfesten TSV‐Abwehr hängen. Am besten davon profitieren konnte TSV‐Goalgetter Bogdan Drašković, der mit einfachen Gegentoren immer wieder Nadelstiche ins TuSpo‐Herz setzen konnte. Vier seiner 15 Treffer erzielte der schnelle Linksaußen in den letzten fünf Minute der ersten Halbzeit. Ein weiterer Treffer durch Michael Kübler sowie ein spektakulärer Treffer von TSV‐Torhüter Daniel Bartylak, der kurz vor der Sirene über das gesamte Feld einnetzen konnte, plötzlich stand 17:11 auf der Anzeigetafel. Der TSV erarbeitete sich eine komfortable Halbzeitführung. Die zweite Halbzeit begann aus Sicht des TSV Pfungstadt ähnlich wie die erste aufgehört hatte. Die Gastgeber kamen konzentriert und zielstrebig aus der Kabine und sorgten in der 39. Minute bereits für die Vorentscheidung, als der Vorsprung auf 9 Tore ausgebaut wurde (23:14). Kurz darauf verletzte sich beim TSV der von Spiel zu Spiel stärker spielende Linkshänder Yasar Cinko und konnte für den Rest der Spielzeit nicht mehr mitwirken. Für ihn sprang Daniel Jankovic in die Bresche, welcher unter großem Applaus der Zuschauer sein Comeback auf dem Spielfeld feierte. Als dieser in der 45. Spielminute seinen Auftritt mit einem sehenswerten Treffer krönte, kannte die Freude auf der Tribüne und TSV‐Bank keine Grenzen mehr. Der TSV dominierte das Geschehen und tat nicht mehr als notwendig war. Der TSV ging jedoch fahrlässig mit seinen Chancen um, so dass die TuSpo in der 55. Minute auf 28:22 verkürzen konnte. Der TSV nahm seine Auszeit. Diese brachte den TSV wieder in die Spur, so dass der TSV in den letzten fünf Minuten das Tempo anzog und letztendlich diese Phase mit 5:1 für sich entscheiden konnte. Auch die Manndeckung gegen Tim Rinschen konnte am Spielausgang nichts ändern, da die restlichen Spieler in die Bresche sprangen und Verantwortung übernahmen. Die Anzeigetafel zeigte ein 33:23 für den TSV Pfungstadt, ein verdienter Sieg für den TSV gegen einen ambitionierten Gegner. Ein Sonderlob verdienten sich die beiden souverän leitenden Unparteiischen Mäkitalo/Schäfer aus Wiesbaden, die die Begegnung jederzeit im Griff hatten. Es bleibt die Erkenntnis, dass sich der TSV vor keiner Mannschaft in der Liga verstecken muss. Gegen die vermeintlichen Topmannschaften der Landesliga holte der TSV immer mindestens einen Punkt und schlug mit Babenhausen, Obernburg und Gelnhausen II die Meisterschaftsfavoriten. Jedoch muss sich der TSV insbesondere in Lokalderbys steigern und eine bessere kämpferische Einstellung an den Tag legen, denn alle drei bisherigen Saisonniederlagen kassierte der TSV in den Derbys (in Arheilgen, in Groß‐Bieberau/Modau II, gegen Egelsbach). Kein wirklich gutes Omen, denn die beiden kommenden Aufgaben sind ebenfalls Derbys (am 04.12. in Roßdorf, am 13.12. zu Hause gegen Reinheim). Bleibt zu hoffen, dass der TSV diesmal die richtige Einstellung an den Tag legt und alles in die Waagschale wirft, denn gerade in Roßdorf hängen bekanntlich seit Jahren die Trauben hoch. Das war heute eine gute Reaktion der Mannschaft. Wir haben es letzte Woche mächtig verbockt, heute wollten wir uns diszipliniert präsentieren und uns das Vertrauen der Fans zurückgewinnen. Ich denke, dass es uns gut gelungen ist. Daniel im Tor war endlich so drauf, wie man ihn aus den letzten Jahren kennt. Sein mit Abstand bestes Spiel in dieser Saison. Bogdan war, obwohl er derzeit berufsbedingt kaum trainieren kann, mit seinen 15 Toren immer wieder brandgefährlich. Tim hat nach dem schwachen Egelsbach‐Spiel ein ganz anderes Gesicht gezeigt, das Spiel an sich gerissen und vor allem klasse gedeckt. Aber auch alle anderen Spieler haben sich einen Lob verdient. Heute war Kampf, Feuer und Biss drin, so muss das in jedem Spiel sein. Jetzt fahren wir zum Derby nach Roßdorf und wollen uns für den peinlichen Auftritt aus dem Vorjahr rehabilitieren. Dieses Spiel braucht keine Extra‐Motivation, jeder weiß was uns dort erwartet.“, so der Ausblick auf den kommenden Gegner von TSV‐Trainer Mario Ubiparip.
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